Jahrhundertgift PFAS: Dr. Michael Schlipf steht auf der SKZ-Fachtagung "Innovations using Fluorpolymers" Rede und Antwort
ID: 2037880
Die Fachtagung mit Podiumsdiskussion zum PFAS-Verbot findet am 3. und 4. Mai in Würzburg statt

(PresseBox) - Die Debatte um das kürzlich von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorgeschlagene Verbot der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) ist brandaktuell. Die SKZ-Fachtagung "Innovations using Fluorpolymers" am 3. und 4. Mai unter der Leitung von Dr. Michael Schlipf bietet u. a. die Möglichkeit, mit Experten zu diesem Thema an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen.
Durch das anvisierte Verbot der PFAS könnte die EU erstmals eine ganze Stoffgruppe mit mehr als 10.000 Chemikalien verbieten - darunter auch die Fluorpolymere. Dabei ist diese polymere Stoffgruppe ausschließlich aufgrund der Strukturelemente CF2 und CF3 Bestandteil der PFAS-Gruppe. Ihr chemisches Verhalten unterscheidet sich in substanzieller Art von den niedermolekularen PFAS-Vertretern.
Fluorpolymere sind in ihren technischen Anwendungen praktisch unersetzlich. Um den Anforderungen neuer Trends erfolgreich gerecht zu werden, werden bestehende Produkte laufend weiterentwickelt und neue Produkte kreiert. Neben der Produktentwicklung spielt auch die kontinuierliche Verbesserung der Verarbeitungsverfahren eine zentrale Rolle, insbesondere im Hinblick auf wirtschaftlich vorteilhafte Systemlösungen. Neu abgestimmte Eigenschaftsprofile für Fluorpolymere und die Entwicklung neuer Compounds und Materialverbunde schaffen Materialeigenschaften, die bis vor kurzem als unmöglich galten. Alle großen neuen Megatrends wie E-Mobilität, 5G-Datenübertragung, Grüner Wasserstoff oder die Erfüllung der Ziele des "Green Deal“ der EU können nur durch den Einsatz von Fluorpolymeren verwirklicht werden. All diese Innovationen werden unter Einhaltung komplexer regulatorischer Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeitsaspekte sowie einer end-of-lifecycle-Betrachtung entwickelt.
Mit Dr. Michael Schlipf, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Fachgruppe Fluoropolymergroup des pro-K Industrieverbands "Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff" e.V., wird die internationale SKZ-Fachtagung „Innovations using Fluorpolymers“ von einem ausgewiesenen und anerkannten Experten auf dem Gebiet der Fluorpolymere geleitet. Schlipf ist Gastdozent an der Hochschule Aalen im Bereich „Kunststoffe im Maschinen- und Leichtbau“ und hat maßgeblich dabei mitgewirkt, dass die Verarbeiter und Hersteller von Fluorpolymeren im pro-K organisiert sind.
Die renommierte SKZ-Fachtagung behandelt schwerpunktmäßig die bedeutende Rolle der Fluorpolymere bei den aktuellen Megatrends sowie bestehende und neue Materialien und deren Anwendungen, insbesondere im Bereich innovativer Antriebskonzepte und regenerativer Energien. Gerade für die chemische Industrie, die Biotechnologie und die pharmazeutische Industrie sowie die Elektronik-/Halbleiterindustrie werden innovative Systemlösungen gebraucht – durch Fluorpolymere. Auch Marcel van den Noort und Deepak Kapoor von der Gujarat Fluorochemicals GmbH aus Hamburg werden in ihrem Vortrag "Advocacy efforts for the exemption of fluoropolymers from PFAS restriction proposal" auf die laufende Debatte um das PFAS-Verbot eingehen. Ebenso ist die Abschlussdiskussion am Ende des ersten Tages der Auseinandersetzung mit der laufenden PFAS-Beschränkung gewidmet.
Ab 22. März sollten die betroffenen Unternehmen und Organisationen innerhalb von vier Wochen die Möglichkeit nutzen, Eingaben gegen das ECHA-Dossier vorzunehmen. pro-K wird sich massiv für eine differenzierte Betrachtung und Bewertung der Fluorkunststoffe einsetzen. Alle Betroffenen sind von der ECHA aufgefordert, zu beschreiben, welche Auswirkungen die PFAS-Regulierung für ihr Unternehmen bedeutet: https://echa.europa.eu/de/restrictions-under-consideration
Weitere Informationen und Anmeldung unter https://www.skz.de/bildung/tagung/innovations-using-fluoropolymers
Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, einem Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, einem Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
Datum: 14.03.2023 - 07:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2037880
Anzahl Zeichen: 4414
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Eva Engelmann
Stadt:
Würzburg
Telefon: +49 (931) 4104-184
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 305 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Jahrhundertgift PFAS: Dr. Michael Schlipf steht auf der SKZ-Fachtagung "Innovations using Fluorpolymers" Rede und Antwort"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
FSKZ e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Forschungsprojekt RaPPoD soll durch die Entwicklung eines geeigneten PP-Pulvers und das Lasersintern von Monolayern zur Validierung bisher nicht demonstrierte Bauteileigenschaften für lasergesinterte PP-Teile ermöglichen. Mit dem Projekt RaPPoD – Rapid PBF Polymer Development startet eine zu
Was das Auge nicht sieht, misst das SKZ! ...
Im Rahmen einer zeitgemäßen Qualitätssicherung von Kunststoffprodukten stellen Geometriemessungen einen wichtigen Baustein dar. Die Inline-Messung der Schichtdicke von Rohren oder die Analyse von mehrschichtigen Verbundsystemen ermöglicht die Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur von Maßha
Wichtiger Schritt für die Energiewende ...
Brennstoffzellen gelten als Schlüsseltechnologie für die Energiewende. Sie stellen jedoch hohe Anforderungen an die eingesetzten Materialien, und ihre Massenfertigung ist bislang eine große Herausforderung. Am Kunststoff-Zentrum SKZ konnten hierzu kürzlich wichtige Fortschritte erzielt werden. B
Weitere Mitteilungen von FSKZ e. V.
TUM informiertüber Studienangebot ...
Vom 20. bis 24. März stehen die Master-Studienangebote der Technischen Universität München im Fokus zahlreicher Info-Sessions. Auch der „Master in Management“ – das Angebot am TUM Campus Heilbronn – ist Bestandteil der Online-Veranstaltungen. Über die rund 100 Studiengänge im Masterbere
Warum Anwesenheitslisten auf Papier keine Zukunft haben ...
Jeder, der schon einmal einen Kurs oder ein Event besucht hat kennt die Situation: Zur Erfassung der Anwesenheit wird eine Papierliste durchgereicht, auf der man sich eintragen und unterschreiben muss. Dabei kann jeder Teilnehmende die Daten der anderen einsehen und so richtig effizient ist dieser P
LEARNIAC ...
Weiterbildung Konstante Weiterqualifizierung und lebenslanges Lernen sind die Schlüsselfaktoren, um in der immer komplexer werdenden Arbeitswelt Schritt zu halten. Neben berufsbegleitenden Studienangeboten und Weiterbildungskursen mit Zertifikaten, steigt das Interesse an kleinteiliger digitaler We
Die Zukunft beginnt jetzt: Neue Studierende starten ins Sommersemester ...
Für Sophia Mohr beginnt heute die Zukunft. "Ich habe Lust auf Krankenhausverwaltung", sagt die 19-Jährige. Daher hat sie sich an der Hochschule Flensburg für ein Betriebswirtschaftsstudium eingeschrieben. "Ab dem vierten Fachsemester kann ich dann den Schwerpunkt Gesundheitsmanagem




