Spitzenforschung in der Additiven Fertigung
Preis für Simulationsergebnisse zum "Powder-Bed-Fusion" Prozess

(PresseBox) - Das Fraunhofer IWM und das Kunststoff-Zentrum SKZ forschen gemeinsam mit Experimenten und Simulationen an einem verbesserten Prozessverständnis des additiven Produktionsverfahrens „Powder Bed Fusion“. Die erzielten Forschungsergebnisse zeigten großen Erfolg bei der internationalen Fachkonferenz auf Schloss Montabaur.
Das IWM aus Freiburg und das SKZ aus Würzburg sind als Tandempartner Teil des größten deutschen Forschungsnetzwerks MATframe, welches sich mit dem pulverbasierten 3D-Druck (PBF) auseinandersetzt. 27 Universitäten und Institute aus ganz Deutschland forschen gemeinsam an neuen Materialien, Prozesshilfsmitteln und begleitenden Simulationen, um derzeitige Hürden der additiven Fertigung zu überwinden. Die Forschenden untersuchen dabei sowohl metall- als auch kunststoffbasierte Verfahren mit dem Ziel, diese weiter in die industrielle Anwendung zu bringen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Schwerpunktprogramm (SPP2122; BI-1859/2-2; BA 1841/32-2) verfügt durch die Vielzahl an beteiligten Laboren über einen umfassenden Pool an Geräten und Analyseverfahren und eröffnet so eine ideale Basis, um Prozesse grundlegend zu verstehen und weitere Innovationen abzuleiten.
Preis für Simulationsergebnisse
Das gemeinsame Ziel der Tandempartner IWM und SKZ besteht darin, den komplexen additiven Fertigungsprozess des PBF für Polymere durch sog. „dimensionslose Kennzahlen“ zu beschreiben (Projekt-ID: 409621284). Am IWM werden dazu numerische Simulationsverfahren entwickelt. Die Forschungsarbeit wird vom SKZ durch PBF-Experimente zur Erweiterung des Prozessverständnisses ergänzt. Dadurch sollen zukünftig beispielsweise optimierte Material- und Prozessdaten frühzeitig identifiziert und aufeinander abgestimmt werden. Bisher sind dazu meist umfangreiche und zeitaufwendige trial-and-error-Versuche notwendig, um bestmögliche und reproduzierbare Prozessparameter für eine Laseranlage einstellen zu können. Im Rahmen einer international besuchten Konferenz auf Schloss Montabaur wurden Ergebnisse aus dem Projekt dem Fachpublikum präsentiert. Der Projektleiter des Fraunhofer IWM, Dr. Claas Bierwisch, konnte mit seinen Erkenntnissen die Jury überzeugen und belegte den 1. Platz im Wettbewerb der wissenschaftlichen Poster dieser Konferenz. Industriefirmen sind im laufenden Prozess auch weiterhin gerne dazu eingeladen Pulver für simulative- und experimentelle Untersuchungen bereitzustellen und somit nicht nur einen wertvollen Beitrag für ein verbessertes Prozessverständnis zu liefern, sondern das eigene Knowhow zu erweitern. Zudem kann an die Ergebnisse in weitergehenden Industriekooperationsprojekten angeknüpft werden.
Fraunhofer IWM
Das Fraunhofer IWM ist Forschungs- und Entwicklungspartner für die Industrie und für öffentliche Auftraggeber im Bereich der Zuverlässigkeit, Sicherheit, Lebensdauer und Funktionalität von Bauteilen und Systemen. Der werkstoffmechanische Ansatz des Fraunhofer IWM zielt darauf ab, Schwachstellen und Fehler in Werkstoffen und Bauteilen zu identifizieren, deren Ursachen aufzuklären und darauf aufbauend Lösungen für die Einsatzsicherung von belasteten Bauteilen, für die Entwicklung funktionaler Materialien und für ressourceneffiziente Fertigungsprozesse anzubieten.
