Homöopathie Kritik: ARD-Kontraste berichtet einseitig
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Auch für OTC-Präparate fehlen hochevidente Wirkungsnachweise - Fokus liegt aber nur auf Homöopathie
Öffentlich-rechtliche Sender publizieren wiederholt Falschaussagen zur Homöopathie. (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(firmenpresse) - "Wieder einmal fügen die öffentlich-rechtlichen Sender ihrer einseitigen und schlecht recherchierten Berichterstattung zur Homöopathie ein neues Kapitel hinzu, das auf Skandalisierung abzielt", mit diesen Worten kritisiert Sanitätsrat Dr. med. Fred-Holger Ludwig einen Beitrag im ARD-Magazin Kontraste, das mit Falschaussagen zur Homöopathie und einseitiger Berichterstattung Stimmung gegen Apotheker und Vertreter der Homöopathie macht. Im Beitrag des Magazins wird nicht nur die falsche Aussage wiederholt, Homöopathie wirke nicht über den Placebo-Effekt hinaus und es gebe keine hochwertigen Studien, die ihre Wirksamkeit untermauern. Zugleich wird der Homöopathie ein Gefährdungspotential unterstellt.
Viele konventionelle Medikamente zeigen in Studien ähnliche Ergebnisse wie die Homöopathie
"Dabei ist es gerade die Abgabe durch fachlich qualifizierte Apotheker, die viele Patienten vor einer nicht indizierten Verwendung von homöopathischen Arzneimitteln schützt. Die Wahrheit ist doch: Auch viele konventionelle verschreibungspflichtige Medikamente oder OTC-Präparate, die in den Apotheken freiverkäuflich erhältlich sind, haben ihre Wirksamkeit nicht anhand von hochwertigen placebo-kontrollierten Studien nachgewiesen", bekräftigt Dr. med. Fred-Holger Ludwig. Fakt ist nach Darstellung des Sanitätsrats, dass konventionelle Arzneimittel mit Blick auf ihre Evidenz ähnlich abschneiden wie homöopathische Medikamente. Das Homeopathy Research Institut (HRI) hat dazu einen Vergleich erstellt: 44 Prozent der doppelblinden-randomisierten placebo-kontrollierten Studien im Jahr 2021 zur Homöopathie zeigten einen positiven Wirkungsnachweis, bei Studien zu konventionellen Medikamenten waren 45 Prozent positiv - ein durchaus vergleichbares Ergebnis, wenn auch die Grundgesamtheit der Studien variiert. "Konsequenterweise müsste man also auch bei konventionellen Medikamenten darauf hinweisen, dass die Studienlage zu ihrer Wirkungsweise nicht immer hochevident ist", stellt der Mediziner heraus.
Homöopathie und konventionelle Medikamente: Vergleichbare Ergebnisse in Studien zur Wirkung
Es mag sein, dass auch Apotheker ihrer umfassenden Beratungspflicht nicht immer nachkommen. Die Beratung durch einen Apotheker sowie die strengen Zulassungskriterien, die in Deutschland auch für homöopathische Arzneimittel gelten, sind jedoch nach Einschätzung von Dr. Ludwig in den allermeisten Fällen Garanten der Patientensicherheit. Die Autoren des Beitrags weisen selbst darauf hin, es sei rechtlich umstritten, ob Apotheker immer über den Stand der Wissenschaften aufklären müssen. "Diese Forderung geht völlig an der Praxis vorbei. Medikamente aus der Onkologie oder der Kardiologie finden ganz selbstverständlich Anwendung, obwohl für sie keine hochwertigen Wirkungsnachweise vorliegen. Wenn der Apotheker nur noch Medikamente anbieten dürfte, die den Kriterien der höchsten Evidenz entsprächen, würde sich das Angebot der Apotheke schlagartig verkleinern. In der medizinischen Praxis und auch in der von Apotheken zeigt sich jedoch alltäglich, dass die Erfahrung und der Wunsch des Patienten weitere wichtige Säulen zur Beurteilung darstellen, ob ein Medikament wirkt oder nicht", erklärt Dr. med. Fred-Holger Ludwig.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 11.08.2022 - 00:20 Uhr
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