Eigentümer und Verwalter in Hessen benötigen stabile Rahmenbedingungen – KfW-Förderkrimi und neues CO2- Stufenmodell sorgen für Verunsicherung
Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes in Hessen ist eine Mammutaufgabe. Sie kann nur gelingen, wenn Wohnungseigentümer sich auf stabile Rahmenbedingungen verlassen können. Genau daran mangele es jedoch aktuell, kritisiert der Verband der Immobilienverwalter Hessen.
VDIVH fordert positive Anreize von hessischer Landesregierung
„Was uns in der aktuellen Diskussion grundsätzlich fehlt, sind positive Anreize und verlässliche Rahmenbedingungen für die energetische Gebäudesanierung, auch auf hessischer Landesebene. Das Hickhack um das kurzfristige Auslaufen der KfW-Förderung hat zu großer Verunsicherung bei vielen Wohnungseigentümer-gemeinschaften geführt, die bis heute anhält“, so Niebling. „Wir bräuchten im Moment genau das Gegenteil – ein klares Bekenntnis der Politik, die Eigentümer bei der immensen Herausforderung der energetischen Sanierung ihrer Immobilien nicht allein zu lassen. Dazu kann auch die hessische Landesregierung beitragen, etwa, indem sie eigene Förderprogramme auf den Weg bringt. Die ersatzlose Streichung des 50/50-Sonderprogramms war ebenfalls eine Enttäuschung. Hier wünschen wir uns mehr Impulse.“
10-Stufenmodell zur Aufteilung der CO2-Kosten muss genauer geprüft werden
Das von der Ampelkoalition vorgeschlagene 10-Stufenmodell zur Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Vermietern und Mietern werfe ebenfalls zahlreiche Fragen auf, so Niebling. „Wir begrüßen zwar grundsätzlich den Wunsch, Anreize für energetische Gebäudesanierungen zu schaffen. Das sehen wir auch für den Wohnungsbestand in Hessen als eine wichtige und richtige Aufgabe an“, so Niebling. „Gleichzeitig müssen wir immer darauf schauen, dass neue Vorgaben in der Praxis auch umsetzbar sind. Das sehen wir beim aktuellen Vorschlag leider noch nicht. Die handelnden Akteure in Berlin scheinen den immensen Verwaltungsaufwand, der mit ihrer Idee einhergeht, deutlich zu unterschätzen.“
Das 10-Stufenmodell sieht vor, die Höhe der zu tragenden CO2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter prozentual am Energieverbrauch des Einzelgebäudes festzumachen. Je schlechter die Energiebilanz ausfällt, desto höher soll der zu tragende Kostenanteil für den Vermieter sein. Für besonderen Unmut unter den hessischen Eigentümern und Verwaltern habe der lapidare Satz zur Umsetzung in der Erklärung des Bundeswirtschaftsministeriums gesorgt. „Dass es den Vermietern leichtfallen werde, die Verteilung der CO2-Kosten zu ermitteln, ist schon ein starkes Stück“, so Niebling. Je nach im Gebäude verbauter Heizungsart komme auf die Vermieter und Verwalter im Rahmen der Nebenkostenabrechnung ein erheblicher Mehraufwand zu. Dass die Verteilung der CO2-Kosten anhand des Brennstoffverbrauchs ermittelt werden solle, verhindere zudem eine genauere Bewertung des energetischen Gebäudezustandes. „Hier ist noch viel Luft nach oben. Das Konzept muss zwingend weiterentwickelt werden, bevor es zur Umsetzung kommt“, so Niebling.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der Verband der Immobilienverwalter Hessen e. V. ist mit seinen über 300 Mitgliedern eine der rechtlich selbstständigen Landes- bzw. Regionalorganisationen der Immobilienverwalter, die im Verband der Immobilienverwalter Deutschland e.V. (VDIV Deutschland) zusammengeschlossen sind. Gemeinsam mit seinen zehn Landesverbänden vertritt der VDIV knapp 3.000 Immobilienverwalter. Diese verwalten rund 7,2 Mio. Wohnungen mit einem Wert von 720 Mrd. EUR, darunter allein 5,2 Mio. Eigentumswohnungen und 2 Mio. Mieteinheiten. Der VDIV und seine Landesverbände treten ein für eine nachhaltige Professionalisierung und Qualifizierung der Verwalter, für wirksamen Verbraucherschutz, einheitliche Berufszugangsregelungen und adäquate politische Rahmenbedingungen.
