Wenn der Influencer für Imageschäden sorgt - So können sich Werbepartner schützen (FOTO)
ID: 1987267

(ots) -
Eine Kooperation zwischen Unternehmen und Influencern bringt oft für beide Seiten Vorteile mit sich. Doch wie können Werbepartner vorgehen, wenn die Zusammenarbeit, wie etwa im Fall Fynn Kliemann, zu einem Imageschaden führt?
Experte Dominik Herzog weiß, in welchen Fällen die vertragliche Partnerschaft beendet werden darf. Im folgenden Beitrag zeigt der auf Medienrecht spezialisierte Anwalt auf, wie sich Werbepartner vor Imageschäden durch Influencer schützen können und wie wichtig dabei die Vertragsgestaltung ist.
Der Fall Fynn Kliemann und seine Folgen
Nach dem Maskenskandal ist Fynn Kliemann in den Schlagzeilen. Vor kurzem wurde bekannt, dass der Musiker und Influencer beim Handel von Corona-Schutzmasken rechtlich und moralisch bedenklich vorgegangen war. Einige Geschäftspartner beendeten danach die Zusammenarbeit mit dem Sinnfluencer. Doch können Unternehmen so einfach aus dem Vertrag aussteigen? Immerhin bezahlen sie den Influencer für seine Dienste zu Gunsten des eigenen Markenaufbaus.
Ohne explizite Regelung in den Vertragsverhältnissen ist das nicht ohne Weiteres möglich - zumal geschlossene Verträge stets einzuhalten sind. Werbepartner, die sich dennoch gegen eine weitere Zusammenarbeit entschließen und den Vertrag auflösen möchten, brauchen einen triftigen Kündigungsgrund. Doch liegt ein solcher im Falle Kliemann vor?
Vertragsgestaltung: Ordentliches und außerordentliches Kündigungsrecht
Ob ein triftiger Kündigungsgrund vorliegt, hängt von dem im Vertrag vereinbarten Kündigungsrecht ab. Zunächst sollte geklärt werden, ob ein ordentliches Kündigungsrecht vertraglich festgelegt wurde. Falls nicht, gibt es die Option einer außerordentlichen Kündigung. Sie kommt erst dann zum Tragen, wenn es einem der Vertragspartner unter der Abwägung aller Tatsachen nicht mehr zuzumuten ist, die Partnerschaft fortzuführen. Ob Kliemanns Verhalten derart zumutbar war, sei noch zu klären - zumal noch nicht bekannt ist, ob sein Vorgehen gerichtliche Konsequenzen auslöst. Allerdings berichteten Medien erst kürzlich über Anzeigen gegen den Influencer, die auf seine Geschäfte mit den Schutzmasken zurückzuführen sind.
Frühzeitig vorsorgen und sich vertraglich absichern
Die Debatte um den deutschen Influencer Fynn Kliemann zeigt, wie schwierig die Beendigung eines Vertragsverhältnisses für manche Unternehmen in vergleichbaren Situationen sein kann. Daher ist es ratsam, in der Vertragsgestaltung für ein hohes Maß an Sicherheit zu sorgen. Dabei sollte im Vertrag auch festgehalten werden, für welche Werte der Werbepartner eintritt und welches Image er anstrebt. Mit anderen Worten: Welche Interessen er verfolgt, die nicht verletzt werden dürfen. In diesem Sinne können auch strafrechtliche Ermittlungen als Kündigungsgrund aufgeführt werden - zumal sie fast immer Imageschäden für das Unternehmen mit sich bringen. Und das sollte unbedingt verhindert werden.
Vertragsgegenstand: Eigene Rechte und Interessen wahren
Darüber hinaus sollte vertraglich immer genau geklärt werden, worin die gegenseitigen Rechte, Pflichten und Aufgaben liegen. Im Falle Kliemann: Welche Tätigkeiten werden von einem Werbepartner wie ihm erwartet und wer ist Besitzer der mit ihnen einhergehenden Rechte? Wie darf mit dem erstellten Inhalten umgegangen werden, wo werden sie publiziert und dürfen sie Unternehmen auch eigenständig nutzen? Zudem muss im Vertrag festgelegt werden, dass entsprechende Inhalte als Werbung zu titulieren sind.
