Internationaler Tag der Bildung (24.01.) - Keine Chancengleichheit für Flüchtlingskinder
ID: 1955363
Bildung ist ein Menschenrecht, das in der Kinderrechtskonvention und in der Genfer Flüchtlingskonvention verankert ist. Auch in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ist Bildung ein wichtiges prioritäres Thema: Kinder und Jugendliche sollen gleichberechtigt die Möglichkeit auf hochwertiges und lebenslanges Lernen erhalten, um ein eigenständiges und erfülltes Leben führen zu können.
Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die prekäre Bildungssituation von Flüchtlingskindern und -jugendlichen aufmerksam.
"Flüchtlingskinder und -jugendliche brauchen vor allem einen verstärkten Zugang zu weiterführender Bildung, ohne diese ist ihre Zukunft in Gefahr" sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UNHCR. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder auf der Flucht nicht in die Schule gehen können, fünfmal höher als im globalen Durchschnitt. "Viele Bildungsprojekte für Flüchtlinge können nicht gestartet werden, weil das Geld fehlt. Hier müssen wir dringend handeln", fordert Ruhenstroth-Bauer.
Zugang zu weiterführender Bildung ist besonders schwierig: Nur rund ein Drittel der Flüchtlingskinder kann derzeit mehr als nur die Grundschule besuchen. Nach einer UNHCR-Studie, für die in 40 Ländern Daten erhoben wurde, lag die Einschulungsrate von Flüchtlingen in der Sekundarstufe 2019 bis 2020 nur bei 34 Prozent. Die Corona-Pandemie hat die ihre Chancen noch weiter verschlechtert.
UNHCR: Educate-a-Child-Programm
Seit 2012 setzt sich der UNHCR mit dem Educate-a-Child-Programm (EaC) für eine schulische Ausbildung von Flüchtlingskindern ein. Und das sehr erfolgreich: Bislang konnte mit diesem Programm mehr als 1,2 Millionen Flüchtlingskindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Seit vielen Jahren unterstützt die UNO-Flüchtlingshilfe das EaC-Programm und stellte im letzten Jahr dafür fast 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.
Pressekontakt:
Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47, tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.01.2022 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1955363
Anzahl Zeichen: 2335
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Menschenrechte
Diese Pressemitteilung wurde bisher 408 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Internationaler Tag der Bildung (24.01.) - Keine Chancengleichheit für Flüchtlingskinder"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
UNO-Fl (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weltweit werden Frauen und Mädchen Menschenrechte und Grundfreiheiten vorenthalten. Sie werden Opfer von körperlichem und seelischem Missbrauch, von häuslicher Gewalt bis hin zu Vergewaltigungen als Kriegsstrategie. Aufgrund ihrer prekären Situation sind besonders Frauen auf der Flucht gefähr
Internationaler Tag der Kinderrechte, 20. November / Mehr als 1,5 Millionen Kinder als Flüchtlinge geboren ...
Kinder haben Rechte: auf Gesundheit und Bildung, auf Schutz vor Gewalt und freie Meinungsäußerung. Die UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 verabschiedet wurde, sichert jedem Kind diese elementaren Rechte zu. Am Internationalen Tag der Kinderrechte weist die UNO-Flüchtlingshilfe
Krise inÄthiopien: Vom Hoffnungsträger zum Bürgerkriegsland ...
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist angesichts der humanitären Situation in Äthiopien äußerst besorgt. Seit Anfang November 2020 eskaliert die Gewalt in der Region Tigray. Eine Militäroffensive der Regierung gegen bewaffnete regionale Kräfte stürzte die äthiopische Grenzregion zu Eritrea und ihr
Weitere Mitteilungen von UNO-Fl
Gerd Mannes MdL: Wer mit Unrechtsregimen paktiert, hat in der Politik nichts zu suchen - Digitalministerin Gerlach bittet Arabische Emirate um Zensurhilfe ...
Die Bayerische Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) wandte sich hilfesuchend an die Ministerin für Advanced Sciences der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Gerlach bat um Unterstützung bei der Regulierung des in Dubai ansässigen Messenger-Dienstes Telegram. "Telegram sollte unverzügl
Brand: Weltweite Bedrohung von Christen wächst weiter dramatisch ...
CDU/CSU-Fraktion setzt Einsatz für Menschenrecht auf Religionsfreiheit mit aller Kraft fort Die überkonfessionelle, christliche Hilfsorganisation Open Doors hat am heutigen Mittwoch ihren jährlichen Weltverfolgungsindex. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und human
Erste Europa-Konferenz der Santa Marta Gruppe am 8./9. Februar 2022 ...
Am 8./9. Februar 2022 findet im Rahmen der internationalen "Santa Marta Gruppe" erstmals eine Europa-Konferenz statt. Sie wird unter dem Thema "Sklaverei heute abschaffen - wie kann es gelingen? Menschenhandel und Arbeitsausbeutung in Europa" stehen und gemeinsam von der Santa
Rechte Netzwerke in Europa - Rechercheprojekt legt Strukturen offen / Neue Webseite antifascist-europe.org bündelt Informationen zu Verbindungen rechter Gruppen auf regionaler und europäischer Ebene ...
Am 19. Januar 2022 geht das antifaschistische Rechercheprojekt ENAM (European Network of Antifaschist Monitoring) mit einer englischsprachigen Webseite (https://antifascist-europe.org/) online, die inter- und transnationale Netzwerke, deren Zusammenarbeit und die Interaktion von rechtsextremen Akt




