Freistaat fördert Bürgerengagement im ländlichen Raum
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Freistaat fördert Bürgerengagement im ländlichen Raum
Reinholz: Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb
"Wir brauchen lebenswerte und überlebensfähige Dörfer. Die Menschen sollen hier gern leben, wohnen und arbeiten", sagte Minister Jürgen Reinholz angesichts der demografischen Entwicklung vor allem im ländlichen Raum Thüringens." Auf einer Konferenz der Regionalen Aktionsgruppen in Dermbach (Wartburgkreis) rief Thüringens Umweltminister Bürger und Vereine der Region auf, am Wettbewerb "Dörfer in Aktion" teilzunehmen.
Bis zum 01.09.2010 können innovative Projektideen zur Stärkung bürgerschaftlichen Engagements im ländlichen Raum Südwestthüringens bei der jeweiligen Regionalen Aktionsgruppe eingereicht werden. Aus diesen wählt eine Jury im Herbst 2010 die besten 20 Projekte aus. Jedes Projekt kann mit bis zu 3.000 Euro gefördert werden. Dorfbewohner und Vereine sollen so in ihrem ehrenamtlichen Engagement bestärkt werden. "Wettbewerbe dieser Art tragen unzweifelhaft dazu bei, die Entwicklung der ländlichen Räume von innen heraus, von den örtlichen Akteuren selbst, zu gestalten und gleichzeitig für die Zukunft auszurichten" stellte Minister Reinholz fest.
Hintergrund: Seit 1991 erprobt die EU mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER einen gebietsbezogenen Entwicklungsansatz. LEADER (Liaison entre actions de développement de l´économie rurale) heißt wörtlich Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und betrachtet die Regionalentwicklung als Querschnittsaufgabe. Dafür stellt das Thüringer Umweltministerium jährlich rund 15 Millionen Euro Fördermittel aus Landes-, Bundes- und europäischen Mitteln zur Verfügung. Seit 2008 organisieren und begleiten 15 regionale Aktionsgruppen (RAG) die Projekte vor Ort. Diese Zusammenschlüsse privater und öffentlicher Personen und Institutionen aus dem wirtschaftlichen und sozialen Bereich, meist als Verein oder privatrechtliche Gesellschaft organisiert, entscheiden auch über die Förderwürdigkeit einzelner Vorhaben und über die Verwendung der Fördermittel. In Thüringen gibt es flächendeckend RAGs, deren Arbeitsgrundlage die eigens erarbeiteten regionalen Entwicklungsstrategien sind. In Südthüringen sind die Wartburgregion e.V., Henneberger Land e.V. und die RAG Hildburghausen-Sonneberg aktiv. Allein im Jahr 2009 entschieden die drei RAG über Fördermittel in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro.
Weitere Informationen unter www.thvs-leader.deund direkt zum Wettbewerb www.doerfer-in-aktion.de.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Andreas Maruschke
Pressesprecher
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Datum: 01.06.2010 - 16:17 Uhr
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