UN-Abkommen gegen Plastikmüll: Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Politik liefern
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Die UN-Mitgliedsstaaten haben heute auf der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) in Nairobi beschlossen, bis Februar 2024 ein rechtsverbindliches Abkommen zur Beendigung der globalen Plastikverschmutzung auszuarbeiten. Die weltweite Vermüllung der Natur mit Plastik ist neben dem Klimawandel eines der größten Umweltprobleme. Jährlich werden weltweit mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, wovon mindestens 14 Millionen Tonnen als Müll in unsere Ozeane gelangt. Das kommentiert die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Barbara Metz:
"Die heute beschlossene UN-Resolution, ein verbindliches Abkommen gegen Plastikmüll zu verhandeln, ist ein Meilenstein. Endlich wird das Plastikmüll-Problem klar benannt und alle UN-Mitgliedsstaaten wollen es gemeinsam lösen. Doch die eigentliche Aufgabe steht noch bevor: Jetzt müssen verbindliche ambitionierte Ziele und konkrete Maßnahmen erarbeitet werden. Dabei muss der gesamte Lebenszyklus von Kunststoffprodukten berücksichtigt werden - von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Deutschland muss in den Verhandlungen eine Führungsrolle einnehmen und die richtigen Lösungsansätze vorantreiben. Dazu zählen Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling. Doch auch hierzulande hat Umweltministerin Steffi Lemke noch einiges zu tun. Wir fordern ein verbindliches Abfallvermeidungsziel, die konsequente Förderung von Mehrwegverpackungen sowie eine Einweg-Abgabe für Artikel, die besonders häufig in der Umwelt entsorgt werden. Und auch der Zusatz von Mikroplastik zu Produkten muss schnellstens gesetzlich untersagt werden."
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Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
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Datum: 02.03.2022 - 18:11 Uhr
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