Nach Abmahnung: Darboven stoppt irreführende Werbung mit "kompostierbaren" Kaffeekapseln
ID: 1955204
Der Kaffeekonzern J.J. Darboven stoppt die irreführende Bewerbung von Kaffeekapseln als "kompostierbar" und "biologisch abbaubar". Das Unternehmen unterzeichnete eine entsprechende Unterlassungserklärung. Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte den Kaffeekonzern zuvor abgemahnt, weil die Mövenpick Green Caps entgegen den Werbeversprechen weder kompostiert noch recycelt würden. Die Abfallunternehmen müssten sie stattdessen verbrennen. foodwatch hält Begriffe wie "biologisch abbaubar" und "kompostierbar" für Verbrauchertäuschung, wenn sie für Plastik verwendet werden, insbesondere für ökologisch fragwürdige Verpackungen wie Kaffeekapseln.
"Kaffeekapseln sind eine riesige Ressourcenverschwendung - ausgerechnet diese Wegwerfverpackungen als besonders nachhaltig anzupreisen, ist dreistes Greenwashing", sagte Manuel Wiemann von foodwatch. "Die Darboven-Kaffeekapseln sind nur ein Beispiel für ein grundsätzliches Problem: Die Lebensmittelindustrie will mit grünen Werbeversprechen ihre klima- und umweltschädlichen Praktiken tarnen. Die Bundesregierung muss grüne Werbelügen auf unökologischen Produkten stoppen!"
J.J. Darboven räumte in einer schriftlichen Erklärung ein, dass bislang leider "nur sehr wenige Entsorger ihre Anlagen so ausgerüstet haben, dass die angestrebte Kompostierung erfolgen kann". Der Kaffeekonzern sicherte zu, es nach einer Aufbrauchfrist bis zum 30. Juni 2022 zu unterlassen, die Kaffeekapseln als "kompostierbar" und "biologisch abbaubar" zu bewerben.
Tatsächlich können etwa 95 Prozent der abfallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland kein "kompostierbares" Plastik verwerten, wie eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe ergab. Die Kapseln werden deshalb in der Regel vor Kompostierung aussortiert und landen in der Müllverbrennung. Quasi die gesamte abfallverarbeitende Industrie lehnt kompostierbares Plastik in der Biotonne grundsätzlich ab. Auch der heimische Kompost eigne sich nicht für die Kapseln, so foodwatch, da sie dort und in der Natur nur sehr langsam bis gar nicht zerfielen. Das Umweltbundesamt bewertet biologisch abbaubare Kunststoffe als "nicht nachhaltiger als konventionelle Kunststoffe".
foodwatch hatte die Mövenpick Green Caps für den Goldenen Windbeutel 2021 nominiert, den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Bei der Online-Wahl stimmten 15,6 Prozent der Verbraucher:innen für die Kaffeekapseln ab.
Links:
- Unterlassungserklärung Darboven (https://www.foodwatch.org/fileadmin/-DE/Themen/Windbeutel/Dokumente/Darboven_Unterlassungserklaerung_geschwaerzt.pdf)
- Abmahnung Darboven (https://www.foodwatch.org/fileadmin/-DE/Themen/Windbeutel/Bilder/2021/Dokumente/Abmahnung_Darboven.pdf)
- foodwatch-Factsheet zu den Mövenpick Green Cap (https://www.foodwatch.org/fileadmin/-DE/Themen/Windbeutel/Dokumente/Factsheet_JJ-Darboven_Moevenpick_Green-Cap_final.pdf)
- Position der Abfallve (https://www.kompost.de/fileadmin/user_upload/Dateien/HUK-Dateien/2019/Q2_2019/Position_verbaende_baw_2019-final.pdf)
E-Mail: presse@foodwatch.de
- rarbeiter zur Entsorgung von biologisch abbaubaren Kunststoffen über die Bioabfallbehandlung/ Kompostierung (https://www.kompost.de/fileadmin/user_upload/Dateien/HUK-Dateien/2019/Q2_2019/Position_verbaende_baw_2019-final.pdf)
Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Dario Sarmadi
Tel.: +49 (0)170 523 88 11
Original-Content von: foodwatch e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.01.2022 - 11:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1955204
Anzahl Zeichen: 3650
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Handel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 485 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nach Abmahnung: Darboven stoppt irreführende Werbung mit "kompostierbaren" Kaffeekapseln"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
foodwatch e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Monopolkommission stellt in seinem heute veröffentlichten Sondergutachten eine wachsende Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels fest, mit spürbaren Folgen für Verbraucher:innen und Erzeuger:innen. Dazu erklärt Dr. Chris Methmann, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch:
foodwatch gewinnt Rechtsstreit gegen dm: "Immun-Smoothie" für Kinder ist irreführend ...
Die Drogeriekette dm darf einen Obst-Quetschie nicht weiter als "Immun-Smoothie für Kinder" bezeichnen. Das entschied das Landgericht Karlsruhe und gab damit einer Klage der Verbraucherorganisation foodwatch recht. Laut dem Richter verstößt die Bezeichnung "Immun Smoothie" geg
foodwatch zum neuen Agrarminister Alois Rainer: "personifizierte Ambitionslosigkeit" ...
Zur Nominierung von Alois Rainer als neuen Agrar- und Ernährungsminister erklärt Dr. Chris Methmann, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch: "Alois Rainer ist die personifizierte Ambitionslosigkeit des Koalitionsvertrags. Zu gesunder Ernährung, nachhaltiger Landwirtschaft
Weitere Mitteilungen von foodwatch e.V.
Top-Arbeitgeber in Deutschland und Europa - Kaufland erneut vom Top Employers Institute ausgezeichnet (FOTO) ...
Kaufland ist vom Top Employers Institute erneut als Top Arbeitgeber in Deutschland und Europa ausgezeichnet worden. Alle acht Länder, in denen der Einzelhändler vertreten ist, nahmen am Zertifizierungsprozess teil und erhielten das Siegel, das herausragende Arbeitgeberqualitäten bescheinigt. Ka
THG-Minderungsquote: Autohäuser können jetzt Kundenfahrzeuge vermitteln/ Branchenlösung von ZDK und ZusammenStromen wird erweitert ...
Ab sofort können Autohäuser auch für ihre Kunden aktiv werden, damit diese für ihre batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge (BEV) die Vergütung im Rahmen der THG-Minderungsquote erhalten. Dafür haben ZDK und ZusammenStromen in einem ersten Schritt eine einfache Vermittlungsstrategie erarbei
LAFONT, OFFIZIELLER EXKLUSIVER PARTNER DES MICHELIN-FÜHRERS ...
Der Spezialist für hochwertige Arbeitskleidung wird ein globaler Partner des MICHELIN-Führers. Drei Jahre lang wird Lafont das einzige Label sein, das die Auszeichnungen und Daten auf die berühmten Jacken sticken darf, die den Köchen der vom MICHELIN-Führer ausgewählten Restaurants verliehen
Warum Christian Grey kein guter Partner wäre und es sich trotzdem lohnt, etwas aus seinem Spielzimmer zu besitzen ...
Fast genau sieben Jahre ist es her, dass Ana und Christian erstmals über die Kinoleinwände flimmerten. Das verflixte siebte Jahr lässt ORION überlegen: Wären Christian und Ana noch heute ein Paar? Wahrscheinlich nicht, denn spätestens jetzt hätte Ana gemerkt, dass Christian kein guter Partn




