Energieeffiziente Fenster: Damit die Wärme drinnen bleibt
Die steigende Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden hat in den vergangenen Jahren die technischen Entwicklungen für Fassaden und Fenster stark beeinflusst und zu innovativen Lösungen geführt. Ein Beispiel: die Warm-Edge Technologie für Fenster. In Kombination mit dem richtigen Dichtstoff entstehen hierdurch umweltfreundlichere Gebäude mit einem geringeren CO2-Fußabdruck.
Foto: MichaelGaida auf Pixabay(firmenpresse) - Gebäude sind – vom Bau bis zum Betrieb – für ungefähr 40 Prozent des Energieverbrauchs und 36 Prozent der CO2-Emissionen in Europa verantwortlich.* Besonders im Fokus stehen dabei Fenster. Schlecht gedämmt können durch sie bei einem durchschnittlichen Haus bis zu 30 Prozent der Wärme verloren gehen.** Eine Technologie zur Verbesserung der thermischen Gebäudeeffizienz, die heute immer häufiger zum Einsatz kommt, ist die Warm-Edge-Technologie. Der Begriff Warm-Edge bedeutet wortwörtlich „Warme Kante“ – und um genau diesen Abschnitt des Fensters geht es dabei. Denn 80 Prozent des Energieverlusts durch Fenster entstehen an seinem Rand.
Energie sparen durch Warm-Edge Technologie
Bei der Herstellung von Isolierglaseinheiten werden zwei oder mehr Glasscheiben über Abstandshalter hermetisch, also luftdicht, miteinander verschlossen. Üblicherweise bestehen die Abstandhalter aus Aluminium. Das Problem: Das hochleitfähige Material ermöglicht den Wärmeübergang zwischen den Scheiben und die Kondensation an den Fensterkanten – Kälte und Feuchtigkeit können eindringen. Mit der Warm-Edge Technologie lässt sich dieses Problem umgehen und Energie sparen. Wesentlicher Bestandteil dabei sind Dichtstoffe. Der Begriff „Warm-Edge“ bezieht sich nämlich auf den Abstandhalter aus einem Material, das weniger Wärme leitet als herkömmliche Abstandhalter am Glasrand. Ein solch niedrig leitfähiges Material ist Butylkautschuk. Zwischen den Glasscheiben bildet dieser selbst das gesamte Abstandhaltersystem und dichtet es zuverlässig ab. In Kombination mit dem Edelgas Argon als Füllgas zwischen den beiden Glasscheiben kann eine noch bessere Energieeffizienz erzeugt werden. Das Gas ist „inert“, also leitet nicht, und weist damit bessere Dämmeigenschaften auf als herkömmliche Luftfüllungen.
So ermöglichen moderne Fenstertechniken wie die Warm-Edge Technologie emissionsfreundliche Neubauten mit großen energieeffizienten Fensterflächen.
Quellen:
* Europäische Kommission: https://ec.europa.eu/energy/topics/energy-efficiency/energy-efficient-buildings/energy-performance-buildings-directive_en
** FEICA Good Practices: Insulating glass sealant technology, März 2018.
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Datum: 12.10.2021 - 14:55 Uhr
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