Service-Checks der Deutschen Umwelthilfe belegen: Unzureichender Kundenservice in Baumärkten zur Information und Rücknahme von schadstoffhaltigen Produkten
ID: 2024713
- Baumärkte informieren Kundinnen und Kunden nicht ausreichend über Entsorgungsmöglichkeiten schadstoffhaltiger Bauschaumdosen, Energiesparlampen und Elektrogeräte
- Im Durchschnitt bieten getestete Baumärkte lediglich mittelmäßigen Kundenservice zur Information und Rücknahme schadstoffhaltiger Produkte
- DUH fordert Baumärkte auf, Umwelt- und Verbraucherschutz ernst zu nehmen und ihren Service zu schadstoffhaltigen Produkten wesentlich zu verbessern
In deutschen Baumärkten werden Verbraucherinnen und Verbraucher unzureichend darüber informiert, wie und wo sie schadstoffhaltige Produkte wie Baumschaumdosen oder Energiesparlampen ordnungsgemäß entsorgen können. Das ist das Ergebnis von Testbesuchen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in 26 Filialen von insgesamt zehn Baumarktketten. Falsch entsorgt, gefährden diese Produkte Umwelt und Gesundheit. Alte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, Quecksilber und gebrauchte Bauschaumdosen enthalten den gesundheitsschädlichen Reststoff Isocyanat. Deshalb müssen sie getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt werden. Aber auch Elektroschrott kann schädliche Stoffe wie Flammschutzmittel, Schwermetalle und hormonaktive Substanzen beinhalten.
Damit sich Verbraucherinnen und Verbraucher über den Service einzelner Baumärkte und -ketten und deren gelebten Umweltschutz informieren können, sind die Ergebnisse der einzelnen Testbesuche unter www.duh.de/servicecheck zu finden.
"Wenn Baumärkte Umweltschutz ernst meinen, dann müssen sie auch die volle Verantwortung für die von ihnen in Verkehr gebrachten Produkte übernehmen. Insbesondere dann, wenn diese Schadstoffe beinhalten. Deshalb schreibt der Gesetzgeber vor, dass Verbraucherinnen und Verbraucher über die Rücknahme und Entsorgung von Energiesparlampen und Bauschaumdosen informiert werden müssen. Doch genau daran hapert es nach wie vor. In einigen Fällen wurden Verbraucherinnen und Verbraucher nicht über Entsorgungsmöglichkeiten informiert, die Annahme von Elektrogeräten und Energiesparlampen abgelehnt und Bauschaumdosen nur "ausnahmsweise" angenommen. In vielen Baumärkten fehlten zudem Hinweisschilder zur Entsorgung schadstoffhaltiger Produkte oder sie waren zu klein, versteckt angebracht und kaum wahrnehmbar. Zu allem Übel gab es bei einem Viertel aller befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unkenntnis oder mündliche Fehlinformationen zur Entsorgung von Bauschaumdosen im Gelben Sack. Die Gefahren für Umwelt und Menschen, die durch falsche Entsorgung entstehen können, sind enorm. Wir fordern die Baumärkte auf, stärker als bisher ihre Mitarbeitenden zu schulen, die Beratungsqualität zu verbessern und ihren Rücknahmeservice für schadstoffhaltige Produkte signifikant zu verbessern", kommentiert die DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.
Die DUH hat Baumärkte in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt getestet. Überprüft wurden Informations- und Rücknahmeangebote zur umweltfreundlichen Sammlung und Entsorgung von Elektroaltgeräten, Energiesparlampen und Bauschaumdosen. Das beste Gesamtergebnis beim Kundeservice erreichten die Filialen von Globus. Sie zeichneten sich durch eine reibungslose Rücknahme, geschulte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Bereitstellung aller wesentlichen Informationen aus. Ebenfalls gut schnitten beispielsweise die Baumarktketten Hornbach, Bauhaus oder Sonderpreis Baumarkt ab. OBI und toom erreichten lediglich ein mittelmäßiges Ergebnis. Besonders schlecht schnitten die Ketten Tedox und Landmaxx ab.
