NABU kritisiert vorzeitige Festlegung auf Laufzeitverlängerung
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NABU kritisiert vorzeitige Festlegung auf Laufzeitverlängerung
Berlin - NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller erklärt zu der Ankündigung der Bundesregierung, bereits vor Vorlage der wissenschaftlichen Szenarien und ihres Energiekonzepts über die Verlängerung der Atomlaufzeiten zu entscheiden:
"Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Kanzlerin Merkel und den Hardlinern in Union und FDP ging es von Beginn an einzig darum, möglichst lange Laufzeiten für die alternden Meiler der Atomkonzerne durchzusetzen.
Wissenschaftliche Szenarien und energiepolitische Konzepte werden damit zum bloßen Konfetti, mit dem die Atombosse ihre Zusatzgewinne feiern."
Stattdessen müsste die Energiepolitik vom Ende her gedacht werden, wie es der Sachverständigenrat für Umweltfragen kürzlich vorgemacht hat: die langfristigen Klimaziele vorgeben und den Energiemix daraus ableiten.
Die Bundesregierung schreibt dagegen nun das starre Festhalten an einer Dinosaurier-Technologie vor, der sich die erneuerbaren Energien unterzuordnen haben.
Miller: "Angesichts dieses energiepolitischen Blindflugs ruht die letzte Hoffnung auf dem Bundesrat. Bei einer Verlängerung der Laufzeiten hat der nämlich noch ein Wörtchen mitzureden."
Für Rückfragen und als Interviewpartner:
Elmar Große Ruse, NABU-Energieexperte, 030-284984-1611, mobil 0173-35 22 872.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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Datum: 31.05.2010 - 11:47 Uhr
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