Christopher Martin, FuP Kommunikation
Tel.: 069 / 95 43 16 0
E-Mail: christopher.martin(at)fup-kommunikation.de
Datum: 25.04.2022 - 13:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1974875
Anzahl Zeichen: 3705
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christopher Martin
Stadt:
Neu-Isenburg
Telefon: 069 954316-0
Kategorie:
Bau & Immobilien
Meldungsart: Unternehmensinfos
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 330 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Eigentümer und Verwalter in Hessen benötigen stabile Rahmenbedingungen – KfW-Förderkrimi und neues CO2- Stufenmodell sorgen für Verunsicherung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Verband der Immobilienverwalter Hessen e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
„Es ist gut und schön, wenn an öffentlichen Plätzen wie Rathäusern E-Ladesäulen errichtet werden“, erklärt der VDIVH-Vorstandsvorsitzende Werner Merkel. „Die Menschen laden ihre Elektrofahrzeuge aber bevorzugt da, wo diese länger stehen, also zu Hause oder am Arbeitsplatz. Der Bereich d
Appell des VDIV Deutschland und seiner Landesverbände: Leerstehende Wohnungen zeitweise für Geflüchtete aus der Ukraine bereitstellen – unbürokratische Hilfe soll Ankommen erleichtern ...
Der VDIV Deutschland und seine Landesverbände rufen daher auch die Verwalterinnen und Verwalter in Hessen, hier besonders die Sondereigentums-Verwalter, dazu auf, ihre Eigentümer anzusprechen, ob leerstehende Wohnungen für Geflüchtete bereitgestellt werden dürfen. Im Austausch mit den Kommun
Vertane Chance: Land Hessen sollte sich bei Förderung energetischer Gebäudesanierung stärker engagieren ...
Der Verband der Immobilienverwalter Hessen (VDIVH) sieht in der Wiederaufnahme der KfW-Förderung zur energetischen Gebäudesanierung grundsätzlich einen Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem bleibe nach dem abrupten Förderstopp ein fader Beigeschmack, so VDIVH-Geschäftsführerin Katja Niebl
Weitere Mitteilungen von Verband der Immobilienverwalter Hessen e. V.
Luminea Home Control 3in1-WLAN-Sensor für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit ...
- Schaltet Smart-Home-Geräte in Abhängigkeit von Messwerten - Großes LCD-Display für Temperatur, Luftfeuchte, Helligkeit und Batteriestand - Alarmiert auf Wunsch per Summer - Bequeme Einstellung und Überwachung per App - Aufstellbar ganz nach Bedarf dank Batteriebetrieb Multi-Sensor für
Bau startet gut ins Jahr - jetzt drohen Probleme und Kurzarbeit / Folgen des Ukraine-Kriegs schlagen durch: Nachfrage entwickelte sich verhalten / Stornierungen gemeldet (FOTO) ...
Die BAUINDUSTRIE profitierte im Februar dieses Jahres vom schwachen Vorjahresergebnis: Die Bauunternehmen(1) meldeten ein nominales Umsatzplus von 26,5 Prozent, preisbereinigt ist dies ein Plus von 11,0 Prozent. Der starke Anstieg ist überwiegend auf einen Basiseffekt zurückzuführen, im Februar
Mechanische Befestigung von Dachabdichtungssystemen ...
Eine aktualisierte und grundlegend optimierte Version der ETA 07/0013 für Mechanische Befestigungssysteme für Dachabdichtungssysteme ist ab sofort verfügbar. Die überarbeitete Zulassung berücksichtigt bereits die erst im Januar 2022 veröffentlichte „Richtlinie für ein Entwurfskonzept für m
Mechanische Befestigung von Dachabdichtungssystemen: aktualisierte und optimierte ETA 07/0013 jetzt verfügbar! ...
Das Facelift der ETA bietet ein komfortables Handling, denn sie überzeugt mit einem strukturierten Aufbau, übersichtlichen Tabellen und anschaulichen Produktabbildungen. Natürlich bietet die aktualisierte ETA auch technische Mehrwerte: So konnten beispielsweise optimierte Bemessungswerte auf zusÃ




