Valneva-CEO: Ganzvirusimpfstoff könnte noch entscheidend sein
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Der CEO des Herstellers Valneva, Thomas Lingelbach, hat an die EU und die Mitgliedstaaten appelliert, nicht aus dem Vertrag mit seinem Unternehmen auszusteigen und damit vorschnell beim einzigen inaktivierten Ganzvirusimpfstoff den Stecker zu ziehen. In einem Portfolio unterschiedlicher Impfstoffe gegen das Coronavirus könnte die Technologie noch eine wichtige Rolle spielen, so der Unternehmenschef im Interview mit dem Branchendienst APOTHEKE ADHOC.
"Wir sind davon überzeugt, dass unser Impfstoff einen signifikanten Beitrag bei der Bekämpfung der Pandemie leisten kann, etwa indem wir Menschen, die sich bislang nicht impfen ließen, erreichen." Darüber hinaus werde man in den kommenden Monaten sehen, dass man eine Plattform mit verschiedenen Impfstoffen brauche. "Vielleicht ist es gerade der inaktivierte Impfstoff, der - in einer Kombination mit anderen - hier noch einen Stellenwert finden wird."
Er hoffe sehr, dass die EU-Kommission den Vertrag angesichts der nun vorliegenden regulären Vollzulassung nicht gänzlich kündige und man wenigstens eine Mindestmenge in die EU liefern könne - und dann, wenn der Bedarf da sei, die Mengen über die Zeit hochfahren könne.
Valneva würde den Impfstoff gerne weiterentwicklen, etwa zu einer multivalenten Vakzine oder einem Impfstoff mit zusätzlichen Komponenten. "Inaktivierte Impfstoffe eignen sich hervorragend für den Aufbau von Plattformen, man kennt das von den Grippeimpfstoffen." Es stehe noch viel Forschungsarbeit an, die Valneva als einziges mittelständisches Impfstoff-Unternehmen finanzieren müsse. "Da gibt es eine Grenze, und die muss man nicht nur kurzfristig, sondern mittelfristig betrachten."
Das vollständige Interview finden Sie hier:
https://ots.de/cjvDrn
https://www.youtube.com/watch?v=UYg8Oy9z1NQ
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Datum: 27.06.2022 - 13:34 Uhr
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