Job-Hopping in der modernen Arbeitswelt - Headhunter verrät, was dahinter steckt und ob das Karrieremodell wirklich zu beruflichem Erfolg führt (FOTO)
ID: 2009909

(ots) -
Zu viele Jobwechsel schaden dem Lebenslauf - oder doch nicht? Laut EU-Studien bleiben vor allem die jungen Deutschen heutzutage kürzer in Unternehmen, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. "Jobwechsel können eine große Chance für Arbeitnehmer sein. Allerdings kommt es auf die Häufigkeit der Wechsel, die Dauer der Anstellung und die Erklärung der Hintergründe/Motive an", sagt Headhunter Dominik Roth.
"Ein Arbeitsverhältnis beruht auf Vertrauen. Häufige Wechsel können unzuverlässig wirken - wenn kein roter Faden im Lebenslauf ist." Roth sucht und wählt Führungskräfte von heute und morgen aus. Gern verrät er im Folgenden, wie Job-Hopping der Karriere schaden kann, wann es sogar positiv ist und wie man seine Karriere richtig planen kann.
Wie Job-Hobbing der Karriere schaden kann - die Daumenregel
Lassen zu viele Jobwechsel im Lebenslauf keinen roten Faden erkennen, können zu viele kurze Stationen der Karriere nachhaltig schaden - unabhängig davon, welche externen Faktoren die Jobwechsel vermeintlich rechtfertigen. Oftmals bekommen Bewerber zudem erst gar nicht die Chance, häufige Wechsel zu erklären, da sie bereits anhand ihrer Unterlagen ausselektiert werden:
Es wird davon ausgegangen, dass es an Loyalität, Orientierung und Durchhaltevermögen fehlt. Was viele Arbeitnehmer zudem nicht wissen, ist folgende Daumenregel: Um einen validen Track Record aufzubauen, reicht selbst ein Jahr nicht aus. Zweieinhalb bis drei Jahre sollte man daher unbedingt in einem Unternehmen bleiben, um nachweisbare Erfolge für den Arbeitgeber zu erzielen.
Was sind gute Wechselgründe?
Natürlich ist Job-Hopping nicht immer automatisch ein Problem - zumal es durchaus auch gute Gründe gibt, den Job zu wechseln. Abgeschlossene Projekte und andere Herausforderungen zum Beispiel machen sich gut im Lebenslauf, weil sie zeigen, dass der Arbeitnehmer sichtbare Erfolge für sein Unternehmen erzielt hat. Ein weiterer guter Grund für einen Jobwechsel ist der Wunsch nach mehr Gestaltungsspielraum, nachdem man ein Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht hat.
Wenn der Job unerträglich wird
Jeder Mensch erlebt in seinem Job mal gute und mal schlechte Phasen. Wenn die Unzufriedenheit jedoch zum Dauerzustand wird, berufliche Fragen sich dominant auf das Privatleben auswirken und der Job unerträglich für einen ist, ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Wichtig ist, dass man beim nächsten Job mit sehr viel mehr Bedacht vorgeht, indem man sich auf mehr als nur auf ein Kriterium konzentriert. Roth beobachtet oftmals die sog. Fokussierungsillusion, die dazu führt, dass ein Kriterium den Hauptmotivator für den Wechsel darstellt und man dadurch Gefahr läuft, weitere Faktoren nicht zu beachten. So droht die Gefahr, dass man erneut in einen Job gerät, der einen unglücklich macht, was den roten Faden schnell zu einem roten Strich durch den CV umformt.
Fazit
Die Arbeitswelt ist im Wandel: Heutzutage bewegen wir uns in einem flexiblen und dynamischen Umfeld, in dem Job-Hopping nicht mehr ganz so kritisch gesehen wird wie noch vor einigen Jahren. Das hat sicherlich unter anderem auch mit dem Anspruch der Generation Y zu tun, die abwechslungsreiche Tätigkeiten bevorzugt.
Dennoch gilt es, ständige Jobwechsel weitestgehend zu vermeiden - und zumindest für den nächsten Job daraus zu lernen, indem man schon im Voraus alle relevanten Kriterien abwägt. Und: Auch Unternehmen sollten über langfristige Talent-Pools nachdenken, um Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen haben, die Möglichkeit zu geben, zurückzukommen und mit diesen langfristig in Kontakt zu bleiben.
