Tag der Biodiversität (22.5.) BirdLife und NABU legen alarmierenden ?Biodiversitäts-Report? vor

Tag der Biodiversität (22.5.) BirdLife und NABU legen alarmierenden ?Biodiversitäts-Report? vor

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Tag der Biodiversität (22.5.) BirdLife und NABU legen alarmierenden "Biodiversitäts-Report" vor



(pressrelations) - pke: Wir brauchen einen Rettungsschirm für die biologische Vielfalt

Brüssel/Berlin - Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt (22.5.) hat BirdLife International eine mit seinen europäischen Partnerverbänden wie dem NABU erarbeitete Biodiversitäts-Studie vorgestellt. Darin werden die Ursachen analysiert, warum es der Staatengemeinschaft nicht gelungen ist, das Artensterben bis 2010 zu stoppen. Aber es werden in dem 24 Seiten starken Report auch - unter anderem anhand von Fallbeispielen zum erfolgreichen Schutz verschiedener Arten - konkrete Vorschläge zur Rettung der biologischen Vielfalt gemacht.

Im Biodiversitäts-Vergleich der 27 EU-Staaten landete Deutschland unter dem Durchschnitt, besonders schlechte Werte erzielte es bei der Bestandssituation geschützter Lebensraumtypen und Arten, sowie aufgrund der weitgehend fehlenden Managementpläne für die Natura 2000-Schutzgebiete. "Nicht nur in Deutschland, in praktisch allen Mitgliedstaaten ist der Schutz der biologischen Vielfalt zu oft kurzsichtigen wirtschaftlichen Einzelinteressen zum Opfer gefallen, etwa in der Agrar-, Fischerei- und Infrastrukturpolitik", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der NABU fordert die Europäische Union, Deutschland und die Bundesländer daher auf, endlich einen politischen und finanziellen Rettungsschirm für die biologische Vielfalt zu spannen, deren Verlust eine UN-Studie zum ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt (TEEB) auf derzeit 50 Milliarden Euro und bis zu 14 Billionen Euro bis zum Jahr 2050 veranschlagt. "Die BirdLife-Analysen und die TEEB-Studie belegen, dass die Biodiversitätskrise mindestens so dramatisch ist wie die aktuelle Euro-Krise. Sie verlangt daher ebensolche Entschlossenheit im Handeln", so NABU-Europadirektor Claus Mayr.

Erst Ende April hatten Wissenschaftler von BirdLife International und mehr als vierzig Instituten in der renommierten Fachzeitschrift "Science" eine Studie veröffentlicht, die auch für die globale Ebene das vollständige Versagen der Politik beim Artenschutz belegt.



Untersuchungen zu Naturschutzaktivitäten der Bundesländer bestätigten das auch für Deutschland. Europa habe eigentlich wirksame gesetzliche Regelungen zum Schutz der biologischen Vielfalt. "Diese sind aber nur so gut, wie sie von Bund und Ländern umgesetzt werden. In Deutschland besteht noch erheblicher Nachholbedarf. Bei der Umsetzung der 2007 verabschiedeten nationalen Biodiversitätsstrategie steht die Ampel für die meisten Länder auf Rot", so Mayr.


Für Rückfragen: Claus Mayr, NABU-Direktor Europapolitik, Brüssel, mobil (+49)172-5966098.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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Datum: 21.05.2010 - 17:47 Uhr
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