"Staat darf Probleme nicht noch verschärfen - mittelständische Industrie und Investitionen in

"Staat darf Probleme nicht noch verschärfen - mittelständische Industrie und Investitionen in Deutschland sind infrage gestellt"

ID: 1945699

Fünf Zuliefererverbände richten Appell an alle neuen Bundestagsabgeordneten



Fünf Zuliefererverbände appellieren an alle neuen Bundestagsabgeordneten (Foto GF Bernhard Jakobs)Fünf Zuliefererverbände appellieren an alle neuen Bundestagsabgeordneten (Foto GF Bernhard Jakobs)

(firmenpresse) - HAGEN - 02. Dez. 2021. "Die mittelständische Industrie als Innovationsmotor am Standort Deutschland, ihre Arbeitsplätze und der Wohlstand sind infrage gestellt. Der Staat darf die existenzgefährdenden Probleme nicht noch verschärfen, sondern muss Raum für unternehmerisches Handeln geben." Diesen Appell haben fünf Industrieverbände gerade an alle Abgeordneten des neuen Bundestags geschickt. Unterzeichner sind der Industrieverband Blechumformung (IBU), der Industrieverband Massivumformung (IMU), die Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK), der Deutsche Schraubenverband (DSV) und der Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI). "Die politischen Vertreter müssen die Probleme unserer Industrien kennen und sollen diese in die politische Abwägung einbringen", unterstreichen die Organisationen und fordern ein gemeinsames Schultern aktueller Mehrbelastungen entlang der Lieferkette.



Steigende Kosten in der Lieferkette weitergeben

Die gefährliche Kombination aus gestiegenen Materialpreisen und mangel, Produktionseinschränkungen, wachsenden Energiekosten, Steuerbelastungen und Klimaanforderungen bringt Automobilzulieferer - und zunehmend weitere Branchen - ins Straucheln. "Betroffene müssen steigende Kosten in der Lieferkette geltend machen können", betont IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. Auch die monatelange Vorfinanzierung von verteuertem Vormaterial bis zur nächsten Preisverhandlungsrunde sei kaum mehr leistbar. Steigende Stahlpreise treffen den Zulieferer aufgrund seines höheren Bedarfs viel stärker als Automobilhersteller und Systemlieferanten. Ein Anstieg um 50 Prozent führt bei Zulieferern zu 20 Prozent Mehrkosten, während es beim Hersteller nur zwei bis fünf Prozent sind. Hinzu kommt die niedrigere Gewinnmarge von etwa zwei bis drei Prozent bei Zulieferunternehmen - beim OEMs liegt sie bei rund 20 Prozent.



Materialimporte erleichtern

Wichtig für Stahlverarbeiter ist auch, dass die Politik Stahlimporte aus Drittländern wieder erleichtert und Einfuhreinschränkungen abbaut - Stichwort Safeguards. Das ermöglicht wieder einen Wettbewerb und verbessert die Versorgungslage.





Energie- und Steuerkosten deckeln

Mit Blick auf extreme Energie- und Logistikkosten fordern die Verbände staatliche Unterstützung. DSV-Geschäftsführer Hans Führlbeck: "Es ist überlebenswichtig, dass die Politik Energiekosten deckelt und Steuern reduziert. Alles andere führt zu wettbewerblichen Verzerrungen innerhalb der EU." Das fördere Investitionsentscheidungen Richtung Ausland und gefährde den Standort Deutschland. "Verlierer wären die Belegschaften", unterstreicht Werner Liebmann vom FMI.



Klimapolitik mittelstandsfreundlich gestalten

Klimavorschriften sollen mittelstandsfreundlicher werden. Die Fachverbände wünschen eine technikoffene Förderung von klimabezogenen Maßnahmen und ein Ende der einseitigen Diskussion über CO2-Verursacher: "Sie reduziert sich auf Verbrenner- bzw. Elektroantriebe und lässt andere CO2-Emittenten außen vor", so IMU-Geschäftsführer Tobias Hain. Ein vorausschauender Blick auf die Konsequenzen ist auch bei den Green Deals und Klimazöllen gefragt: "Die Verantwortlichen müssen die gesamte Wertschöpfungskette - einschließlich der Stahlverarbeiter - berücksichtigen", erklärt Martin Kunkel von der FVK.



