Banken finanzieren Tierleid
ID: 1946349
Ein neuer Bericht vergleicht Konzernrichtlinien von 69 Banken weltweit
Ein neuer Bericht, der heute von der Tierschutz-NGO Sinergia Animal (https://www.sinergiaanimalinternational.org/) und der Kampagnenagentur Shifting Values (https://shiftingvalues.com/) veröffentlicht wurde, vergleicht Banken weltweit und zeigt, dass fast die Hälfte der evaluierten Institute keinerlei Unternehmensleitlinien hat, um bei der Kredit- und Kapitalvergabe die schlimmsten Formen von Tierquälerei zu vermeiden. Der Bericht, der zeitgleich mit der interaktiven Plattform banksforanimals.org präsentiert wurde, bewertet die Konzernrichtlinien (Policies) von 69 Banken aus 19 Ländern auf fünf Kontinenten.
Neunzig Prozent dieser Banken erreichten nicht einmal die Hälfte der möglichen Punktezahl, die sich aus 21 Kriterien zusammensetzt, darunter Eingriffe an Tieren, Käfighaltung, Tierversuche und Wildtierhandel. Fast die Hälfte der Institute bekam keinen einzigen Punkt!
"Wir fordern die Banken dringend auf, sich stärkere Richtlinien zu geben, um die schlimmsten Praktiken an Tieren zu vermeiden. Das ist für die Tiere von eminenter Bedeutung, aber auch Risikominimierung für die Banken", erklärt Merel van der Mark, Expertin für Tierschutz und Finanzen bei Sinergia Animal, einer internationalen Tierschutz-NGO, die in Ländern des Globalen Südens aktiv ist. Sie hält fest, dass es ein erhebliches Reputationsrisiko sein kann, mit der Finanzierung von Tierfabriken in Verbindung gebracht zu werden.
Die beurteilten Banken aus den Ländern mit Büros von Sinergia Animal haben durchwegs sehr schlecht abgeschnitten - zwischen 0% in Thailand und 4,3% der möglichen Punktezahl im Durchschnitt in Brasilien.
Bei den Banken mit Sitz in Europa zeigte sich das gesamte Spektrum von Licht und Schatten. Einerseits sind es zwei niederländische Banken - Triodos und de Volksbank -, die mit 95% bzw. 93% der Punkte das Ranking anführen. Unter den Top 6 finden sich weitere drei niederländische Banken, wenn auch mit weit geringerer Punktezahl. Andererseits erreichte ein Großteil der europäischen Institute keinen einzigen Punkt, darunter Credit Suisse und UBS aus der Schweiz, die Deutsche Bank sowie Crédit Agricole (FR), Santander (ES) und Société Générale (FR).
"Die Banken verwenden unser Geld für Investitionen und es ist äußerst besorgniserregend, dass sie einen solchen Mangel an Tierschutz-Leitlinien haben. Hier gibt es viel Verbesserungspotential. In ihren Richtlinien im Umweltbereich sind die Banken schon deutlich weiter. Wir hoffen, dass dieser Bericht sie ermutigen wird, auch für das Wohl der Tiere Fortschritte zu machen", betont Merel van der Mark.
Die Website banksforanimals.org enthält ein stets aktuelles Ranking und verknüpft die Social-Media-Accounts der Banken, sodass Interessierte diese Institute anschreiben können, um eine Verbesserung ihrer Politik zu verlangen - oder jenen zu gratulieren, die sich bereits gute Standards gegeben haben.
Pressekontakt:
Clemens Purtscher, Shifting Values
c.purtscher@shiftingvalues.com
M. +4367761220082
Original-Content von: Shifting Values e.U., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.12.2021 - 14:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1946349
Anzahl Zeichen: 3326
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Wien
Kategorie:
Banken
Diese Pressemitteilung wurde bisher 333 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Banken finanzieren Tierleid"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Shifting Values e.U. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Shifting Values e.U.
Studie: Drei von vier Banken trotz Corona guter Dinge / "Branchenkompass Banking" veröffentlicht / Banking of Things: Die Kunden der Zukunft sind Geräte ...
Im Bankensektor in Deutschland herrscht Zuversicht. 40 Prozent der Banken erwarten, dass sich die Branche bis 2023 besser als die deutsche Gesamtwirtschaft entwickeln wird. 37 Prozent rechnen mit einem Wachstum im Gleichschritt mit der Wirtschaft. Viele Institute gehen davon aus, dass die Konjunkt
Inflation in Deutschland bei 6 % - wer kontrolliert die EZB? (FOTO) ...
Im November lag die Inflation laut Zahlen der EU-Statistikbehörde eurostat im Euroraum bei 4,9 %, in Deutschland sogar bei 6,0 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) betont, dass es sich dabei um vorübergehende Effekte handele, und spricht insbesondere vom "Basiseffekt". Gemeint ist,
Matrixport ermöglicht intelligenteren Bitcoin-Handel zu günstigen Kursen mit dem branchenweit ersten "Buy-Below-Market"- und "Sell-Above-Market"-Angebot ...
Matrixport, Asiens am schnellsten wachsende Finanzdienstleistungsplattform für digitale Vermögenswerte, hat die Einführung seiner Erstanbieter-Angebote "Buy Below Market" (BBM) und "Sell-Above Market" (SAM ) angekündigt. Mit BBM und SAM haben die Nutzer die Möglichkeit, B
IFF 2021: Weltwirtschaft wächst 2021 um 5,9 % dank fiskalischer Anreize und geldpolitischer Lockerung inmitten der Pandemie ...
Das Internationale Finanzforum (http://www.iff.org.cn/php/list.php?tid=240) (IFF) hat heute seinen ersten "IFF Global Finance and Development Report" veröffentlicht, der darauf abzielt, die globalen Wirtschaftsaussichten, Risiken und politischen Prioritäten zu analysieren, zu skizziere




