Energiekosten zerren an automobiler und industrieller Lieferkette: Nur Hersteller können ihre Zulieferer retten
- Liquidität dramatisch gesunken: Zulieferer steuern auf tiefrote Zahlen zu- Fairness gefragt: Verbände fordern Kostenbeteiligung in der Wertschöpfungskette- Neue Produktionsstopps drohen: Ohne Hilfe werden Schrauben, Blechteile& Co. fehlen
IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(firmenpresse) - HAGEN -19. Juli 2022. Energiepreise steigen auf das Zwei-, Drei- oder gar Vierfache. Die Liquidität automobiler und industrieller Zulieferer schrumpft drastisch, rote Zahlen sind in Sicht. Und was machen ihre Kunden am Kopf der Lieferkette? Sie ignorieren die Lage. Und riskieren so fehlende Bauteile und neue Produktionsstopps: Ohne Schrauben, Blechteile & Co. werden die Bänder in der Auto-, Waggon- und Windkraftanlagenproduktion stehen bleiben. Die Rettung haben die Hersteller selbst in der Hand: "Unsere Mitgliedsunternehmen aus der Zuliefererindustrie brauchen faire Gespräche und Kunden, die sich an den Energiepreiserhöhungen beteiligen", fordern führende Verbände. Der dringende Weckruf kommt von den Industrieverbänden Blechumformung (IBU) und Massivumformung (IMU) sowie dem Deutschen Schraubenverband (DSV).
"Energiekosten müssen Verhandlungsthema werden"
Die Zulieferer verhandeln mit ihren Abnehmern gerade über die mehr als 50-prozentigen Materialkostenanstiege. Parallel dazu erreicht sie der nächste Preisschock in Form erdrückender Energiekosten. "Diese waren bisher kein Verhandlungsthema, müssen es aber dringend werden", so IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. "Die Anstiege - um Faktor zwei bis vier mit Potenzial nach oben - überfordern die gebeutelten Stahl- und Metallverarbeiter hoffnungslos."
Ohne Unterstützung steuern Zulieferer auf tiefrote Zahlen zu - auch Politik gefordert
Die meisten Zulieferer haben Einsparpotenziale längst ausgereizt, die Abschaffung der EEG-Umlage ist durch gleichzeitige Strompreissteigerungen verpufft. "Kurzfristig wird ihre Liquidität das größte Problem sein. Ohne die Unterstützung aus der Lieferkette steuern die Zulieferer von ihrer knappen einstelligen EBIT-Marge auf tiefrote Zahlen zu", unterstreicht Jacobs.
Gesprächsbereitschaft und Fairness in der Wertschöpfungskette
Gesprächsbereitschaft und Fairness innerhalb der Wertschöpfungskette sind gefragt. Noch pochen die Kunden der meist mittelständischen Zuliefererindustrie auf bestehende Verträge. Und bezweifeln die von ihren Lieferanten genannten Energiepreiserhöhungen. "Unterschiedliche Laufzeiten und Abschlusszeitpunkte sorgen für unterschiedliche Steigerungen, das wird sich aber bald relativieren. Die massiven Anstiege werden alle Unternehmen treffen - das gibt der Markt vor", erklärt Hans Führlbeck, Geschäftsführer des Deutschen Schraubenverbandes.
Deutsche Lieferketten in Gefahr: Schnelles und konsequentes Handeln gefordert
Der DSV-Geschäftsführer fordert schnelles, konsequentes Handeln, um energieintensiv produzierte Produkte in Deutschland zu halten. "Wenn Zulieferer auf den Preissteigerungen sitzen bleiben, werden Lieferketten reißen. Und damit für die Automobil- und Industrieproduktion wichtige Produkte aus dem Markt fallen. Das lässt sich nur verhindern, indem wir die Krise fair und gemeinsam bewältigen", so Führlbeck.
Neuen VDA-Grundsätzen müssen Taten folgen
"Den neuen Grundsätzen des VDA zur Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und ihren Partnern müssen jetzt Taten folgen", ergänzt IMU-Geschäftsführer Tobias Hain. "Das Papier beschreibt alles sehr schön. Ohne Umsetzung ist es aber eben nur ein Stück Papier." Und auch die Politik sei gefordert: Ein Strompreisdeckel - finanziert durch Sonderabgaben auf die Windfall-Effekte aus dem gaspreisgetriebenen Merit-Order-System - sei notwendig und auch möglich.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen der Branche betrug im Jahr 2019 rund 20,49 Milliarden Euro. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.
