Forderung nach Trendumkehr in der hessischen Wohnungspolitik

Forderung nach Trendumkehr in der hessischen Wohnungspolitik

ID: 2038504

Haus& Grund Hessen und Haus& Grund Frankfurt begrüßen Vorstoßder FDP im Hessischen Landtag nach einem"Bau-Booster" als Schritt in die richtige Richtung



(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

(firmenpresse) - Frankfurt/Wiesbaden, 16. März 2023 - "Ein Bau-Booster ist genau das, was wir jetzt brauchen", sagt Younes Frank Ehrhardt, Geschäftsführer von Haus & Grund Hessen, zum heute vorgestellten Positionspapier der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. "Die Landesregierung muss die Rahmenbedingungen verbessern, damit die privaten Immobilieneigentümer motiviert werden, wieder mehr zu investieren", erklärt Gregor Weil, Geschäftsführer von Haus & Grund Frankfurt am Main.



"Weniger vorschreiben, mehr machen lassen", ist das Prinzip, nach dem sich gemäß der heute vorgestellten Vorschläge der hessischen FDP Wohnungsbau für Bauherren wieder lohnen soll. "Alle Bauvorschriften in Hessen gehören auf den Prüfstand", sagt dazu der Geschäftsführer von Haus & Grund Hessen, Younes Frank Ehrhardt. "Das Paragrafendickicht muss gelichtet werden, Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen doppelt so schnell ablaufen wie bisher, denn die Situation auf dem hessischen Wohnungsmarkt ist angespannter denn je. Explodierende Baukosten, Lieferengpässe, eine hohe Inflation und steigende Finanzierungskosten wirken sich massiv auf private Investitionen aus. Will die Politik keine Vollbremsung beim Wohnungsbau riskieren, muss sie reagieren. Alle politischen Ebenen - Kommunen, Land und Bund - müssen dafür sorgen, dass sich der Wohnungsbau nicht weiter verteuert. Dazu braucht es verfügbare und bezahlbare Grundstücke, entschlackte Bebauungspläne, schnelle Genehmigungsprozesse und etwas mehr wirtschaftlichen Realismus."



Dringend geboten: "Ein positiv besetztes und verlässliches Investitionsklima"

Hinzu komme, dass trotz eines unverändert hohen Wohnbedarfs die Bereitschaft zu Investitionen deutlich geschwächt sei, nicht zuletzt durch den Vertrauensverlust, der insbesondere auf stetig verschärfte mietpreisregulierende und die Eigentumsfreiheit beschränkende Eingriffe in den Wohnungsmarkt zurückzuführen sei, so Ehrhardt. "Doch Wohnungsknappheit lässt sich in erster Linie durch Wohnungsbau bekämpfen. Dringend geboten ist jetzt ein positiv besetztes und verlässliches Investitionsklima. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl fordern wir deutlich mehr Unterstützung von der Landespolitik."





Frankfurt: Immer mehr Bauprojekte werden verschoben

"Die Folgen des Mangels an Bauflächen und zunehmender Regulierung des Wohnungsmarktes werden in Frankfurt und dem umliegenden Ballungsraum besonders deutlich", sagt Gregor Weil, Geschäftsführer von Haus & Grund Frankfurt am Main. "Mehr als die Hälfte aller Wohnungen in Frankfurt (57 Prozent) werden von privaten Eigentümern bewohnt oder von Privatpersonen vermietet. Die Ergebnisse der jüngsten Mitgliederbefragung von Haus & Grund Frankfurt zeigen: Immer mehr private Bauherren und Vermieter verschieben neue Bauprojekte und auch Investitionen in ihre bestehenden Immobilien aufgrund des Zusammenspiels von Rekordinflation, stark steigenden Zinsen und verschärfter Regulierung des Mietmarktes." Gaben 2021 ein Viertel der Mitglieder von Haus & Grund Frankfurt (25 Prozent) an, geplante Investitionen aufgrund schärferer wohnungspolitischer Regelungen zu verschieben, so sind es in der im Januar 2023 veröffentlichten Umfrage bereits ein Drittel (32 Prozent) der beinahe 900 Teilnehmer. Weil: "Die politisch verursachten Bremsen machen die nötigen Investitionen in neue und bestehende Wohnungen immer unattraktiver und müssen deshalb dringend gelöst werden. Und mehr Investitionen in neue Wohnungen sind der wirksamste Hebel zur Dämpfung der Mieten im Ballungsraum, mehr Modernisierungen reduzieren den CO2-Ausstoß. Dafür muss die Hessische Landesregierung bessere Rahmenbedingungen schaffen."



Rund 360.000 zusätzliche Wohnungen werden in Hessen bis 2040 benötigt, zitiert Ehrhardt Zahlen des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU). "Die zusätzlichen Wohnungen müssten auch schnell zur Verfügung stehen. Eine Umkehr dieses Trends ist jedoch nicht in Sicht, die Zahl der Baugenehmigungen ist seit Monaten stark rückläufig - neue Wohnungen drohen also auch in Zukunft Mangelware zu sein. Daher müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit eine Trendumkehr gelingen kann", so Ehrhardt.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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- Die privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Hessen verfügen über rund 2,5 Millionen Wohnungen, also über mehr als 85,4 Prozent des gesamten hessischen Wohnungsbestandes. . Zudem stellen Sie rd. 66 Prozent der Mietwohnungen.
- Sie investieren jährlich über 7,1 Milliarden Euro in ihre hessischen Immobilien.
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Datum: 16.03.2023 - 12:55 Uhr
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Kategorie:

Bau & Immobilien



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