Krieg in der Ukraine lässt Erwartungen drastisch einbrechen

Krieg in der Ukraine lässt Erwartungen drastisch einbrechen

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(PresseBox) - Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferer ist laut ifo-Institut im März historisch eingebrochen. In der ersten Erhebung nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine sackte das Geschäftsklima um 31,9 Punkte ab. Dies markiert mit Abstand den stärksten Einbruch seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1991. Zum Vergleich, der bis dato stärkste Einbruch, der mit dem Ausbruch der Coronapandemie einherging, betrug 22,3 Punkte. Auch wenn das Ausgangsniveau in beiden Fällen ein anderes gewesen ist und ein Vergleich dieser Zahlen deshalb hinkt, ist die Dimension eindeutig. Durch den Einbruch liegt das Geschäftsklima mit -7,5 Punkten erstmals seit Oktober 2020 wieder im negativen Bereich.

So dramatisch der Kollaps des Geschäftsklimas der deutschen Zulieferer auch ist, bislang ist dieser hauptsächlich auf die implodierten Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Während der Saldo von positiven und negativen Erwartungen von 13,7 auf -40,5 in den Keller rauscht, verliert die Bewertung der aktuellen Geschäftslage im ersten Monat des Krieges in der Ukraine nur geringe 3,3 Saldenpunkte und hält sich somit noch stabil bei Plus 32,4 Punkten.

Die sehr dynamische Eskalationsentwicklung sorgt insgesamt für fundamentale Unsicherheiten in der Zulieferindustrie. Zum einen sehen sich die deutschen Zulieferer auf der Beschaffungsseite mit teils erheblichen Verwerfungen und punktuellen Engpässen bei wichtigen Vormaterialien konfrontiert. Zum anderen werden Signale über Produktionsausfälle bei Kundenbranchen genaustens verfolgt. Während diese indirekten Effekte in ihrer Gänze auch vier Wochen nach dem Angriff auf die Ukraine noch lange nicht absehbar sind, schwebt über allem die Frage der Energiesicherheit und insbesondere der Verfügbarkeit von Gas.

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.



Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter www.argez.de zur Verfügung.

Über die ArGeZ:

Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ist eine Interessengemeinschaft, die rund 9.000 – vornehmlich mittelständisch geprägte – Zulieferunternehmen mit rund einer Million Beschäftigte und einem Umsatzvolumen von 218 Milliarden Euro vertritt. Sie wird getragen von sieben Wirtschaftsverbänden:

• WirtschaftsVereinigung Metalle e.V., Berlin | www.wvmetalle.de

• Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V. (BDG), Düsseldorf | www.bdguss.de

• Aluminium Deutschland e. V., Düsseldorf | www.aluinfo.de

• Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk), Frankfurt a.M. | www.wdk.de

• Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV), Frankfurt a.M. | www.tecpart.de

• WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf/Hagen | www.wsm-net.de

• Industrieverband Veredlung-Garne-Gewebe- Technische Textilien, Frankfurt | www.ivgt.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.argez.de.

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Datum: 28.03.2022 - 12:18 Uhr
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