Eigenstromversorgung entkoppelt vom Energiepreiswahnsinn

Eigenstromversorgung entkoppelt vom Energiepreiswahnsinn

ID: 1950164

Im Vergleich der Strom- und Gaspreise schneidet der Eigenstrom aus der eigenen PV-Anlage besonders gut ab



(PresseBox) - Betrachtet man die Energiepreisentwicklungen bei Strom und Gas, sind zwei Erkenntnisse sonnenklar: wer Strom selbst erzeugt und nutzt, spart langfristig jede Menge Energiekosten ein. Wird zudem der Strom auch für ein effizientes Wärmepumpenheizsystem genutzt, entkoppelt man sich zusätzlich von den zukünftigen Gaspreissteigerungen.

Nutzung von Eigenstrom schafft Unabhängigkeit

Strom bietet die effizientesten Nutzungsmöglichkeiten und wird künftig in vielen Bereichen zu „dem“ sauberen Energieträger. Selbst die Bundesregierung geht im Rahmen ihrer Gesetzgebungsmaßnahmen davon aus, dass der Bedarf an Strom aus erneuerbaren Quellen und dessen Nutzung rapide ansteigen wird. Bezogen auf den Neubau von Gebäuden sieht das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bereits jetzt eine weitreichende Anrechnung von Photovoltaik-Strom vor.

„Für Neubauten von Gebäuden ist der Trend ganz klar,“ meint Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg. „Erneuerbarer Strom wird der zentrale Energieträger für die Gebäudeenergieversorgung sein. Bei der energetischen Bewertung der Wohngebäude in der Planungsphase ist der Primärenergiefaktor für Strom im Vergleich zum Beispiel zu Erdgas oder Holzpellets relevant. Durch den weiter steigenden Anteil erneuerbaren Stroms wird die Bilanzierung immer besser; der Primärenergiefaktor sinkt weiter von 1,8 auf perspektivisch 1,4. Wird der Strom dann überwiegend dezentral erzeugt und genutzt, macht sich dies umso stärker bemerkbar.“

Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen anstreben

Schaut man auf die aktuellen Energiepreisentwicklungen, ist Jede/r gut beraten, sich gedanklich von Öl und Gas zu verabschieden und besser früher als später auf regenerative Stromnutzung umzuschwenken. „Dies gilt sowohl für die Sektoren Wärme- und Warmwasserversorgung, wie auch für den Verkehrssektor. Sie glauben gar nicht, wie sehr ich mich jedes Mal freue, wenn ich die Ladekosten unserer E-Fahrzeuge im Vergleich zu den Benzin- und Dieselkosten sehe.“ berichtet Thomas Bürkle aus der betrieblichen Praxis.



Erfreulicherweise haben die Regierungsfraktionen erkannt, dass auch bei den europaweit zweitteuersten Strompreisen in Deutschland Handlungsbedarf besteht. Neben der angekündigten Absenkung der EEG-Umlage im kommenden Jahr plädieren die E-Handwerke für eine komplette Abschaffung der EEG-Umlage. „Warum sollen wir mehr Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen fordern und uns alle dann mit höheren Preisen beim Strom bestrafen. Das Instrument der CO2-Bepreisung fossiler Energieträger ist die bessere Wahl, um eine Lenkungswirkung zu erzielen,“ so Thomas Bürkle. Mit einem passenden CO2-Preispfad und einem funktionierenden Emissionshandel lassen sich die Energiewende und auch Rückvergütungen besonders belasteter Haushalte realisieren.

Energiekosten werden zum sozialen Faktor

Natürlich kann nicht jeder unmittelbar von einer neuen PV-Anlage profitieren bzw. sich diese leisten. Aber die Umsetzung über ein Mieterstrommodell oder die Verwendung von Kleinst-PV-Systemen schaffen Möglichkeiten für die private Energiewende im Kleinen. Gleichermaßen steht der Weg in eine Energiegenossenschaft jedem offen.

„Wichtig ist aus unserer Sicht, dass wir schnellstmöglich die erneuerbaren Stromerzeugungskapazitäten steigern, die Zubauraten deutlich erhöhen und für passende Speicherlösungen sorgen, die den Nutzern die subjektive Angst vor einem Blackout nehmen,“ so Thomas Bürkle. „E-Handwerk, Elektroindustrie und Netzbetreiber stehen auch weiterhin für eine zuverlässige Stromversorgung. Prosumer können als Eigenstromnutzer für sich einen eigenen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten,“ ist sich Thomas Bürkle sicher. „Sie sollten ein passendes Speicher- und Energiemanagementsystem mit überlegen und bei den E-Handwerksbetrieben mit beauftragen.“