Appell an 736 Bundestagsabgeordnete - Verbände gesprächsbereit

Der Appell ging schriftlich an alle derzeit 736 Mitglieder des neuen Bundestags. "Wir stehen jederzeit in Berlin oder vor Ort in den Wahlkreisen zum Gespräch zur Verfügung", unterstreichen die Branchenvertreter. Im neuen Koalitionsvertrag der Ampel steht der Satz "Unsere Wirtschaftspolitik setzt auf zukunftsorientierte Rahmenbedingungen für einen wettbewerbsfähigen Mittelstand" - dieses Versprechen gilt es nun einzulösen.

Text 3.711 Z. inkl. Leerz.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen der Branche betrug im Jahr 2019 rund 20,49 Milliarden Euro. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.

Fotos: Industrieverband Blechumformung (IBU) - Abdruck honorarfrei - bitte nur mit Quellenangabe



PresseKontakt / Agentur:

mali pr
Eva Machill-Linnenberg
Schlackenmühle 18
58135 Hagen
ibu(at)mali-pr.de
02331 - 46 30 78
http://www.industrieverband-blechumformung.de



drucken  als PDF  Industrieller Mittelstand - nur ein Randthema? Digitalisierung in der Anlagenplanung nimmt an Fahrt auf
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 02.12.2021 - 16:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1945699
Anzahl Zeichen: 4136

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: - -
Stadt:

Hagen


Telefon: 02331 - 95 88 56

Kategorie:

Maschinenbau



Diese Pressemitteilung wurde bisher 433 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Staat darf Probleme nicht noch verschärfen - mittelständische Industrie und Investitionen in Deutschland sind infrage gestellt""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Industrieverband Blechumformung (IBU) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Konjunkturbericht der Blechumformer: Fakten alarmieren ...
HAGEN - 17. Juni 2025. Teile aus der Blechumformung stecken fast überall - jetzt legt diese Schlüsselbranche ihren jüngsten Konjunkturbericht vor. Die über 540 Hersteller von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen etc. sehen reichlich Schatten, aber auch ein wenig Licht: Ihre Geschäftserwartu

Lichtblicke in schwierigen Zeiten: "Zusammenarbeit ist von höchstem Nutzen" ...
HAGEN - 08. April 2025. Leipzig war im März für zwei Tage Dreh- und Angelpunkt der deutschen Blechumformer. Rund 100 Branchenvertreter reisten zu den IBU-Mitgliedertagen nach Sachsen. Ihnen allen brennt die Frage auf den Nägeln: "Wie kommen wir wieder nach vorn, wie machen wir unsere Unterne

Umfrage: Mitglieder geben dem IBU Bestnoten ...
HAGEN -13. Juni 2023. Die Mitglieder des Industrieverbandes Blechumformung bewerten den Verband mit der Note 1,3. "Das ist ein Topergebnis - eines der besten, das wir bisher hatten", so die Beratungsgruppe für Verbandsmanagement (B"VM), die die Befragung durchgeführt hat. Der Zufrie


Weitere Mitteilungen von Industrieverband Blechumformung (IBU)


Industrieller Mittelstand - nur ein Randthema? ...
Düsseldorf/Hagen, 30. Nov. 2021. "Der Koalitionsvertrag enttäuscht etwas - es gibt gute Ansätze, aber die Mittelstandspolitik ist nur ein Randthema", bedauert Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Der Verband vermisst zu

Flexibel und Arbeitsplatztauglich: ...
Arbeitsbereiche sollten gut ausgeleuchtet sein. Vor allem bei der Qualitätskontrolle und in Fertigungsbereichen von Maschinen ist es nicht ratsam auf hochwertige Beleuchtung zu verzichten. Moderne LED-Leuchten sorgen in diesen Fällen für effizientes und starkes Licht. Dabei hat sich die CENALED S

"Die Tschechische Münze" optimiert Qualität und Durchlauf mit Fräs- und Graviermaschine von LANG ...
Hüttenberg, 1. Dezember 2021 - Ein Metallstück mit hohem Druck zwischen zwei Stempeln gepresst - und fertig ist die Münze. So einfach ist das nicht, denn bei der Münzprägung ist Präzision trotz schneller Durchlaufzeiten die oberste Prämisse. Daher hat sich der tschechische Hersteller "?e

Neue Möglichkeiten mit Tigertec® Gold ...
Tübingen, 30. November 2021 - Nach der Einführung der PVD-Sorte WKP45G für die Fräserfamilien Walter Xtratec® XT, Walter BLAXX und M4000 stellt Walter neue Tigertec® Gold Wendeschneidplatten im Fräsen vor. Die erfolgreiche Sorte ist nun auch für Xtratec® Eck- und Igel-Fräser, Scheibenfräs


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z