Herausforderung Plastikmüll im Hafen
Warum und wie gelangt Plastikmüll in die Meere? Was sind die Auswirkungen? Und was sind mögliche Lösungen, um das Müllaufkommen in Häfen zu reduzieren? Diese und andere Fragen thematisierte das Webinar „Herausforderung Plastikmüll im Hafen“ an diesem Donnerstag, organisiert von Hafenbetreiber Niedersachsen Ports.
Moderiert von dem Leiter des Port Office von NPorts, Christian Helten, gibt es zu Beginn der Veranstaltung begrüßende Worte von Holger Banik und Dr. Berend Lindner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. „Häfen sind mehr als Industriestandorte. Sie sind Lebensraum für Mensch und Natur. Nachhaltig handeln bedeutet für uns, mit gutem Vorbild voranzugehen, die Hafenwirtschaft unternehmerisch erfolgreich zu gestalten, starke Allianzen zu bilden und innovativ für eine zukunftsorientierte, soziale und ökologische Wirtschaft in Niedersachsen zu wirken“, sagt Dr. Berend Lindner.
Dr. Bernhard Bauske von der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) referiert anschließend über die Auswirkungen, Ursachen und Lösungsansätze von Plastikmüll in den Meeren. Hierbei geht er den Fragen auf den Grund, wie Kunststoff produziert wird und was die größten Quellen für Mikroplastiken sind, welche inzwischen in großen Mengen in Gewässern auftauchen. Nach ihm folgt Nils Möllmann vom Naturschutz Bund Deutschland (NABU) und präsentiert die Ergebnisse aus 10 Jahren zum Thema Müll im Meer und gibt einen Ausblick auf die aktuellen politischen Prozesse. Hierbei geht er auf das Projekt „Fishing For Litter“ ein, welches das Ziel verfolgt Sammelstellen für passiv gefischte Abfälle bereitzustellen, um das Bewusstsein in der Fischerei für die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen zu schaffen.
Anknüpfend daran thematisiert Dr. Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) die Wege des Mülls in der südöstlichen Nordsee. Dabei geht er auf die Zusammensetzung des gesammelten Mülls ein und welche Faktoren bestimmen, wohin sich der Müll verteilt.
Zuletzt berichten Björn Fuhlendorf und Romina Hanisch (beide NPorts) über die bisherigen Erfahrungen mit dem Meeresmülleimer „Seabin“, der inzwischen in den Häfen Emden, Wilhelmshaven sowie Cuxhaven Einsatz findet. An verschiedenen Hafenbereichen fest installiert, erzeugt er einen Sog auf der Wasseroberfläche und fängt dabei schwimmende Abfälle wie Mikro- und Makrokunststoffe sowie Mikrofasern ein. In den letzten zwei Jahren ist das Wissen rund um die Bestellung, Funktion, Installation, Konstruktion sowie Voraussetzungen für die Wasserfläche und Aufwand für die Leerung gewachsen. Die Städte Leer und Emden, die Gemeinde Helgoland sowie bremenports sind auf das Projekt aufmerksam geworden. Sie haben sich in der Vergangenheit von NPorts beraten lassen bzw. einen der inzwischen sechs Meeresmülleimer zum Test ausgeliehen.
„Die Problematik des Plastikmülls ist in jedem Hafen ein Thema. Wir sind daher offen für Austausch und stehen gerne beratend zur Verfügung“, betont Holger Banik.
Die Präsentationen der Referenten sind unter https://www.nports.de/aktuelles-presse/ verfügbar.
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Niedersachsen Ports ist Eigentümer und Betreiber von fünf Seehäfen, sieben Inselversorgungshäfen und drei Regionalhäfen an der deutschen Nordseeküste. Sitz der Gesellschaft ist Oldenburg. Mit den Niederlassungen in Brake, Cuxhaven mit Außenstelle in Stade, Emden und Wilhelmshaven managt Niedersachsen Ports die Hafeninfrastruktur in den großen Seehäfen des Landes Niedersachsen. Die Niederlassung Norden betreibt zudem die Versorgungshäfen für die Ostfriesischen Inseln. Somit bietet Niedersachsen Ports eine Vielzahl von Hafenstandorten aus einer Hand.
Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG
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Datum: 17.06.2021 - 15:24 Uhr
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