Fall Ischgl: Verbraucherschutzverein sieht "Multi-Organversagen der Behörden"
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Vor dem ersten Prozess um massenhafte Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl hat der Vertreter der Kläger die Verantwortung des Staates betont.
Der österreichische Verbraucherschutzverein in Wien vertritt mehrere Hinterbliebene der Corona-Opfer. Der Vorsitzende des Vereins, Peter Kolba, sprach im Inforadio vom rbb am Freitag mit Blick auf den Ausbruch im Frühjahr 2020 von einem "Multi-Organversagen der Behörden".
"Das beginnt auf der Gemeindeebene, setzt sich über Bezirk, Land bis zum Bund fort. Der zentrale Vorwurf ist: Man hat zu spät gewarnt. Man hat zu spät beispielsweise Après-Ski-Lokale geschlossen. Und man hat überhaupt um eine Woche zu spät das ganze Skigebiet geschlossen. Hätte man eine Woche früher die Wintersaison heruntergefahren, hätten sich tausende Menschen in Ischgl jedenfalls nicht mit Covid infiziert und hätten es auch nicht nach Europa tragen können."
Das Interview zum Nachhören: https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/202109/17/612319.html
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Datum: 17.09.2021 - 08:46 Uhr
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