All das sind kleine Maßnahmen, die jedoch große Wirkung in Form von rechtlicher Sicherheit nach sich ziehen. Eine Chance, die Unternehmen frühzeitig ergreifen sollten.
Über Dominik Herzog:
Dr. Dominik Herzog ist der Gründer von SYLVENSTEIN Rechtsanwälte, einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftskanzleien im digitalen Bereich. Sie betreuen ausschließlich Unternehmer und sind spezialisiert auf alle Aspekte rund um das Führen eines Unternehmens: Vom Vertragsrecht über das Arbeitsrecht bis hin zum Medienrecht. Weitere Informationen unter: https://sylvenstein-law.de/
Pressekontakt:
Dominik Herzog
Rechtsanwälte SYLVENSTEIN Herzog & Partner PartmbB
https://sylvenstein-law.de/
info@sylvenstein-law.de
Pressekontakt:
Ruben Schäfer
redaktion@dcfverlag.de
Original-Content von: Dominik Herzog, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.06.2022 - 09:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1987267
Anzahl Zeichen: 4621
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Unternehmensberatung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 228 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wenn der Influencer für Imageschäden sorgt - So können sich Werbepartner schützen (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Dominik Herzog (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Nach einem neuen Urteil des Bundesarbeitsgerichts müssen Arbeitgeber zwingend die Arbeitszeit der Angestellten erfassen. Arbeitszeitmodelle auf Vertrauensbasis sind damit vorerst hinfällig. Dies gilt auch im Homeoffice oder bei einer mobilen Tätigkeit. Dieses Urteil hat weitreichende Auswirku
Fristlose Kündigung von Schlesinger - Anwalt klärt auf, in welchen Fällen Gier zur Kündigung führt (FOTO) ...
Sich mal etwas von der Firma bezahlen lassen, ist unter Angestellten durchaus beliebt - besonders in der Chefetage. Wie der Fall der RBB-Intendantin Patricia Schlesinger zeigt, hat das jedoch seine Tücken. Sie veranstaltete im Februar 2022 in ihrer privaten Wohnung ein Abendessen, das satte 1.154
Rechtsanwalt Domenic Böhm klärt auf: Hitzefrei? Diese Rechte und Pflichten haben Chefs und Mitarbeiter (FOTO) ...
Diesen Sommer droht eine gigantische Hitzewelle auf Deutschland zuzukommen. Prognosen zeigen Temperaturen von bis zu weit über 40 Grad Celsius. Bei dieser Hitze fällt es schwer, sich weiterhin zu konzentrieren - und vor allem körperliche Arbeit wird zur echten Belastung. "Der Arbeitgeber
Weitere Mitteilungen von Dominik Herzog
Pava Partners berät die Gründer und Gesellschafter der Synaptikon (NeuroNation) bei strategischer Beteiligung durch die Schwabe Group ...
Pava Partners hat die Gründer und Gesellschafter der Synaptikon GmbH ("Synaptikon"), das Unternehmen hinter der Digitalen Gesundheitsanwendung NeuroNation MED und der Marke NeuroNation, bei einer strategischen Beteiligung der Schwabe Group ("Schwabe") beraten. Mit über 30 Mil
Horváth-Tochtergesellschaft evolvens gewinnt Laurence Greeb als Director Defense & Public Sector ...
- Laurence Greeb verstärkt evolvens - Er war zuletzt bei Accenture tätig und bringt Public Sector- und Implementierungskompetenz sowie langjährige Erfahrung in der Deutschen Marine mit evolvens, eine Tochtergesellschaft der Horváth-Gruppe für die Umsetzung großer Digitalisierungs- und Tr
Städte als Rohstoffdepots: Pilotvorhaben erprobt erstes Materialkataster für kreislauffähiges Bauen in München ...
