E steht für: Entspannt einsteigen bei Eis und Schnee
ID: 1949105
Elektro und Hybrid im Winter
„Die Vorteile eines Elektroautos überwiegen – auch im Winter“, sagt Pascal Mast, Director New Technologies and Sustainable Services bei TÜV SÜD, und fügt hinzu: „Effizienz, Emissionen, Nachhaltigkeit – hier ist der Elektroantrieb sowieso unschlagbar. Der Stromantrieb bringt aber weitere Pluspunkte: Sicherheitsrisiken, wie die Minisicht durchs freigekratzte Guckloch, oder Umweltsünden, wie minutenlanges Warmlaufenlassen des Verbrennungsmotors – mit BEV und PHEV kein Thema mehr. Das Auto wird beim Laden am Kabel vor der Abfahrt vorgeheizt.“
Und auch in Sachen Reichweiten von reinen E-Autos gibt der Experte, der sich jahrelang mit Emissionen von Fahrzeugen jeglicher Art auseinandergesetzt hat, Entwarnung: „Zwar sinkt die Reichweite im Winter immer noch, weil Klimaanlage, Sitzheizung, Gebläse und Co. mehr Energie brauchen. Bei aktuellen Modellen mit einer Batteriekapazität von 77 Kilowattstunden fallen diese Verbräuche nur nicht mehr so sehr ins Gewicht. Und: Ein Benziner oder Diesel braucht im Winter ja auch mehr Sprit“, erläutert Mast.
Stichwort Sprit: Beim Hybrid entfällt die Reichweitendebatte – klar. Die Technologie bleibt eine Brücke für solche, die noch nicht ganz auf Strom umsteigen wollen. Die Vorteile gelten hier aber nur, wenn auch maximal elektrisch gefahren wird. Dafür sorgen immer mehr auch die Car-Policies von Firmen und Flottenbetreibern. Und auch der Gesetzgeber schärft ständig nach. So wird ab dem kommenden Jahr der geldwerte Vorteil nur noch bei solchen Hybriddienstfahrzeugen geringer besteuert (0,5 Prozent), die mindestens 60 Kilometer weit rein elektrisch fahren können. Ab 2025 sind es 80 Kilometer.
Einprägen: Batterien verhalten sich bei niedrigen Temperaturen anders. Wer weiß, wie, kann sich darauf einstellen und kommt prima emissionsfrei durch die kalte Jahreszeit. Zum Basiswissen gehört: Batterien haben es gerne warm. Mast: „Sinken die Temperaturen stark, verlieren die Speicher an Dynamik. Das macht sich auch beim Fahren bemerkbar.“ Wer also sein Elektroauto in der Garage parken und laden kann, schont die Batterie. Einfahren: Stichwort Dynamik. Eine kalte Batterie sorgt für eine geringere Beschleunigung. Das kann im Winter jedoch sogar von Vorteil sein, weil wegen des hohen Drehmoments und trotz ESP die Gefahr geringer ist, dass die Reifen durchdrehen. Umgekehrt ist es genauso. Erfahrene Elektrofahrer, die gekonnt das Auto per Rekuperation und ohne Bremspedal vor der Ampel zum Stehen bringen, werden bei Minusgraden eine geringere Bremswirkung bemerken. „Die Rückgewinnung von Verzögerungsenergie ist abgeschwächt, weil in eine kalte Batterie nicht die gesamte Menge zurückgepresst werden kann – das regelt das Batteriemanagement. Das gleiche passiert, wenn man mit vollgeladener Batterie losfährt“, erläutert Mast.
