Ukraine-Krieg: Deutsche Umwelthilfe fordert Wintershall Dea zur sofortigen Beendigung allerÖl- und Gas-Geschäfte mit Russland auf
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- Deutscher Konzern Wintershall Dea heizt mit fossilen Geschäften in Russland Klimakrise weiter an
- Ankündigung des Konzerns, lediglich keine zusätzlichen Investitionen in Russland zu tätigen, ist zu schwach und bleibt hinter Plänen anderer Konzerne deutlich zurück
- Mehrere fossile Großkonzerne haben ihre Kooperation mit russischen Firmen als Reaktion auf Putins Angriffskrieg bereits vollständig eingestellt
- DUH fordert mit Protestmail-Aktion CEO Mario Mehren auf, keine Profite mehr auf Kosten des Friedens und des Klimas zu machen: www.duh.de/appell-an-wintershall
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert den deutschen Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea mit einer Protestmail-Aktion auf, seine Zusammenarbeit mit Russland sowie fossile Projekte in der russischen Arktis vollständig zu stoppen. Mit der laufenden Öl- und Gasförderung in Russland heizt das Unternehmen die Klimakrise an und trägt auch zur Finanzierung des russischen Staatshaushaltes bei. Während andere Öl- und Gaskonzerne wie BP, Shell, Equinor und Exxon Mobil bereits angekündigt haben, ihre Zusammenarbeit mit russischen Konzernen zu beenden, hält Wintershall Dea weiter an seinen fossilen Aktivitäten in Russland fest und will lediglich keine neuen Investitionen tätigen.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Wintershall Dea muss umgehend all seine schmutzigen Öl- und Gasgeschäfte in Russland auf Eis legen. Darüber hinaus sollte der Großkonzern neue Öl- und Gasförderprojekte weltweit auf den Prüfstand stellen und auf neue klimafreundliche Geschäftsmodelle umsteigen. Die Profite aus der momentanen Öl- und Gasförderung in der russischen Arktis zerstören nicht nur das Klima, sondern tragen auch zur Finanzierung des russischen Staatshaushaltes und der darin enthaltenen Militärausgaben bei. Deshalb fordern wir Wintershall-Dea-CEO Mario Mehren auf, dem Beispiel anderer Konzerne zu folgen und alle Aktivitäten in Russland umgehend einzustellen. Alles andere ist angesichts der akuten Notlage in der Ukraine unverantwortlich."
Der Öl- und Gasgigant Wintershall Dea ist eines der größten fossilen Unternehmen Deutschlands und Europas. Das Russland-Geschäft des Konzerns ist groß: Laut eigenem Geschäftsbericht kommt die Hälfte der aktuellen Gas-Produktion des Konzerns aus Russland, bei Öl ist es ein Drittel der gesamten Produktion. Erst im Januar 2022 hat Wintershall Dea zudem gemeinsam mit Gazprom das Gasfeld Juschno-Russkoje in Westsibirien vollständig erschlossen. 2021 hatte Wintershall Dea ebenfalls gemeinsam mit Gazprom einen weiteren Block, das Achimov-Formation in Westsibirien, in Betrieb genommen und Russland als "Kernregion" bezeichnet.
Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH: "Wintershall Dea heizt mit seinen fossilen Geschäften in Russland die Klimakrise weiter an. Schon vor dem russischen Überfall auf die Ukraine haben diese maßgeblich zur Klimakatastrophe beigetragen. Nun müssen diese Geschäfte umso dringender beendet werden. Jetzt rächt sich, dass der Konzern trotz jahrelanger, massiver Kritik so stark in klimafeindliche Projekte in Russland investiert hat. Wintershall Dea hat jetzt noch die Chance, diesen Fehler zu beheben."
Bereits im vergangenen Jahr haben die Geschäftsführenden der DUH eine Klimaklage gegen Wintershall Dea eingereicht. Darin wird das Unternehmen aufgefordert, seine Öl- und Gas-Produktion in Einklang mit einem CO2-Budget zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu reduzieren sowie die Entwicklung neuer Öl- und Gasprojekte ab 2026 einzustellen. Eine Reduktion beziehungsweise ein Stopp der laufenden Öl- und Gasproduktion in der russischen Arktis würde einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels leisten.
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Hier finden Sie alle Informationen zur DUH-Protestmail-Aktion: https://www.duh.de/appell-an-wintershall/
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 903 54 509, mueller-kraenner@duh.de
Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz
0160 4334014, zerger@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
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Datum: 04.03.2022 - 09:12 Uhr
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