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg ist die Dachorganisation der 37 Elektro- bzw. Informationstechniker-Innungen im Land und vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von rund 7.500 Handwerksunternehmen der Elektrotechnik, der Informationstechnik und des Elektromaschinenbaus. Die knapp 60.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Rund 5.300 junge Menschen werden derzeit in einem der fünf attraktiven Ausbildungsberufe zum Facharbeiter ausgebildet. Weitere Informationen über das baden-württembergische Elektrohandwerk finden Sie unter www.fv-eit-bw.de

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg ist die Dachorganisation der 37 Elektro- bzw. Informationstechniker-Innungen im Land und vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von rund 7.500 Handwerksunternehmen der Elektrotechnik, der Informationstechnik und des Elektromaschinenbaus. Die knapp 60.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Rund 5.300 junge Menschen werden derzeit in einem der fünf attraktiven Ausbildungsberufe zum Facharbeiter ausgebildet. Weitere Informationen über das baden-württembergische Elektrohandwerk finden Sie unter www.fv-eit-bw.de



drucken  als PDF  MESSEAUFTRITT@HOME statt AGRITECHNICA: Technologiepartner der Antriebstechnik! Premiere des ersten Episoden-Films auf Social Media
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 21.12.2021 - 11:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1950164
Anzahl Zeichen: 4841

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Stuttgart



Kategorie:

Energie & Umwelt



Diese Pressemitteilung wurde bisher 252 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Eigenstromversorgung entkoppelt vom Energiepreiswahnsinn"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Azubi-Höchststand im Elektrohandwerk Baden-Württemberg ...
Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg meldet einen Höchststand bei den Auszubildenden und begrüßt die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zur Förderung der Meisterausbildung. Die Nachfrage nach elektrischen Lösungen nimmt stetig zu. Das E-Handwerk steht für 

Stabwechsel in der Geschäftsführung: Nach mehr als drei Jahrzehnten übergibt Andreas Bek die Leitung der Verbandsgeschäftsstelle bzw. die Hauptgeschäftsführung zum 1. Januar 2026 an Andreas Haus ...
  ANDREAS BEK Seit seinem Eintritt in den Fachverband am 1. Mai 1993 als Verbandsreferent und noch mehr seit seiner Berufung zum Geschäftsführer sowie Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers im Jahre 1995 hat Andreas Bek den Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg maßg

Herbstkonjunktur 2025 im E-Handwerk BW: Noch stabil, doch die Talfahrt hält an ...
Die Ergebnisse der aktuellen Herbstkonjunkturumfrage des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg (FV EIT BW) zeigen: Das Elektrohandwerk im Südwesten behauptet sich weiterhin, doch die konjunkturelle Lage trübt sich weiter ein. Der Geschäftsklimaindex sinkt erneut.  „


Weitere Mitteilungen von Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg


MESSEAUFTRITT@HOME statt AGRITECHNICA: Technologiepartner der Antriebstechnik! ...
Von der Mission zur Vision – das Unternehmen SAUER BIBUS hat sich in den letzten Jahren vom Hydraulik-Spezialisten zum Technologiepartner der Antriebstechnik entwickelt. SAUER BIBUS hat die Zeit genutzt und wollte sich auf der Agritechnica 2022 im Verbund mit der BIBUS Group als Technologiepartner

Energieverbrauch zieht wieder an / Zuwachs durch Erdgas und Kohle gedeckt / Windstrom deutlich unter Vorjahr ...
Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2021 eine Höhe von 12.193 Petajoule (PJ) beziehungsweise 416,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Das entspricht einem Anstieg um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch liegt jedoch noch spürbar unter dem Niveau der

Braunkohlestrom ist Garant für sichere Versorgung / Ungünstiger Witterungsverlauf für Windstromerzeugung / Ausstiegsplan läuft wie gesetzlich festgelegt weiter ...
Die Stromerzeugung aus Braunkohle wird 2021 eine Gesamthöhe von rund 108 Terawattstunden (TWh) erreichen. Das entspricht einem Anteil von knapp einem Fünftel an der gesamten Brutto-Stromerzeugung in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Stromerzeugung aus Braunkohle um rund 18 Pr

Zwei Kraftwerksmotoren laufen ab sofort mit umweltfreundlichem Biomethan ...
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall treiben den Einsatz erneuerbarer Energien in ihrer Energieversorgung weiter voran, auch in der Wärmeversorgung. Hier setzt das Versorgungsunternehmen auf ihr Wärmeverbundnetz und die Kraft-Wärme-Kopplung als Schlüsseltechnologie. Die Stadtwerke verfolgen das Ziel,


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z