Deutsche Umwelthilfe erklärt Klage für Saubere Luft in Kiel für erledigt: Stadt muss jetzt Turbo bei der Mobilitätswende zünden
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- Grenzwert für Stickstoffdioxid an der Messstation am Theodor-Heuss-Ring nach jahrelanger Überschreitung eingehalten
- Kiel muss dringend Mobilitätswende beschleunigen, um Saubere Luft langfristig sicherzustellen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erklärt das Verfahren für Saubere Luft in Kiel für erledigt. Jahrelang wurde der Grenzwert für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) an der Messstation am Theodor-Heuss-Ring massiv überschritten. Im Jahr 2017, als die DUH ihre Klage erhoben hat, lag die Belastung noch bei 56 µg/m³. Nun hat die Stadt eine Reduktion der NO2-Belastung auf 39 µg/m³ und damit minimal unterhalb des Grenzwertes von 40 µg/m³ erreicht. Dies war nur auf Grund des Luftreinhalteplans möglich, der als Reaktion auf die Klage der DUH erstellt wurde.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Es ist gut, dass der Grenzwert für Stickstoffdioxid am Theodor-Heuß-Ring nach jahrelanger Überschreitung endlich eingehalten wird. Dies wäre ohne unsere Klage noch immer nicht der Fall. Damit die Luft in Kiel wirklich sauber und der Grenzwert sicher eingehalten wird, muss die Stadt aber dringend die Mobilitätswende beschleunigen. Dazu gehören auch sichere Radwege. Die auf dem Radweg abgestellten Luftfilter müssen deshalb schnellstmöglich abgebaut werden."
Doch die Arbeit geht auch in Kiel jetzt erst richtig los. Im September 2021 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO ihre Luftqualitäts-Empfehlungen an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst und drastisch abgesenkt. Für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid sollten laut WHO Konzentrationen von 10 µg/m³ nicht überschritten werden. Dieses Ziel lässt sich nur erreichen, wenn die Menge an Autos drastisch reduziert wird, Bus und Bahn erheblich ausgebaut werden und für Rad- und Fußverkehr durchgängig sichere und komfortable Infrastruktur geschaffen wird. Davon ist man in Kiel noch weit entfernt.
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Datum: 18.03.2022 - 10:32 Uhr
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