Zum Tag der Menschenrechte / Zonta fordert Umdenken in der Gesellschaft (FOTO)
ID: 1946506

(ots) -
Es passiert jeden Tag in Deutschland. Den Zahlen der aktuellen Statistik des Bundeskriminalamtes zufolge üben pro Stunde mehr als 13 Männer Gewalt gegen ihre Ehe- oder Lebenspartnerin aus. Und das sind "nur" die zur Strafanzeige gebrachten Körperverletzungen, Tötungsversuche und Tötungen. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte fordert die Union deutscher Zonta Clubs zum Ende der diesjährigen Zonta Says NO-Aktionen im Rahmen der UN-Kampagne "Orange the World" ein Umdenken in der Gesellschaft.
"Jahr für Jahr bestürzen uns die Zahlen der Kriminalstatistik aufs Neue. Das Nichthandeln muss ein Ende haben. Häusliche Gewalt ist weder eine Sensation noch eine Privatangelegenheit. Sie ist oft die Folge narzisstischer Männerphantasien und der Haltung unserer Gesellschaft ihnen gegenüber. Hier müssen wir gemeinsam ein neues Bewusstsein schaffen", sagt die amtierende Präsidentin der Union deutscher Zonta Clubs Doris Brummer.
Zonta drängt auf rasche Umsetzung der Koalitionsvereinbarung
Große Hoffnungen setzt Zonta dabei auch in die zügige Umsetzung der im neuen Koalitionsvertrag angekündigten ressortübergreifenden Strategie zur vorbehaltlosen Umsetzung der Istanbul Konvention. Zu den vereinbarten Maßnahmen zählt neben der Einrichtung einer staatlichen Koordinierungsstelle auch der Ausbau der präventiven (Täter-)Arbeit. Rund 8.000 Unterschriften konnten die Zonta-Mitglieder für ihre Anfang November gestartete Petition "NEIN zu Gewalt gegen Frauen. JA zu einer bundesweiten staatlichen Koordinierungsstelle" sammeln, um diesem auch im Alternativbericht des Bündnisses Istanbul Konvention (https://t1p.de/BIKAlternativbericht2021) formulierten zentralen Anliegen Nachdruck zu verleihen. Die Petition soll weiterhin gezeichnet werden: "Wir dürfen nicht locker lassen bis die neue Bundesregierung die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt hat", betont Doris Brummer.
Machtstrukturen fördern weltweit Gewalt an Frauen
Mit Hunderten von orange angeleuchteten Gebäuden und Wahrzeichen und zahlreichen Aktionen in Städten und Kommunen setzten Zonta-Clubs und ihre Kooperationspartner in diesem Jahr zudem erneut weithin sichtbare Zeichen gegen geschlechterspezifische Gewalt. Die "Orange The World"-Aktionen sind Teil der weltweiten Kampagne Zonta Says NO, mit der sich die Nichtregierungs-organisation Zonta International seit 2012 an der "UNiTE to End Violence against Women" Kampagne des Generalsekretärs der Vereinten Nationen beteiligt. "Wir beobachten weltweit eine Zunahme an Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Das Spektrum dieser Menschenrechtsverletzung reicht von sexualisierender Verbalgewalt über Partnerschaftsgewalt und Genitalverstümmelung bis hin zu organisiertem Menschenhandel, Zwangsprostitution, Kinder- und Zwangsehe. Zonta setzt sich seit vielen Jahren auf allen politischen Ebenen für die Beseitigung dieser Gewalt ein. Bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen geht es um patriarchalische Machtstrukturen, die sich gemeinsam nur dadurch auflösen lassen, dass wir zuerst vor der eigenen Haustür anfangen zu kehren", sagt Susanne von Bassewitz, Past President von Zonta International und Koordinatorin von Zonta Says NO in Deutschland.
Weiterführende Informationen für Ihre Recherche
Hier geht es zum Pressedossier: https://t1p.de/UdZCPressedossier2021
Pressekontakt:
Karin Lange
Ansprechpartnerin Presse der Union deutscher Zonta Clubs
+49 (0) 175 2604260
E-Mail: presse@zonta-union.de
www.zonta-union.de
Original-Content von: Union deutscher Zonta Clubs, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.12.2021 - 09:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1946506
Anzahl Zeichen: 3758
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Menschenrechte
Diese Pressemitteilung wurde bisher 268 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zum Tag der Menschenrechte / Zonta fordert Umdenken in der Gesellschaft (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Union deutscher Zonta Clubs (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Deutschland verfehlt weiter seine eigenen Ziele beim Schutz von Frauen vor Gewalt. Das zeigt der aktuelle Staatenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, den die Bundesregierung der Expertengruppe des Europarats GREVIO im Oktober 2025 vorgelegt hat. Trotz Gewalthilfegesetz, Beratungsstellen un
Zonta: Partnerschaftsgewalt ist Männerthema / Die Mehrheit der Täter hat als Kind häusliche Gewalt miterlebt (FOTO) ...
Mehr als 5.000 Unterzeichnende fordern in offenem Brief an Bundeskanzler Scholz eine ressortübergreifende Präventionsstrategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Interventionen zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen müssen früh beginnen. Dafür gibt es gute Ansätze, doch es mangelt noch i
Frauen leben in keiner guten Gesellschaft / Zonta macht Druck mit Petition zur Bekämpfung häuslicher Gewalt (FOTO) ...
Am 25. November ab 17:30 Uhr werden bundesweit, sowohl in Berlin als auch in den Landeshauptstädten und zahlreichen Kommunen, erneut hunderte Gebäude und Wahrzeichen in Orange erstrahlen. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen setzen Zonta Clubs in Deutschland und weltweit gemeinsam mit
Weitere Mitteilungen von Union deutscher Zonta Clubs
Internationaler Tag zur Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember / Für mehr als 40 Millionen Menschen ist Sklaverei noch heute bittere Realität ...
Am 2. Dezember erinnern die Vereinten Nationen alljährlich an die offizielle Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1949. Trotz weltweit bestehender Gesetze gegen Ausbeutung leben noch heute schätzungsweise über 40 Millionen Menschen in moderner Sklaverei. Nicht mehr als 80 Euro ist dabei ein Mensch
Bessere Politik durch mehr Beteiligung / Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ...
Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte, Menschen mit Behinderungen stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen. "Politische Entscheidungen führen dann zu guten Lösungen für Menschen mit
Schutz der Religionsfreiheit kaum mehr als ein Lippenbekenntnis / Open Doors: Verschweigen von Christenverfolgung mit tödlichen Folgen (FOTO) ...
Der Schutz der Religionsfreiheit wird immer drastischer geschwächt. Darauf weist das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hin. So wird es unter der neuen Bundesregierung keinen Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit geben. Bislang hatte der CDU-Abgeordnete Markus Grübel das Amt in
"Ein Dilemma, das uns moralisch umtreibt": Bundeswehr-General Jens Arlt schildert im stern den dramatischen Evakuierungseinsatz am Flughafen Kabul ...
Unter Führung von General Jens Arlt, 52, rettete die Bundeswehr im August 2021 in Kabul Tausende Menschen vor den Taliban. Nach Ende des 20-jährigen Kriegseinsatzes am Hindukusch fordert der Fallschirmjäger-Kommandeur "klare politische Vorgaben" bei Auslandseinsätzen der Truppe. &quo




