Wirtschaft muss den Menschen dienen

Wirtschaft muss den Menschen dienen

ID: 1921715

Gemeinwohlökonomie – das neue Wirtschaftssystem - Vortrag von Gerald Morgner in Kempen



Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Düsseldorf und NiederrheinÖkologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Düsseldorf und Niederrhein

(firmenpresse) - (Kempen) – „Eigentum verpflichtet! Daher hat die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dem Gemeinwohl zu dienen“. Mit dieser Aussage machte Gerald Morgner, Referent des Abends zur Gemeinwohlökonomie, auf die verfassungsmäßige Basis der Gemeinwohlökonomie aufmerksam. Leider falle Verfassungsauftrag und Verfassungswirklichkeit derzeit deutlich auseinander.

Auf der Veranstaltung am Montagabend in Kempen stellte Gerald Morgner die Gemeinwohlökonomie dar. Er ging folgenden Fragen nach:

Ist die Gemeinwohlökonomie als zukunftsfähiges Wirtschaftsmodell?

Ist unsere Wirtschaft noch zu retten?

Wie sieht ein nachhaltiges Wirtschaftssystem aus?

Und wie können wir wirtschaftliche Entscheidungen systematisch in Einklang bringen mit Grundwerten wie Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Gerechtigkeit oder Menschenwürde?



In diesem interaktiven Vortrag wurde die Gemeinwohlökonomie nicht nur als theoretisches Modell für eine Nachhaltige Zukunft vorgestellt, sondern auch anhand praktischer Beispiele deren Umsetzung erläutert. Im Mittelpunkt wird hierbei die ganzheitliche Gemeinwohl-Bilanz stehen, anhand derer Unternehmen ihre wirtschaftliche Tätigkeit darlegen. Nachhaltiges Wirtschaften wird somit bewertbar und kann entsprechend gefördert werden. Hierdurch bringt die Gemeinwohlökonomie Umwelt und das Wohl der Gemeinschaft in Einklang.

Gemeinwohl muss auch stärker Eingang ins Verwaltungshandeln finden.

Daseinsvorsorge ist Teil der Gemeinwohltätigkeiten der Kommunal- und Landesverwaltung. Daraus resultierend spielen die Kommunen eine Schlüsselrolle, die eine enorme Breitenwirkung erzielen und so Multiplikatoren der GWÖ sein können, denn auch Kommunen können eine Gemeinwohlbilanz erstellen. Insbesondere im Rahmen ihrer Wirtschaftsförderung stehen dem Land und den Kommunen zahlreiche Möglichkeiten zur Verankerung der GWÖ zur Verfügung, z.B. die Bekanntmachung der GWÖ in den lokalen Medien, Veranstaltungen mit GWÖ-Pionieren aus der Unternehmerschaft etc.



Das Vergaberecht bietet gemeinwohlorientierten Handlungsspielraum.

Hieraus leiten sich Anforderungen an die lokale Wirtschaftspolitik ab: Öffentliche Unternehmen und Einrichtungen sollen, als ökologisch-soziale Ergänzung zur Finanzbilanz, eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und damit aktiv ihren Beitrag zum Gemeinwohl darstellen.

Für die Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz von privaten Unternehmen sollen Maßnahmen der Wirtschaftsförderung systematisch an das Ergebnis einer Gemeinwohl-Bilanz geknüpft werden.

Die in Folge beschriebenen Maßnahmen gelten für Unternehmen, die durch die Kommunen gefördert werden können. Förder- und Konjunkturmaßnahmen wie Förderdarlehen, Gründungszuschüsse, Bürgschaften, Neuansiedlung von Unternehmen, Baugenehmigungen, (digitale) Infrastrukturförderung, sollen im Sinne des Gemeinwohls in Abhängigkeit vom (positiven) Gemeinwohl-Bilanz-Ergebnis vergeben werden.

Einkauf und Auftragsvergabe sollen unter Einbeziehung ökologischer und sozialer Kriterien erfolgen. Eine positiv auditierte Gemeinwohl-Bilanz wird als ein Kriterium bei der Vergabe herangezogen.

Investitionsentscheidungen müssen entsprechend ihrer ökologischen und sozialen Auswirkungen bewertet und getroffen werden.

