Repräsentative Studie: Vor- oder Feindbild? Das denken die Deutschen über Unternehmer(tum) (FOTO)
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(ots) -
- Befragung von 2.700 Bundesbürgern: Klassenkampfklischees haben ausgedient, Unternehmerbild überaus positiv
- Jeder Vierte kann sich vorstellen, sich selbständig zu machen, bei GenZ sogar jeder Zweite
- 85 Prozent sagen, Unternehmen sind wichtig, weil sie für Wohlstand und Fortschritt sorgen
- Volksparteien ohne Unternehmerkompetenz
Deutschland erlebt derzeit eine echte Zeitenwende in Sachen Unternehmertum: Alte Klassenkampfklischees sind überholt, die Deutschen haben ein überaus positives Bild vom Unternehmertum und denken selbst sehr unternehmerisch. Zudem schreibt der Großteil der Menschen Unternehmern eine elementare Rolle für den Wohlstand und den Fortschritt Deutschlands zu und wertschätzt dies entsprechend. Das sind einige der wichtigsten Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von 2.700 Bundesbürgern, repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bundesland, die die puls Marktforschung im Auftrag der Quirin Privatbank im Oktober 2021 durchgeführt hat.
Jeder Vierte kann sich berufliche Selbständigkeit vorstellen
"Es herrscht ein regelrechter Gründergeist - das freut mich als dreifachen Gründer natürlich sehr", erklärt Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG. So kann jeder vierte Befragte sich vorstellen, sich beruflich selbständig zu machen, bei der Generation Z ist es sogar jeder Zweite. "Diese Zahlen haben mich wirklich überrascht - mit so einem hohen Zuspruch hatte ich nicht gerechnet, insbesondere nicht bei den unter 30-Jährigen, also der Generation Z. Sie hat eine besonders hohe Affinität zur beruflichen Selbständigkeit und zum Gründen. Und wir brauchen in Deutschland dringend mehr Unternehmer, davon bin ich überzeugt. Offenbar wächst da eine Generation nach, die das genauso sieht."
Unternehmer sorgen für Wohlstand und Fortschritt
Ein weiteres zentrales wie überraschendes Ergebnis der Studie: Die Deutschen wissen um die Wichtigkeit von erfolgreichem Unternehmertum und schätzen es entsprechend: So sagen 85 Prozent der Befragten, Deutschland brauche erfolgreiche Unternehmer, und 78 Prozent geben an, dass Unternehmer für Fortschritt beziehungsweise Wohlstand (75 Prozent) sorgen. "Alte Klassenkampfklischees haben also ausgedient und einer flächendeckend extrem positiven Wahrnehmung von deutschem Unternehmertum Platz gemacht - und zwar nicht bei Unternehmern, sondern in der breiten Bevölkerung", so Schmidt.
Die Deutschen denken unternehmerisch
"Wir haben zudem festgestellt, dass der Großteil der Befragten selbst sehr unternehmerisch denkt", betont auch Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer der puls Marktforschung. "So sprechen sich knapp 70 Prozent für eine stärkere staatliche Förderung und für Wirtschaft als Schulfach aus. Und obwohl gerade Letzteres bis heute eher eine Rarität ist, ist trotzdem immerhin jeder Sechste davon überzeugt, er könne den Job seines Chefs besser machen." Die Erwartungshaltung an Unternehmer ist dabei recht klar: Sie sollen ihre Mitarbeiter fair bezahlen (70 Prozent) und sichere Arbeitsplätze schaffen (54 Prozent).
Eigene Ideen als Antrieb, Angst vorm Scheitern als Hemmnis
Das stärkste Motiv, um sich selbständig zu machen, ist der Wunsch, eigene Ideen zu verwirklichen (53 Prozent) und mehr Geld zu verdienen (40 Prozent). Bei der GenZ ist mit 56 Prozent der zweitstärkste Antrieb, das zu machen, worauf man Lust hat. Gehemmt wird die Lust aufs eigene Unternehmen vor allem durch die Angst vor Verschuldung (39 Prozent) und vorm Scheitern (39 Prozent). Als größte Herausforderung bewerten die Befragten die Themen Bürokratie (58 Prozent) und den bestehenden Fachkräftemangel (51 Prozent).
Es fehlen deutsche Vorbilder
Der typische Unternehmer wird von den Befragten als fleißig, ausdauernd, mutig, kreativ, vorausschauend, zukunftsorientiert und lernfähig beschrieben. Jedoch fehlt es hierzulande offenbar an Vorbildern. Vorbilder für Unternehmertum in Deutschland sind vor allem US-Amerikaner, allen voran Elon Musk, gefolgt von Jeff Bezos, Bill Gates und Steve Jobs. Von Unternehmern aus Deutschland werden am ehesten Wolfgang Grupp und Dirk Roßmann als Vorbilder genannt.
Volksparteien ohne Unternehmerkompetenz
Neben echten deutschen Vorbildern fehlt es auch an Politikern mit echter Unternehmerkompetenz. "Den ehemals großen Volksparteien wird hier ein schlechtes Zeugnis ausgestellt", so Weßner von puls. "Nur 12 Prozent der Befragten glauben, dass die SPD eine sinnvolle Politik für Unternehmer macht, 16 Prozent glauben das von der CDU. Bei den Grünen sieht es mit 5 Prozent noch schlechter aus, einzig der FDP wird unternehmerische Kompetenz zugetraut (28 Prozent). Damit kümmern sich zwei der drei Parteien der Ampelkoalition nach Meinung der Deutschen kaum um Unternehmertum in Deutschland. Das ist schon erschreckend."
"Diese Studie hat viele unerwartet positive Ergebnisse zu Tage gefördert. Die wohlwollende Stimmung, dieser Zuspruch zum Unternehmertum und die Bereitschaft, zu gründen und beruflich selbständig zu agieren, sind wichtig für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Deutschland", so Schmidt. "Der Einsatz für Unternehmertum ist letztlich immer auch ein Einsatz für den Wohlstand und die Zukunftsfähigkeit von Deutschland", fasst der CEO zusammen.
Die genannten Studienergebnisse stehen hier (https://www.quirinprivatbank.de/system/images/4570/original/2022_01_25_Studie_Unternehmertum_in_Deutschland_2021.pptx) zum Download bereit.
Über die Quirin Privatbank AG:
Die Quirin Privatbank AG (www.quirinprivatbank.de) unterscheidet sich von anderen Privatbanken in Deutschland durch ihr Geschäftsmodell: 2006 hat die Bank die im Finanzbereich üblichen Provisionen abgeschafft und berät Privatanleger ausschließlich gegen Honorar, wie es beispielsweise auch beim Architekten, Steuerberater oder Rechtsanwalt der Fall ist. Neben dem Anlagegeschäft für Privatkunden wird der Unternehmenserfolg durch einen zweiten Geschäftsbereich getragen, die Beratung mittelständischer Unternehmen bei Finanzierungsmaßnahmen auf Eigen- und Fremdkapitalbasis (Kapitalmarktgeschäft). Die Quirin Privatbank hat ihren Hauptsitz in Berlin und betreut gegenwärtig mehr als 5 Milliarden Euro an Kundenvermögen an 15 Standorten bundesweit. 2013 gründete die Bank zudem die digitale Geldanlage quirion (www.quirion.de), die als quirion AG mittlerweile rechtlich selbstständig ist.
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Datum: 25.01.2022 - 13:27 Uhr
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