Über 500 Millionen Tonnen Baurohstoffe verschlingt die deutsche Baubranche jährlich für Gebäude und Infrastruktur (1). Zugleich gilt sie als Hauptverursacher von Abfall. Um dem entgegenzuwirken, hat sich die Landeshauptstadt München im Rahmen ihrer Zero Waste Strategie auf einen innovativen Weg
Unternehmensberatung Heckner: Wie Elektro-Unternehmer mit klaren Strukturen ihre Gewinne gezielt steigern ...
Volle Auftragsbücher, lange Arbeitstage und dennoch bleibt am Monatsende oft zu wenig übrig – eine Realität, die viele Unternehmer im Elektrohandwerk kennen. Während Projekte scheinbar erfolgreich laufen, entstehen im Hintergrund unbemerkt wirtschaftliche Lücken. Doch woran liegt es, dass tro
Deniz Inan: Warum klassische Online-Business-Modelle oft scheitern und was heute besser funktioniert ...
Viele starten voller Hoffnung in klassische Online-Business-Modelle wie Dropshipping oder Affiliate-Marketing. Doch statt stabiler Einnahmen erleben sie oftmals nur Stillstand, hohe Abhängigkeiten und wachsenden Druck. Umso mehr suchen Betroffene nach einem Ansatz, der wirklich funktioniert. Was ab
Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO: Vierteilige Praxis-Beitragsreihe jetzt vollständig verfügbar ...
Ein Auskunftsersuchen nach Artikel 15 DSGVO löst einen Prozess aus, der innerhalb eines Monats abgeschlossen sein muss. Doch in der Praxis stellt genau das viele Unternehmen vor erhebliche Probleme: Auskunftsverlangen werden nicht als solche erkannt, personenbezogene Daten verteilen sich über zahl
Bausektor-Studie: Nachfrage steigt, Kapazitäten fehlen - Branche vor dem nächsten Engpass ...
Der Aufschwung im deutschen Bausektor nimmt Fahrt auf - doch er steht auf wackligen Beinen. Steigende Nachfrage trifft auf fehlende Kapazitäten: Fachkräftemangel, begrenzte Ressourcen und langsame Umsetzung drohen das Wachstum auszubremsen. Das zeigt die aktuelle Studie Neues Bauen* von Simon-Kuch
Carve-outs: Sprungbrett zur Wertsteigerung bei richtiger Kostenplanung ...
- Kostenfalle Verflechtung: Nicht die Größe, sondern der Grad der Verflechtung mit der Muttergesellschaft treibt die Einmalkosten - bei komplexen Strukturen können diese über 15 Prozent des Umsatzes betragen - Dauerhafte Effekte: Nach der Ausgliederung steigen die laufenden Kosten im Schnitt um
Trotz steigender Investitionen in HR-Technologien fehlt bei jedem dritten Unternehmen die Datenbasis für verlässliche Personalentscheidungen ...
Ein neuer Workforce-Transformation-Report von BearingPoint zeigt: Obwohl Unternehmen stark in HR-Technologien investieren, fällt es den meisten weiterhin schwer, Personaldaten in konkrete Erkenntnisse zu Kompetenzen und Talenten zu übersetzen. Sich wandelnde Kompetenzanforderungen, der beschleuni
Trotz steigender Investitionen in HR-Technologien fehlt bei jedem dritten Unternehmen die Datenbasis für verlässliche Personalentscheidungen ...
Frankfurt am Main, 23. April 2026 – Sich wandelnde Kompetenzanforderungen, der beschleunigte demografische Wandel und der Einsatz Künstlicher Intelligenz verändern die Arbeitswelt grundlegend und erhöhen den Transformationsdruck auf Organisationen in ganz Europa. Doch trotz steigender Investiti




