Mehr junge Frauen für Technik begeistern, mehr junge Männer für soziale Berufe
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Mehr junge Frauen für Technik begeistern, mehr junge Männer für soziale Berufe
Zum Girls? Day erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die Ausbildungszahlen der letzten Jahren zeichnen ein kritisches Bild.
Junge Frauen entscheiden sich weiterhin für typische ,Frauenberufe?. In diesen Branchen liegen die Löhne oft unter dem Durchschnitt, viele Arbeitsverhältnisse sind auf Teilzeit begrenzt und die Aufstiegsmöglichkeit gering. Mit diesen Einschränkungen ist es für Frauen deutlich schwerer, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Frauen müssen deshalb mehr denn je ermutigt werden, neue Wege zu gehen.
Das ist nicht nur eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft. Denn mehr junge Frauen etwa in technischen Berufen erhöhen die Kompetenz, die kreativen Ideen und wirken dem Fachkräftemangel entgegen. Laut Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) blieben 2009 durchschnittlich 34.000 Techniker-Stellen unbesetzt. Damit entgingen der Volkswirtschaft schätzungsweise 3 Milliarden Euro Wertschöpfung. Alarmieren muss besonders auch der Mangel an Arbeitskräften in technisch komplexeren Bereichen wie den Erneuerbaren Energien.
Frauen müssen in den Zukunftsbranchen stärker gefördert werden. Wir wollen außerdem eine bessere gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung der Berufsfelder, in denen Frauen größtenteils beschäftigt sind, durchsetzen. Außerdem müssen Jungen motiviert werden, sich öfter für soziale, pflegende und erzieherische Berufe zu entscheiden.
Auch die Politik ist immer noch eine Männerdomäne. Gerade einmal 32 Prozent der Abgeordneten im Bundestag sind Frauen. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN haben daher, wie auch schon in den vergangenen Jahren, Mädchen in die Bundesgeschäftsstelle eingeladen, um ihnen einen Einblick in den Politikbetrieb und in die Arbeit einer Parteizentrale zu vermitteln."
PRESSEDIENST BUENDNIS 90/DIE GRUENEN Bundesvorstand Dr. Jens Althoff, Pressesprecher Platz vor dem Neuen Tor 1 * 10115 Berlin
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Datum: 21.04.2010 - 19:47 Uhr
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