Fotos: Industrieverband Blechumformung (IBU) - Abdruck honorarfrei - bitte nur mit Quellenangabe
mali pr
Eva Machill-Linnenberg
Schlackenmühle 18
58135 Hagen
ibu(at)mali-pr.de
02331 - 46 30 78
http://www.industrieverband-blechumformung.de
Datum: 19.07.2022 - 13:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1995404
Anzahl Zeichen: 3882
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: - -
Stadt:
Hagen
Telefon: 02331 - 95 88 56
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 412 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Energiekosten zerren an automobiler und industrieller Lieferkette: Nur Hersteller können ihre Zulieferer retten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Industrieverband Blechumformung (IBU) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
HAGEN - 17. Juni 2025. Teile aus der Blechumformung stecken fast überall - jetzt legt diese Schlüsselbranche ihren jüngsten Konjunkturbericht vor. Die über 540 Hersteller von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen etc. sehen reichlich Schatten, aber auch ein wenig Licht: Ihre Geschäftserwartu
Lichtblicke in schwierigen Zeiten: "Zusammenarbeit ist von höchstem Nutzen" ...
HAGEN - 08. April 2025. Leipzig war im März für zwei Tage Dreh- und Angelpunkt der deutschen Blechumformer. Rund 100 Branchenvertreter reisten zu den IBU-Mitgliedertagen nach Sachsen. Ihnen allen brennt die Frage auf den Nägeln: "Wie kommen wir wieder nach vorn, wie machen wir unsere Unterne
Umfrage: Mitglieder geben dem IBU Bestnoten ...
HAGEN -13. Juni 2023. Die Mitglieder des Industrieverbandes Blechumformung bewerten den Verband mit der Note 1,3. "Das ist ein Topergebnis - eines der besten, das wir bisher hatten", so die Beratungsgruppe für Verbandsmanagement (B"VM), die die Befragung durchgeführt hat. Der Zufrie
Weitere Mitteilungen von Industrieverband Blechumformung (IBU)
Das neue Buch von Madeleine Zbinden - jetzt bestellen ...
Komplex, dynamisch, volatil und vieles mehr - Unternehmen und Manager:innen stehen heute vor großen Herausforderungen in der Führung. Traditionelle und altgediente Führungsinstrumente greifen nicht mehr. Es braucht tiefgreifende Veränderungen der Unternehmenskultur, um Mitarbeitende erfolgreich
Dr. Reuter Investor Relations: Arcadia Minerals– Interview mit Jurie Wessels Teil 4: „Wir haben einige Projekte am Start, mit denen wir wirklich sehr zufrieden sind und die Einiges versprechen“ ...
https://www.irw-press.at/prcom/images/messages/2022/66752/Reuter_Arcadia_190722_DEPRcom.001.png Das Video-Interview kann hier im Original eingesehen werden: https://small-microcap.eu/13-07-2022-video-interview-mit-jurie-wessels-ceo-von-arcadia-minerals-teil-4%EF%BF%BC/ Wie zufrieden sind Sie m
Achtung: Sensationelle Übernahme. Massives Kaufsignal. Jetzt schnelle Kursgewinne sichern. Diese Uran-Aktie jetzt kaufen nach 1.324% mit Isoenergy ($ISO.V), 1.390% mit Uranium Energy ($UEC), 3.496% m ...
Achtung: Sensationelle Übernahme. Massives Kaufsignal. Neuer 393% Uran Hot Stock nach 1.619% mit Uranium Energy ($UEC) 19.07.22 08:03 AC Research Vancouver ( www.aktiencheck.de, Anzeige) https://www.irw-press.at/prcom/images/messages/2022/66746/ac07-19-22-AK01.001.png Zum Report: https://www.
Aktie vor massivem Kursschub: Unmittelbar vor Übernahme. Massives Kaufsignal. Stark Kaufen. Diese Uran-Aktie jetzt kaufen nach 1.324% mit Isoenergy ($ISO.V), 1.390% mit Uranium Energy ($UEC), 3.496% ...
Aktie vor massivem Kursschub: Unmittelbar vor Übernahme. Diesen Uran-Aktie jetzt kaufen nach 1.619% mit Uranium Energy 19.07.22 08:17 AC Research Vancouver ( www.aktiencheck.de, Anzeige) https://www.irw-press.at/prcom/images/messages/2022/66748/AC_Kiplin_190722_DEPRcom.001.png Link zum Report




