Post Covid Syndrom - Zurück in den Arbeitsalltag (AUDIO)
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Anmoderationsvorschlag: Die Masken sind gefallen, Zugangsbeschränkungen im Wesentlichen auch und auch die Homeoffice-Pflicht ist vorbei. Nach dem Fall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen können sich viele über die wiedergewonnenen Freiheiten freuen. Es bleiben aber auch einige zurück. Zum Beispiel diejenigen, die noch Monate nach überstandener Corona-Infektion mit den Folgen zu kämpfen haben und unter dem sogenannten Post Covid Syndrom leiden. Um zurück in den Alltag zu finden, braucht es Zeit, Geduld und die richtige Unterstützung. Mehr dazu von Helke Michael.
Sprecherin: Ständig ist man erschöpft, das Gedächtnis macht Schwierigkeiten, Geruchs- und Geschmackssinn sind getrübt. Dazu kommen Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Depressionen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen, um nur einiges zu nennen. Treten diese Symptome noch länger als drei Monate nach der Infektion mit dem Corona-Virus auf, spricht man vom Post Covid Syndrom und Betroffene sollten unbedingt aktiv werden.
O-Ton 1 (Dr. Kai Wohlfahrt 32 Sek.): "Da ist natürlich eine aktivierende Reha das Non-plus-ultra. Das sogenannte kognitive Training, wo man das Gedächtnis trainiert, aber auch Entspannungsverfahren erlernt. Die reflektorische Atemtherapie - viele haben ja Probleme mit der Atmung -, die medizinische Trainingstherapie, um auch eine körperliche Fitness wieder zu erreichen, eine manuelle Therapie und Aufklärung ist wichtig, die dann auch mündet darin, dass man seine eigenen Belastungsgrenzen erkennt und ein Pausenmanagement einführt für sich selbst."
Sprecherin: Erklärt Dr. Kai Wohlfahrt, der als Chefarzt der Klinik für Neurologie und fachübergreifende Frührehabilitation am BG Klinikum Bergmannstrost in Halle Post Covid Patienten hilft, wieder in den Alltag zurückzufinden. Dazu gehört auch, die Vorgesetzten mit ins Boot zu holen, um Betroffene im Unternehmen entsprechend zu unterstützen.
O-Ton 2 (Dr. Kai Wohlfahrt, 19 Sek.): "Das ist mit Empathie vielleicht auch ganz gut zu beschreiben, dass man sich versucht, zumindest, hineinzuversetzen. Und natürlich, dass man guckt, dass man eben noch keine Vollbelastung fährt, und auch beachten muss, dass es eben länger geht als die vier bis sechs üblichen Wochen, und dass wir hier auch mal jemandem ein paar Monate Zeit geben, wieder zurückzukommen."
Sprecherin: Betroffen sind in Deutschland derzeit rund 15 Prozent all jener, die sich bisher mit dem Corona-Virus infiziert haben. Auch wer einen milden oder gar symptomlosen Verlauf hatte, ist vor Spätfolgen nicht gefeit. Hilfe bietet bspw. die zuständige Berufsgenossenschaft, die die Erkrankung unter Umständen auch als Arbeitsunfall einstuft.
O-Ton 3 (Dr. Kai Wohlfahrt, 20 Sek.): "Die Infektion mit den entsprechenden Folgen Long und Post Covid muss im Arbeitsumfeld, also im beruflichen Kontext erfolgt sein. Das kann im Betrieb, das kann aber auch auf dem Arbeitsweg oder auf einer Dienstreise stattgefunden haben. Und die BG prüft dann entsprechend und ermittelt, ob diese Voraussetzungen gegeben sind."
Abmoderationsvorschlag: Wer eine Corona-Infektion überstanden hat und danach unter Post Covid leidet, sollte sich nicht auf die Selbstheilungskräfte verlassen. Wichtig ist eine auf die Symptome angepasste Therapie, sich nicht zu schnell selbst zu überfordern und vor allem auch Geduld: Die muss man zum einen selbst aufbringen, aber auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie das Kollegium sind gefragt. Wer mehr wissen möchte, findet die aktuelle Podcast-Folge von Dr. Kai Wohlfahrt auf der Webseite der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse unter www.bgetem.de/ganzsicher mit weiteren Informationen.
Pressekontakt:
Christian Sprotte
Tel.:0221/3778-5521
Mail: sprotte.christian@bgetem.de
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Datum: 25.04.2022 - 11:10 Uhr
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