RE-use | RE-duce | RE-cycle zum Anfassen / Upcycling statt Müllhalde: Jugendliche bauen Lampen aus

RE-use | RE-duce | RE-cycle zum Anfassen / Upcycling statt Müllhalde: Jugendliche bauen Lampen aus Schrott im Sommerkurs bei zdi.NRW (FOTO)

ID: 2001320

(ots) -

Passend zum diesjährigen Jahresmotto "RE-use | RE-duce | RE-cycle - aus Alt mach Neu" von zdi.NRW haben Jugendliche in Köln ihre Kreativität beim Lampenbau ausgelebt. Aus gesammeltem Schrott und Sperrmüll designten sie unter Anleitung ihre eigenen Lampen - und lernten nebenbei einiges über die MINT-Fächer. Ein Paradebeispiel für gelungene Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich, finanziert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Als die fünf Mädchen und drei Jungen der Klassen 7 bis 11 am ersten Kurstag in der Bildhauerei eintrafen, erwartet sie bereits ein großer Tisch voll mit Schrott: Fundstücke vom Baumarkt oder Flohmarkt, Teile aus der gelben Tonne oder vom Schrottplatz. Daraus suchten sie sich Teile aus, die sie für ihr Lampenprojekt nutzen wollten. Und in den folgenden fünf Tagen gestalteten die Schüler:innen dann daraus ihre eigene Upcycling-Lampe.

Dabei begleiteten sie zwei Dozent:innen von der Bildhauerei Köln. Sie vermittelten ihnen Basiswissen zu Formen und Design, zum Medium Licht als Objekt sowie Elektrotechnik und Lichttechnik. Außerdem leiteten sie die Jugendlichen ganz individuell beim Umgang mit verschiedenen Materialien wie Holz, Plastik oder Metall an. Und ganz nebenbei lernten die Jugendlichen so einiges über Nachhaltigkeit. Welchen Nutzen kann Müll noch haben und wie kann man ihn wiederverwerten?

Künstler:innen werben für Kreativität und Nachhaltigkeit

Im Handwerker- und Künstleratelier in Köln lädt schon das Ambiente zum Kreativwerden ein. Überall sieht man Kunstgegenstände und Werkzeuge, es riecht nach Holz und Farbe. Zwei Künstler:innen des Ateliers haben den Ferienkurs geleitet: Eik Niemann, Tischler, Handwerker und Allrounder und Katrin Kleinau, diplomierte Künstlerin und Bildhauerin.

"Mir macht es besondere Freude, Bewusstsein dafür zu schaffen, sich mit Formen, Materialien und Oberflächen von Fundstücken unter ästhetischen Aspekten auseinanderzusetzen", sagt Katrin Kleinau. Sie möchte die Lust fördern, Müll kreativ neu zu erschaffen und einen wertschätzenden Blick darauf zu werfen. "Denn ursprünglich ist der Schrott, mit dem wir in den letzten fünf Tagen arbeiteten, aus wertvollen, fossilen Materialien gefertigt," fügt sie hinzu.



Auch Eik Niemann blickt optimistisch auf die fünf Tage mit den Schüler:innen zurück: "Ich hoffe, dass wir anhand der Umsetzung handwerklich als auch künstlerisch zeigen konnten, wozu Schrott noch alles verwendet werden kann und wir bei den jungen Menschen den Horizont noch weiter öffnen konnten."

Haptisch, kreativ und mit einem praktischen Ergebnis

Sandra Grinblats vom zdi-Zentrum in Köln ist ebenfalls begeistert von dem Pilotkurs. "Der Kurs war außergewöhnlich; individuell, haptisch, praktisch und kreativ", beschreibt sie begeistert. "Es war einfach toll, zu sehen, was für tolle Objekte aus Müll entstehen."

Besonders zu beobachten war der persönliche Effekt auf die Jugendlichen. Man konnte ihnen ansehen, wie der kreative Prozess und das selbst gestaltete Objekt ihrem Selbstwertgefühl guttaten.

Das bestätigt auch die Schülerin Viktoria, die im Anschluss eine Mail an die Organisator:innen geschrieben hat: "Ich liebe es, Zuhause zu basteln, bauen ... und als der neue Newsletter kam und meine Eltern ihn mir vorgelesen haben, da hat mich "HANDWERK TRIFFT KUNST" direkt angesprochen! Daher hab ich mich gleich angemeldet. Der Kurs war einfach nur WUNDERSCHÖN und hat MEGA Spaß gemacht! Ich hätte nicht gedacht, dass wir so tolle Lampen bauen und dass die Zeit so schnell vergeht. Ein Tag war wirklich verrückt: gefühlt fast GAR NICHTS GESCHAFFT, dabei aber die ganze Zeit MEGA beschäftigt mit bohren, feilen, schneiden... Vielen Dank dass ich dabei sein durfte!!!"

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Über zdi.NRW

zdi steht für "Zukunft durch Innovation.NRW" und ist mit über 5.000 Partnerschaften mit Akteur:innen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Gesellschaft europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Flächendeckend gibt es zdi-Angebote in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. In den vergangenen 15 Jahren hat zdi über 2 Millionen junge Menschen erreicht. Über 70 Schüler:innenlaboren bieten Kindern, Jugendlichen, aber auch jungen Erwachsenen Raum, um MINT zu erleben, ihrer Begeisterung für MINT nachzugehen und sich über MINT-Ausbildungs- und Studiengänge zu informieren. Koordiniert wird zdi vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen. Landesweite Partner:innen sind unter anderem das Ministerium für Schule und Bildung, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Informationen unter: www.zdi-portal.de und https://mint-community.de.

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Kerstin Helmerdig
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Datum: 18.08.2022 - 12:56 Uhr
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