Einlagern: Geringere Dynamik gilt auch beim Laden. Ist der Akku richtig kalt, wird die Stromspeicherung über das Batteriemanagement langsam hochgefahren. Elektrofahrer werden das vor allem an Schnellladestationen mit 100 Kilowatt bemerken. Das verzögerte Laden dauert ein wenig länger. Insgesamt sollte man im Winter die Batterie nicht vollständig laden – das dient der Haltbarkeit. Mast: „Wer seine Batterie kennt und sie richtig einsetzt, sorgt zusätzlich für Nachhaltigkeit und dafür, dass die Batterie bei steigenden Temperaturen wieder genauso dynamisch ist, wie zuvor.“
Einheizen: Den gesamten Innenraum über eine lange Zeit zu beheizen, kostet viel Strom. Die Heizung funktioniert schließlich elektrisch. Sitz- und Lenkradheizung zehren da wesentlich weniger am Akku. Sie halten ausreichend warm und kosten weniger Reichweite. Die goldene Regel heißt: Vorheizen! Am besten über Nacht an der 11-Kilowatt-Wallbox in der Garage und mit 100 Prozent Ökostrom. „So ist man im Winter mit dem Elektroauto bequem, sicher und nachhaltig unterwegs“, sagt Pascal Mast.
Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 25.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuvsud.com/de
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 25.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuvsud.com/de
Datum: 16.12.2021 - 10:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1949105
Anzahl Zeichen: 5166
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Auto & Verkehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 226 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"E steht für: Entspannt einsteigen bei Eis und Schnee"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
TÜV SÜD AG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Aufzugsbranche steht vor einem Umbruch. Die EN 81-20 und EN 81-50 werden durch die ISO 8100-1 und ISO 8100-2 abgelöst, die umfangreicher sind und detailliertere Anforderungen enthalten. Auch gültige Zertifikate nach den alten Normen müssen angepasst und neu ausgestellt werden. TÜV SÜD unter
TÜV SÜD gibt Tipps für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr ...
Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, steigt die Unfallgefahr auf den Straßen. Radfahrer, Fußgänger und auch Haustiere sind in der Dämmerung und Dunkelheit häufig zu spät zu erkennen. Mit der richtigen Beleuchtung und reflektierender Ausstattung lässt sich dieses Risiko
TÜV SÜD gibt Tipps für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr ...
Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, steigt die Unfallgefahr auf den Straßen. Radfahrer, Fußgänger und auch Haustiere sind in der Dämmerung und Dunkelheit häufig zu spät zu erkennen. Mit der richtigen Beleuchtung und reflektierender Ausstattung lässt sich dieses Risiko
Weitere Mitteilungen von TÜV SÜD AG
Die Autokäufer verlieren die Lust auf den Dieselantrieb - aber nicht alle ...
br /> Anteil von Personen mit geplantem Neuwagenkauf vergleichsweise hoch Jeder dritte Neuwagenkäufer in Deutschland erwägt den Kauf eines Elektroautos Unterschiedliche Gründe für die Vorbehalte gegenüber dem Elektroantrieb Nicht nur mehr Elektroautos, auch immer mehr SUV in der Gunst der Ve
GPSoverIP: Landesregierung Hessen erteilt Zuschlag für Mobile Einsatzdatenerfassung im Winterdienst ...
Die GPSoverIP, Hersteller und Anbieter der Telematik-Lösungen GPSauge, gewinnt die EU weite Ausschreibung und erhält den Zuschlag der Landes Regierung Hessen für die Mobile Einsatzdatenerfassung im Straßenbetriebsdienst bei Hessen Mobil für das Dezernat Betrieb und Verkehr Mittelhessen! Hessen
ADAC Spritpreise App und Maps werden eins / Mit der neuen App finden Autofahrer die günstigste Tankstelle und planen jede Route einfach und schnell / ADAC Maps App wird eingestellt (FOTO) ...
Der ADAC vereint seine beliebten Apps "ADAC Spritpreise" und "ADAC Maps" zu einer App. Damit haben Autofahrer alle wichtigen Informationen zu den deutschlandweit aktuellen Spritpreisen, aber auch detaillierte Routenplanung mit Informationen zur Verkehrslage oder Baustellen auf
Prognose für 2022: Ein Verzicht auf das eigene Auto ist nicht in Sicht (FOTO) ...
Die Urbanisierung schreitet voran, die Zahl der erstzugelassenen Autos wächst weiter, von leeren Straßen trotz neu beschlossener Homeoffice-Pflicht keine Spur. Laut einer repräsentativen Studie[1] der Tankstellenkette HEM zum Thema "Mobilitätsvorsätze der Deutschen" werden auch im n




