Wohnen 6.0: Impuls zur Demokratisierung des Wohnens im Alter / Kuratorium Deutsche Altershilfe will gesamtgesellschaftliche Diskussion anstoßen
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Mit der Vorstellung des Beitrags "Wohnen 6.0 - mehr Demokratie in der (institutionellen) Langzeitpflege" will das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) eine Diskussion um das Leben und Wohnen im Alter(n) anregen.
Es geht um das Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe in allen Lebensphasen. Hierzu gehört es nicht nur, inklusive Strukturen zu schaffen, sondern auch Menschen in allen Lebenslagen Mitentscheidung zu ermöglichen. "Um dies zu gewährleisten, fordern wir eine ´Demokratisierung des Alter(n)s`und starten eine Initiative für mehr Demokratie in der Altenhilfe", erklärt KDA-Vorsitzender Helmut Kneppe. Das KDA will mit der Initiative "Leben im Alter(n) 6.0" diesen Diskurs anstoßen und die Rolle, Integration und Akzeptanz alternder Menschen in und für unsere Gesellschaft weiterentwickeln.
Als ersten Impuls stellt das KDA eine Veröffentlichung zum Wohnen vor: "Wohnen 6.0 - mehr Demokratie in der (institutionellen) Langzeitpflege". In diesem Beitrag wird aufgezeigt, dass mehr demokratische Beteiligung auch für die Sorge hoch vulnerabler Menschen gelten kann. "Wollen wir den Funktionsstörungen in der Sorge begegnen, müssen wir die Beteiligten mehr fragen, wie der Weg zukünftig sein soll", erläutert Ursula Kremer-Preiß, Fachbereichsleiterin für Wohnen und Quartiersgestaltung sowie Autorin des Beitrags. Erst durch Mitbestimmung werde wirkliche Teilhabe möglich. Der Beitrag "Wohnen 6.0" versteht sich als "Think and to do Tank" für mehr Eigenverantwortung und mehr Mitentscheidung der Umsorgten und der Sorgenden in Pflegewohnsettings. Es wird im Buch u.a. aufgezeigt, wie Sorgeparlamente in Wohnsettings arbeiten, und welche Chancen eine Demokratisierung der Arbeitsstrukturen bietet, um dem Pflexit zu begegnen.
Wohnen 6.0 bewegt sich in der KDA-Tradition, die Heimversorgung bedarfsgerecht weiterzudenken. Das hier zur Diskussion gestellte Leitbild Wohnen 6.0 ist jedoch keine 6. Heimgeneration. "Eine konsequente Demokratisierung stellt den Sorgenden Gemeinschaften anheim, selbst zu entscheiden, wie professionell oder selbstorganisiert sie ihr Pflegewohnsetting organisieren wollen. Es geht darum, sektorenübergreifend Pflegewohnangebote so weiterzuentwickeln, dass sie den Bedarfen der Langzeitpflegebedürftigen und der Mitarbeitenden entsprechen", meint Ursula Kremer-Preiß.
Helmut Kneppe erinnert an Willy Brandts Mahnung "Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit". Es müsse Aufgabe der Gesellschaft sein, den Verhinderungsstrukturen von Entscheidungsteilhabe bei Pflegebedarf etwas entgegenzusetzen. Wohnen 6.0 will dazu einen Beitrag leisten.
Das Buch als PDF: KDA_Wohnen_6.0
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Kuratorium Deutsche Altershilfe
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Datum: 01.12.2021 - 09:50 Uhr
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