Über Dominik Roth:
Dominik Roth ist Headhunter und Partner bei Mercuri Urval - einer global führenden Personalberatung, die auf die Vermittlung und Potenzialbeurteilung von Führungskräften spezialisiert ist. Er unterstützt Hidden Champions und Technologieführer aus dem industriellen Mittelstand bei allen Themen rund um Headhunting und Management-Diagnostik. Dominik Roth bringt umfassende Erfahrung aus über 300 Executive Searches und mehreren hundert Executive Assessments mit. Außerdem ist er Host des erfolgreichen Karriere-Podcasts "CEO Career Code", der auf Apple, Spotify und Google Podcast kostenfrei verfügbar ist.
Pressekontakt:
Dominik Roth
Mercuri Urval GmbH
https://linktr.ee/dominik.roth
Pressekontakt von Dominik Roth:
Ruben Schäfer
redaktion@dcfverlag.de
Original-Content von: Dominik Roth, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.09.2022 - 09:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2009909
Anzahl Zeichen: 4755
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 254 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Job-Hopping in der modernen Arbeitswelt - Headhunter verrät, was dahinter steckt und ob das Karrieremodell wirklich zu beruflichem Erfolg führt (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Dominik Roth (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Viele Top-Manager unterschätzen die Bedeutung einer gezielten LinkedIn-Positionierung – und verpassen so wertvolle Karrieremöglichkeiten. Dominik Roth, Headhunter und Partner bei Mercuri Urval, weiß aus eigener Erfahrung, wie entscheidend eine strategische Online-Präsenz ist. Mit innovativen H
Dominik Roth: Als Top-Manager auf die nächste Stufe – so überzeugen Führungskräfte Entscheider von sich ...
In der heutigen Unternehmenslandschaft stehen viele Top-Manager vor der Herausforderung, ihre Führungsqualitäten in der Chefetage unter Beweis zu stellen. Der Zugang zu den obersten Führungsebenen ist oft mit Hürden verbunden, die es zu überwinden gilt. Doch welche Schritte sind notwendig, um i
KI im Bewerbungsprozess? Headhunter verrät, worauf Bewerber dabei achten müssen ...
Für viele Bewerber aus der Generation Z sind KI-Tools wie ChatGPT ein wahrer Segen – auch beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen. Doch nicht immer führt diese Vorgehensweise zum Erfolg, und der vermeintlich gesparte Arbeitsaufwand wird stattdessen zum K.-o.-Kriterium. Insbesondere unpassende Ph
Weitere Mitteilungen von Dominik Roth
Jahreskonferenz der AlphaDekade: Jeder zehnte Erwerbstätige hat Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. ...
Knapp vier Millionen Beschäftigte in deutschen Unternehmen haben große Lücken beim Lesen und Schreiben, beim Rechnen und bei digitalen Kompetenzen. Wie kann ihre Qualifizierungs- und Beschäftigungsfähigkeit erhalten werden? Welche Vorteile haben Unternehmen, die ihre Beschäftigten weiterqual
Ranking der attraktivsten Unternehmen und wichtigsten Eigenschaften für Young Professionals ...
- Academic Work veröffentlicht den jährlichen Young Professional Attraction Index (YPAI) - Umfrage unter mehr als 14.000 Young Professionals aus sechs Ländern Academic Work, Spezialist für die Vermittlung und Rekrutierung von Young Professionals, veröffentlicht heute die achte Ausgabe s
Lebenslanges Lernen: wie nötig digitale Lernangebote für Unternehmen sind ...
- 56 Prozent der Deutschen geben an, dass ein Mangel an persönlicher Entwicklungsmöglichkeit ein Grund ist, den Job zu wechseln - 77 Prozent der Mitarbeitenden wären in ihrer derzeitigen Position glücklicher wenn sie mehr persönliche Entwicklungsmöglichkeiten hätten - 41 Prozent der D
Hasso-Plattner-Institut zeichnet die besten IT-Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure aus (FOTO) ...
Acht Masterstudierende und ein Bachelorstudent haben an der gemeinsamen Digital-Engineering-Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und der Universität Potsdam (UP) ihr Informatikstudium dieses Jahr mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen. Weitere vierzehn Masterabsolvent:innen sowie fünf Bache




