Cloud Computing für alle: openHPI bietet zweiwöchigen Gratiskurs an
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Technische Laien über Chancen und Risiken des Cloud Computing aufklären will ein zweiwöchiger kostenloser Onlinekurs des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Er startet unter dem Titel "Cloud Computing für alle" am 18. Mai auf der offenen Lernplattform openHPI. Institutsdirektor Professor Christoph Meinel und die Doktoranden Daniel Köhler und Hendrik Steinbeck erläutern für Einsteigerinnen und Einsteiger, wie genau es funktioniert, wenn Fotos, Videos und Dokumente hochgeladen werden, um sie im Internet mit anderen zu teilen oder mit Arbeitskolleginnen und -Kollegen anderer Standorte gleichzeitig an einem Dokument gearbeitet wird. Anmeldung ist online möglich unter https://open.hpi.de/courses/cloud2022 (https://open.hpi.de/courses/sustainablesoftware2022) .
"Gerade während der Corona-Pandemie sind die großen Vorteile der Cloud-Technologien deutlich geworden", betont Meinel die Aktualität des Themas für Unternehmen, Privathaushalte, Bildungseinrichtungen und Behörden. "Dadurch konnten Beschäftigte mobil arbeiten und im Home Office bleiben. Und Schulen und Universitäten waren in der Lage, ihre Bildungsangebote aufrechtzuerhalten", nennt der Informatikwissenschaftler Beispiele.
Für viele sei aber nach wie vor unklar, wie genau Datenverarbeitung in der "Wolke", also mit Hilfe von Rechnern irgendwo im Netz der Netze, abläuft. "Ebenfalls wird nicht gut genug verstanden, welche Chancen, aber auch welche Risiken damit verbunden sind, wenn Speicherplatz, Rechenleistung und Anwendungen digital über das Internet bereitgestellt bzw. bezogen werden", sagt Meinel.
Fundiertes Grundwissen in verständlicher Sprache vermittelt
Zusammen mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Hendrik Steinbeck und Daniel Köhler will Meinel fundiertes Grundwissen in allgemeinverständlicher Sprache vermitteln sowie einen systematischen Überblick über die wichtigsten und aktuellen Aspekte des Cloud Computing geben. Denn die Nachfrage nach solchen Leistungen, die so einfach nutzbar seien wie Strom aus der Steckdose, sei enorm. Sie habe sich seit 2010 verzehnfacht: "Experten schätzen, dass in diesem Jahr damit ein weltweiter Umsatz von 400 Milliarden US-Dollar gemacht wird", zitiert der Potsdamer Wissenschaftler eine Studie des Beratungsunternehmens Gartner.
Interaktive Übungen, Live-Diskussionen, Interviews und Podcast
Erstmals wollen die E-Learning-Experten des HPI in diesem "Massive Open Online Course" (MOOC) neben Lehrvideos und anderen klassischen Vermittlungsformen auch interaktive Übungen, Diskussionen in Live-Streams sowie Interviews mit Experten für Cloud-Technologien in Bildung und öffentlicher Verwaltung integrieren. Zusätzlich bietet das Institut einen begleitenden Podcast an. In diesem Podcast werden die Lehrinhalte vertieft und weitere Anwendungsbeispiele beleuchtet.
Der wöchentliche Zeitaufwand für das Bearbeiten des Materials beträgt nach Angaben des Instituts gut drei Stunden. Die erfolgreichsten Teilnehmenden mit der höchsten Punktzahl erhalten ein Zertifikat.
Hintergrund zur Bildungsplattform openHPI
Seine interaktiven Kursangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Internet-Plattform https://open.hpi.de. Diese bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch und Englisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI mehr als eine Million Kurseinschreibungen registriert. Rund 295.000 Personen aus 180 Ländern gehören derzeit auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher rund 120.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 80 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen. Partnerplattformen, die mit derselben Lerntechnologie arbeiten, sind zum Beispiel openSAP (https://open.sap.com/) und OpenWHO (https://openwho.org/). Zudem kommt die HPI-Plattform beim KI-Campus (https://ki-campus.org/) und beim eGov-Campus (https://egov-campus.org/) zum Einsatz.
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Datum: 14.03.2022 - 10:21 Uhr
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