Gerade die aktuellen Katastrophen zeigen, dass widerstandsfähige Liefer- und Wertschöpfungskette in den Regionen sehr wichtig sind. Regionale Produktion und Wirtschaftskreisläufe sind daher zu bevorzugen. Internationalität und lokales Wirtschaftshandeln müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Kreislaufwirtschaft heißt von der Natur zu lernen. Alles wird in der Natur wiederverwertet. Über verschiedene Phasen und Zwischenprodukte wird dies immer wieder verwendet und dient damit anderen zum Leben. Deshalb sind Produkte immer wieder zu reparieren und umzunutzen.

Die Natur produziert keine Müllberge. Sie ist ein geschlossenes Kreislaufsystem. Dies muss in allen Bereichen unseres Handelns adaptiert werden. Das ist dadurch zu erreichen, dass bereits bei der Förderung von Rohstoffen und deren Verwendung die Rückführung in einen verwendbaren „Rohstoff“ gewährt und bereits bezahlt werden muss. Dadurch führt das Recycling zu einem Upgrading. Eine krisenfestere Wirtschaft ist ein positives Ergebnis.







Zur Person des Referenten:

Gerald Morgner begann seine Karriere neben seinem Studium der Rechtswissenschaften im APDC (Application Development Center) bei IBM. 1993 gründete er ein kleines Beratungs- und Implementierungssoftwarehaus, welches sich mit betriebswirtschaftlicher Software beschäftigt. Anschließend wechselte er in das Top-Management mehrerer international agierenden und börsennotierten SCM (Supply-Chain-Management) Softwarehäuser, bis er 2008 -2012 die Mitverantwortung für ein kleines Produktionsunternehmen übernahm. Danach ging er wieder zurück in sein ursprünglich gegründetes Unternehmen.

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich Gerald Morgner mit alternativen Wirtschaftssystemen. Durch seine beruflichen Erfahrungen ist Gerald Morgner überzeugt, dass der Mensch in den Mittelpunkt des Wirtschaftens gehört. Vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren nur wenige, für Schäden kommt die Gesellschaft auf.

Dieses und vieles mehr veranlasste ihn sich selbst vom Unternehmer zum zertifizierten Gemeinwohl-(GWÖ)-Referenten und Berater zu transformieren undversucht so ein anderes Bild vom Wirtschaften zu vermitteln, als sich der Lehre der Allmacht des Kapitalismus hinzugeben.

Mitglied bei der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) seit 2019 und in diversen GWÖ Arbeitsgruppen tätig. Ebenso durch sein politisches Engagement versucht er die Grundwerte der GWÖ politisch und gesellschaftlich zu etablieren.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) wurde 1982 als Bundespartei gegründet. Die ÖDP hat derzeit bundesweit über8000 Mitglieder und über 520 Mandatsträger auf der Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene, ist in Bezirkstagen vertreten, stellt 18 Bürgermeister und stellv. Landräte und ist seit 2014 auch im Europäischen Parlament vertreten.

Damit zähle die ÖDP zu den zehn größten Parteien Deutschlands.

Die Region Düsseldorf und Niederrhein der ÖDP umfasst die Städte Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, den Rhein-Kreis Neuss sowie die Kreise Viersen, Wesel und Kleve.

Wer wir sind ...
In der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) arbeiten Menschen, die gemeinwohlorientiert denken und handeln. Der oberste Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an alle Menschen auf unserer Erde und an die zukünftigen Generationen. Wir entwickeln zukunftsfähige Lösungen für Mensch, Tier und Umwelt mit dem Ziel einer lebenswerten, gerechten und friedvollen Gesellschaft. Der Grundsatz „Mensch vor Profit“ steht im Mittelpunkt unserer Politik. Wir lösen die Umwelt- und die Armutsfrage gemeinsam, indem wir ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge ehrlich und weitsichtig betrachten.



