Modifiziertes Gras bietet eine mögliche Lösung für das globale CO2-Problem
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Das niederländische Unternehmen Carbon-Alert arbeitet in Kolumbien daran, das Kohlenstoffproblem der Welt durch die Schaffung von künstlichem Torf zu lösen. Eine neue Pflanzenart ist vermutlich in der Lage, diesen Prozess in hohem Maße zu beschleunigen, so dass Millionen von Tonnen CO2 im Untergrund gespeichert werden können.
Wie funktioniert das?
Mit Carbon-Alert-Pflanzen, so genanntes Juncao-Gras in Kolumbien. Diese Pflanze, auch Riesengras genannt, stammt aus den afrikanischen Tropen und wurde in China modifiziert. Unter warmen Bedingungen wächst es sehr schnell, bis zu 5 Meter in 2 Monaten. Noch wichtiger ist, dass es extrem viel CO2 absorbiert, wie der chinesische Forscher Lei Xuejun, Direktor des Carbon Cycle Research Centre an der Central South University of Forestry & Technology in Hunan, herausgefunden hat. Carbon-Alert will die Pflanze teilweise verflüssigen und unterhalb des Grundwassers injizieren. Infolgedessen verschwindet das gesamte CO2, das die Pflanze aus der Luft aufnimmt, im Boden. Dabei handelt es sich um eine beschleunigte Form der Torfbildung, wie sie die Erde angeblich schon seit 200 Millionen Jahren durchführt.
Tropische Innovation
Carbon-Alert startet sein Projekt mit 4000 Hektar Land in Kolumbien. Dafür gibt es einen wichtigen Grund: Das Riesengras benötigt Nachttemperaturen von mindestens 20 Grad. Dies stellt eine große Chance für Innovationen in tropischen Regionen dar. Auf dem Gelände sollten Bäume gepflanzt werden, die langfristig etwa 0,5 bis 1 Tonne Wurzelkohlenstoff im Boden speichern würden. Nach Untersuchungen von Lei Xuejun* absorbiert das Riesengras jedoch etwa 200 bis 300 Mal mehr CO2. Außerdem trägt die Pflanze keine Samen und ist daher nicht invasiv.
Was produziert sie?
Carbon-Alert hat errechnet, dass 1 Million km² Grasfläche die gesamten CO2 Emissionen weltweit ausgleicht.** "Ein Gebiet, das der halben Fläche Europas entspricht", erklärt Initiator Jacobus van Merksteijn. "Ein riesiges Gebiet, aber auch eine natürliche Alternative für alle Sonnenkollektoren, Windturbinen und Elektroautos der Welt. Das Verfahren dient der CO2-Speicherung, kann aber auch zur Düngung von Wüstengebieten, zur Herstellung von Biomasse, Bioethanol und grünem Kunststoff sowie zur Kompensation von Öl, Kohle und Gas beitragen."
CO2-Zertifikate
Das eingespritzte CO2 wird als sogenannte CO2-Senke betrachtet, die in Zertifikate umgewandelt werden kann. Diese können von Unternehmen erworben werden, um ihre Emissionen auszugleichen. Die Niederlande verkaufen derzeit CO2-Zertifikate im Wert von etwa 1 Milliarde Euro, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Durch die Umwandlung der riesigen CO2-Speicher von Gras in tropischen Gebieten in Zertifikate können wir diese Mengen tatsächlich in wertvolle CO2-Reduktionen umwandeln. Dadurch entstehen Einnahmen für die Regierungen und Möglichkeiten für die Wirtschaft.
Informationen zum Projekt
Carbon-Alert wurde von dem Unternehmer Jacobus van Merksteijn gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, das globale Klimaproblem durch die Nutzung der Kraft der Natur wirksam zu bekämpfen. Albert van den Berg, Direktor des Nano-Instituts MESA+ an der Universität Twente, das Teil eines Konsortiums ist, das nach Lösungen für das CO2-Problem sucht, sagt: "Van Merksteins Plan für eine Technologie mit negativen Emissionen ist eine Untersuchung wert. Wir müssen die Berechnungen noch überprüfen, aber der Plan ist sicherlich eine originelle Idee. Das könnte in der Tat eine Option sein."
Partner
Carbon-Alert arbeitet mit Partnern wie dem Schweizer Unternehmen aXedras und mehreren Investoren, darunter VerdorCapital, zusammen. Der gesamte Prozess wird in Übereinstimmung mit international anerkannten Standards wie UNFCCC-CDM, VCS und Gold Standard durchgeführt und von unabhängigen externen Organisationen geprüft und verifiziert.
Präsentationen und Bilder finden Sie unter: www.carbon-alert.com
*Quelle: (Quelle: http://www.china.org.cn/environment/2015-12/02/content_37212397.htm)
** Quellenberechnung in der Präsentation auf https://carbon-alert.com/
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Pressekontakt:
Jacobus (Koos) van Merksteijn +31 (0)6 55457739 jlvm@carbon-alert.com
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Datum: 30.08.2022 - 09:01 Uhr
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