Link:
Zu den Ergebnissen der DUH-Service-Checks und zur Checkliste zur verbraucherfreundlichen Rücknahme von Bauschaumdosen und Energiesparlampen in Baumärkten: https://www.duh.de/servicecheck/
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de
Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
0151 18256692, fischer@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,
www.linkedin.com/company/umwelthilfe
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.11.2022 - 11:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2024713
Anzahl Zeichen: 4400
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Handel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 263 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Service-Checks der Deutschen Umwelthilfe belegen: Unzureichender Kundenservice in Baumärkten zur Information und Rücknahme von schadstoffhaltigen Produkten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Karten und Berechnungen zeigen potenziell betroffene Fläche und gefährdete Adressen für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte - Hohes Risiko für schwere Schäden bei Jahrhunderthochwasser: Hochwasser-Risikograd auf Landkreisebene zeigt deutlichen Handlungsdruck im gesamten Bundesgebi
Pressezitat: Fast drei Viertel der Biogasanlagen in Deutschland mit erheblichen Mängeln: Deutsche Umwelthilfe warnt vor klimaschädlichen Methan-Lecks und Behördenversagen ...
Ein Bericht der Kommission für Anlagensicherheit (KAS) zeigt, dass Sicherheits- und Umweltstandards für Biogasanlagen vielerorts nicht eingehalten werden: Rund 71 Prozent der überprüften Anlagen weisen erhebliche Mängel auf. Dazu zählen undichte Gassysteme, fehlende oder überfällige Dichthei
Katastrophales Gebäudemodernisierungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe bereitet Verfassungsbeschwerde vor ...
Trotz breiter Kritik hat der Bundestag heute das Gebäudemodernisierungsgesetz verabschiedet. Statt auf wirksamen Klimaschutz wird auf teure sogenannte grüne Gase gesetzt und damit fossile Gasinfrastruktur weiter verfestigt. Das Gesetz widerspricht aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) den gese
Weitere Mitteilungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.
#Haltungswechsel: ALDI bezieht bereits 40 Prozent der Trinkmilch aus den Haltungsformen 3 und 4 (FOTO) ...
ALDI geht beim #Haltungswechsel weiter voran und erreicht den nächsten Meilenstein ein Jahr früher als geplant. Das zeigt, dass die Nachfrage nach tierwohlgerechteren Produkten weiter anhält. Auch im Bereich Frischfleisch setzt ALDI weitere Maßnahmen für mehr Tierwohl um. ALDI hat mit dem #
Trotz Krisen: Erwartung deutscher Verbraucher*innen an soziales Engagement von Unternehmen bleibt hoch (FOTO) ...
Trotz gegenwärtiger Krisen, wie der Anstieg der Inflation und der Energiepreise durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine erwarten weiterhin fast 60 % der deutschen Konsument*innen von Unternehmen, sich gesellschaftlich zu engagieren - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Hierbei erwÃ
Ford Ranger der neuen Generation ist ab sofort auch als besonders luxuriöse "Platinum"-Variante bestellbar (FOTO) ...
- Die neue Platinum-Variante des Ford Ranger, Europas meistverkauftem Pick-up, setzt die Maßstäbe für Luxus innerhalb der Ranger-Baureihe - Premium-Innenraum mit Ledersitzen - Leistungsstarker 3,0-Liter-V6-Turbodiesel kombiniert Laufkultur mit hoher Zugkraft - In Europa sind die Auftrag
Initiative für gesünderes Leben in Frankreich: Carrefour und Danone gewinnen zusammen mit neun großen Lebensmittelherstellern den SIRIUS-Preis für nachhaltige Zusammenarbeit 2022 ...
Die Initiative "Le Lundi C'est Veggie" ("Montag ist Veggie-Tag"), die im Rahmen der Collaboration for Healthier Lives Coalition of Action (https://www.theconsumergoodsforum.com/health-wellness/healthier-lives/) (CHL) des Consumer Goods Forum von den beiden Co-Vorsitzenden




