Hitze, Dürre, Überschwemmung und Artenwandel - Wie sich der Klimawandel auf Deutschland auswirkt!

Hitze, Dürre, Überschwemmung und Artenwandel - Wie sich der Klimawandel auf Deutschland auswirkt! (AUDIO)

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(ots) - Anmoderationsvorschlag: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel in Deutschland? Wie entwickeln sich die Risiken bis zum Ende des Jahrhunderts? Und in welchen Handlungsfeldern können sie durch Klimawandelanpassung besonders wirksam gemindert werden? Antworten auf diese Fragen gibt die heute / am 14. Juni auf einer Onlinekonferenz vorgestellte "Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021" des Bundes. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) hat die mit erstellt und kennt die zentralen Ergebnisse, hallo.

Begrüßung: "Hallo!"

1. Herr Messner, was genau haben Sie in der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 für Deutschland untersucht?

O-Ton 1 (Prof. Dr. Dirk Messner, 21 Sek.): "Wir haben mit 24 Behörden zusammengearbeitet, das ist ein großer Aufwand, können Sie sich vorstellen, und haben die Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschland untersucht. Und wir haben uns zwei Szenarien angeschaut: Einmal ein 3-Grad-Szenario, also wenn Klimawandel in die gefährliche Richtung geht. Und einmal ein 2-Grad-Szenario, um zu schauen, wie wir uns unter den Bedingungen eigentlich erfolgreichen Klimaschutzes dennoch anpassen müssen an das, was der Klimawandel bringt."

2. Was ist dabei herausgekommen?

O-Ton 2 (Prof. Dr. Dirk Messner, 33 Sek.): "Also man kann beobachten in beiden Szenarien, dass die Auswirkungen des Klimawandels insbesondere auf die Ökosysteme gravierend sind. Da geht es um die Wasserressourcen, es geht um die Landressourcen, es geht um die Zukunft unserer Wälder - und die Dinge verstärken sich wechselseitig. Also wenn wir Bodenprobleme haben beispielsweise, dann hat das Auswirkungen auf das Grundwasser. Wenn wir Bodenprobleme und Grundwasserprobleme haben, dann schwächt das unsere Wälder, die können umgeworfen werden beim nächsten Sturm. Also es werden nicht nur einzelne Bestandteile unserer Ökosysteme unterminiert und unter Stress gesetzt, sondern das gesamte Ökosystem muss betrachtet werden: Wir brauchen eine gesamte Stabilisierung in diesem Bereich."



3. Welche Regionen betrifft das?

O-Ton 3 (Prof. Dr. Dirk Messner, 31 Sek.): "Zunächst muss man feststellen, dass alle Regionen betroffen sind, weil Wasser, Boden, Luft, alle Umweltmedien sind betroffen vom Klimawandel. Aber dann gibt es doch unterschiedliche Ausprägungen. Also wenn Sie in den Norden schauen, an die Küste, da geht es um Meeresspiegelerhöhung. Wenn Sie in den Süden schauen, in die Berge, da geht es um das Abschmelzen der Gletscher und entsprechende Wirkungen, die das haben wird. Und dann unsere landwirtschaftlich starken Regionen: Wenn da das Wasser knapp wird und die Bodenverkarstung zunimmt und die Bodenerosion voranschreitet, dann haben wir es da mit Problemen zu tun. Also alle Regionen sind betroffen, aber in je unterschiedlicher Art."

4. Wie kann den Risiken des Klimawandels begegnet werden: Wie können wir vorsorgen?

O-Ton 4 (Prof. Dr. Dirk Messner, 36 Sek.): "Es gibt zwei wichtige Ansätze. Der eine Ansatz ist, wir müssen Infrastrukturen neu denken und weiterentwickeln. Wenn Sie an die Städte denken: Die Städte werden wärmer, heißer, Hitzeinseln. Wir müssen Wasser in die Städte hineinbringen, um die Städte zu kühlen. Wir müssen aber zugleich auch Versickerungsflächen in den Städten schaffen für Extremwetterereignisse und Starkregen, damit das Wasser abfließen kann. Dann gibt es naturbasierte Lösungen, wo es darum geht, dass wir die Ökosysteme darin stärken, sich anzupassen an den Klimawandel. Die Renaturisierung von Flussgebieten ist da ganz wichtig, damit das Wasser abfließen kann. Und der schöne Nebeneffekt ist: Das stärkt auch unsere Lebensqualität, weil wir erhalten die Natur für uns Menschen".

5. Wie schnell muss das gehen und wo muss besonders dringend gehandelt werden?

O-Ton 5 (Prof. Dr. Dirk Messner, 25 Sek.): "Wir müssen eigentlich in allen Feldern, in denen es um Infrastrukturmaßnahmen geht, schnell handeln, denn unsere Infrastruktur ist insgesamt in) die Jahre gekommen. Also jetzt handeln! Und der zweite Punkt ist sehr wichtig: Infrastrukturen werden für halbe Ewigkeiten gebaut, für 50, 60, 70, 100 Jahre. Und deswegen müssen wir jetzt in unseren Planungen die Infrastrukturen so anlegen, dass wir die Mittel- und Langfristwirkungen des Klimawandels bereits berücksichtigen. Das ist eine besonders herausfordernde Aufgabe für Infrastrukturentwicklung."

6. Was muss denn jetzt konkret passieren?

O-Ton 6 (Prof. Dr. Dirk Messner, 21 Sek.): "Ja vielleicht ist das Allerwichtigste, dass wir wirklich umdenken. Wir müssen aufhören, die Ökosysteme zu zerstören! Wir können uns nicht anpassen an eine permanente weitere Zerstörungswelle und Dynamik der Ökosysteme. Das ist eine ganz große Herausforderung, und die hat mit unserer Wirtschafts- und unserer Lebensweise zu tun. Und insofern geht es um eine Veränderung der Art und Weise, wie wir denken - aber dann auch, wie wir konsumieren und produzieren."

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), über die zentralen Ergebnisse der "Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021" des Bundes. Besten Dank!

Verabschiedung: "Ich danke Ihnen für das Gespräch!"

Abmoderationsvorschlag: Alle Ergebnisse der "Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021" finden Sie natürlich auch auf der UBA-Webseite unter www.umweltbundesamt.de

Pressekontakt:

Felix Poetschke
Pressesprecher

Referat "Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Internet"

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

Telefon: +49 (0)340 2103 2675
felix.poetschke@uba.de

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