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum
Als Europas größtes Kunststoff-Institut bietet das SKZ seit 61 Jahren praxisgerechte Lösungen für die Kunststoff-Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Neben Forschung und Entwicklung mit direktem Praxisbezug bietet das SKZ Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen zur Qualitätssicherung von Werkstoffen und Fertigprodukten, Kongresse und Tagungen zur Weiterbildung von Fach- und Führungskräften, Praxisseminare und Lehrgänge zur Qualifizierung von Praktikern sowie Zertifizierungen von Managementsystemen z. B. nach ISO 9001. Getragen wird das SKZ von einem leistungsstarken Netzwerk mit mehr als 400 Unternehmen. Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, einem Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum
Als Europas größtes Kunststoff-Institut bietet das SKZ seit 61 Jahren praxisgerechte Lösungen für die Kunststoff-Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Neben Forschung und Entwicklung mit direktem Praxisbezug bietet das SKZ Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen zur Qualitätssicherung von Werkstoffen und Fertigprodukten, Kongresse und Tagungen zur Weiterbildung von Fach- und Führungskräften, Praxisseminare und Lehrgänge zur Qualifizierung von Praktikern sowie Zertifizierungen von Managementsystemen z. B. nach ISO 9001. Getragen wird das SKZ von einem leistungsstarken Netzwerk mit mehr als 400 Unternehmen. Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, einem Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
Datum: 27.06.2022 - 07:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1990166
Anzahl Zeichen: 4423
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Bertold ZugelderMoritz GrünewaldDr. rer. nat. Claas Bierwisch
Stadt:
Würzburg / Freiburg / Montabaur
Telefon: +49 (931) 4104-114+49 (931) 4104-352+49 (761) 5142
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 280 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Spitzenforschung in der Additiven Fertigung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
FSKZ e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Forschungsprojekt RaPPoD soll durch die Entwicklung eines geeigneten PP-Pulvers und das Lasersintern von Monolayern zur Validierung bisher nicht demonstrierte Bauteileigenschaften für lasergesinterte PP-Teile ermöglichen. Mit dem Projekt RaPPoD – Rapid PBF Polymer Development startet eine zu
Was das Auge nicht sieht, misst das SKZ! ...
Im Rahmen einer zeitgemäßen Qualitätssicherung von Kunststoffprodukten stellen Geometriemessungen einen wichtigen Baustein dar. Die Inline-Messung der Schichtdicke von Rohren oder die Analyse von mehrschichtigen Verbundsystemen ermöglicht die Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur von Maßha
Wichtiger Schritt für die Energiewende ...
Brennstoffzellen gelten als Schlüsseltechnologie für die Energiewende. Sie stellen jedoch hohe Anforderungen an die eingesetzten Materialien, und ihre Massenfertigung ist bislang eine große Herausforderung. Am Kunststoff-Zentrum SKZ konnten hierzu kürzlich wichtige Fortschritte erzielt werden. B
Weitere Mitteilungen von FSKZ e. V.
Fashion Design Institut: Schüler designen Schmuck bei Van Cleef & Arpels in Paris ...
Das Düsseldorfer Fashion Design Institut hat auch im April wieder eine exklusive Überraschung für seine Schüler parat: zwölf von ihnen dürfen nach Paris reisen und dort an der L´eCOLE, School of Jewelry Arts einen eigens für sie veranstalteten Workshop von Van Cleefs & Arpels besuchen. E
S+P Compliance Desk - Ihr kompetenter Partner für effektive Schulungen! ...
Diese Anwendung wurde entwickelt, um den Schulungsprozess zu verschlanken und Lernmaterialien optimal zu steuern. Mit der S+P Compliance Desk können Sie die Schulungen Ihrer Mitarbeiter einfach und übersichtlich steuern. Einfach effektiv lernen - mit S+P Compliance Desk Viele Unternehmen h
Stellenanzeige - Die Reloga sucht 2 LKW-Fahrer (m/w/d) in Lindlar ...
Als erfolgreiches Unternehmen der Abfallwirtschaft betreibt die RELOGA Unternehmensgruppe Abfallentsorgungsanlagen aller Art, steuert und vermarktet zugehörige Stoffströme und bietet die notwendigen Logistikleistungen mit einem umfangreichen Fuhrpark an. Zur personellen Verstärkung für unsere
Nachweisgesetz verschärft: Was Arbeitgeber in Arbeitsverträgen anpassen müssen ...
Der Gesetzgeber hat das Nachweisgesetz (NachwG) verschärft. Laut Gesetz müssen Arbeitgeber ihre Vertragsbedingungen zukünftig umfangreicher als bisher schriftlich fassen. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Geldbußen bis zu 2.000 Euro. Gunnar Roloff, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei Ecovis i