Leseranfragen:

Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP),
Kreisverband Region Düsseldorf und Niederrhein

Weberstraße 32 a
40215 Düsseldorf

Telefon 0251 / 760 267 45



PresseKontakt / Agentur:

Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP),
Kreisverband Region Düsseldorf und Niederrhein

Weberstraße 32 a
40215 Düsseldorf


ÖDP-Landesverband NRW
-Landesgeschäftsstelle-

Weseler Str. 19 - 21
48151 Münster


Telefon 0251 / 760 267 45
E-mail: presse.oedp(at)duesseldorfer.de
presse(at)oedp-nrw.de
Internet: www.oedp-nrw.de
V.i.S.d.P.; dr.herbert.einsiedler(at)oedp.de



drucken  als PDF  Aufstieg aus der Blechliga - So hat unsere Autoindustrie eine Zukunft Fit für den Krypto-Handel - mit WH SelfInvest
Bereitgestellt von Benutzer: OEDP-NRW
Datum: 25.08.2021 - 12:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1921715
Anzahl Zeichen: 6184

Kontakt-Informationen:

Kategorie:

Wirtschaft (allg.)


Meldungsart: Unternehmensinfos
Versandart: Veröffentlichung

Diese Pressemitteilung wurde bisher 1186 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wirtschaft muss den Menschen dienen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

OEDP-NRW (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Resttagebaue Hambach und Garzweiler: Schöne neue Region? ...
(Düsseldorf) - Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) NRW zeigt sich besorgt über die geplante Flutung der Resttagebaue Hambach und Garzweiler mit Rheinwasser. Nach derzeitigen Planungen sollen die gigantischen Tagebaulöcher über Jahrzehnte hinweg mit Wasser aus dem Rhein sowie ansteigendem

Tierschutz im Landwirtschaftsministerium „mangelhaft" ...
(Würzburg/Berlin) - „Jedes Tier hat als Individuum das Recht auf Schmerz- und Leidensfreiheit", fordern die Tierschutzexpertinnen und -experten der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei). Sie kritisieren damit einen aktuellen Referentenentwurf aus dem Bundeslandwi

ÖDP startet Kampagne für strengere Tierschutzvorschriften für Hunde und Katzen und sucht Verbündete ...
(Würzburg/Brüssel/Berlin) - Heutzutage soll alles „immer schnell gehen" – offenbar gilt die Losung nicht in der Politik, wenn es um die Unversehrtheit oder den Verzicht aufs Quälen von Tieren geht. Dann tickt die Uhr anders. „Das darf nicht sein", ist sich der Bundesvorstand der Ã


Weitere Mitteilungen von OEDP-NRW


Aufstieg aus der Blechliga - So hat unsere Autoindustrie eine Zukunft ...
Die deutsche Autoindustrie hat lange geschlafen. Einige konnten es nicht sehen. Etliche wollten nicht und entwickelten den noch besseren Verbrennungsmotor, während sich das Auto andernorts längst in ein Device verwandelte, das elektrisch, vernetzt und autonom durch smarte Städte steuert. Hat die

Quantum eMotion tritt internationalem Konsortium für Quanten-Ökosystem bei ...
Quantum eMotion Corp. (TSXV: QNC; FRA: 34Q0) ist der Einladung der internationalen Quantum Alliance Initiative (QAI) des Hudson Institute gefolgt und ist nun Mitglied eines internationalen Konsortiums von Unternehmen, Institutionen und Universitäten, dessen Aufgabe es ist, das Bewusstsein zu schär

Handelsblatt Auszeichnung 2021 für Auvesta: "Bester Anbieter von Goldsparplänen", sagen Kunden ...
Die Auvesta Edelmetalle AG, kurz "Auvesta", als führender deutscher Edelmetallanbieter erzielte im Zuge einer groß angelegten Umfrage durch die renommierte Tageszeitung Handelsblatt in der Kategorie "Deutschlands Beste Anbieter von Goldsparplänen 2021" den ersten Platz. Am

Wirkungsvolles Joint Venture: Aus Eventpanther und GH Prosound wird WIRKUNG.live ...
Anderthalb Jahre Pandemie stellen die Eventbranche vor enorme Herausforderungen. Die Eventagentur Eventpanther und der Veranstaltungstechniker GH Prosound packen sie nun gemeinsam an: Die beiden Firmen gründen ein Joint Venture und vereinen sich zu einem neuen Full-Service-Anbieter für Veranstaltu


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z