Schriftliche Medienpitches sind wie gute Schuhe – sie müssen richtig passen
Franziska Fricke, Senior-Account-Managerin bei PR-COM (Quelle: PR-COM)(firmenpresse) - 3. April 2024 – Es ist tragisch, wenn gute Artikel und Pressetexte ungelesen bleiben. Sie zu vermitteln, gehört zu den schwierigsten Aufgaben für Kommunikations- und PR-Berater. Die Münchner Kommunikationsagentur PR-COM gibt ihnen fünf Best Practices für schriftliche Medienpitches an die Hand, sodass ihre Themen den Weg zu den Leserinnen und Lesern auch wirklich finden.
Vom Fachartikel über Kommentare bis hin zur klassischen Presseinformation: Gute PR-Agenturen decken für ihre Kunden das gesamte journalistische Spielfeld ab. Allein mit dem Verfassen guter Texte ist ihre Arbeit allerdings nicht getan, denn selten klopfen die Medienvertreter an der Türe und verlangen nach einem Artikel oder einer Pressemitteilung. Ein mindestens ebenso wichtiger und ganz sicher nicht trivialer Teil des Services von PR-Agenturen ist die Platzierung der Beiträge in Fachzeitschriften oder Online-Medien. Die folgenden fünf Best Practices sind hilfreich, um die Themen an die richtigen Journalisten zu bringen.
Regel #1: In der Kürze liegt die Würze
So abgedroschen diese Regel klingen mag – sie ist die Grundlage für jeden erfolgreichen Pitch-Text: Journalisten und Redakteure sind häufig im Stress und entsprechend kurz ist die Aufmerksamkeitsspanne, die sie einzelnen E-Mails widmen können. Es ist daher von essenzieller Wichtigkeit, Pitch-Texte nicht zu Romanen verkommen zu lassen. Gerade bei schwierigen oder hochtechnischen Themen ist die Königsdisziplin, den Sachverhalt prägnant, aber eben kurz zu umreißen. Das bedeutet auch, alles wegzulassen, was nicht zum Verständnis beiträgt. Das Erste, was auf die Blacklist gehört, sind Floskeln und Allgemeinplätze. Wer einen Richtwert benötigt, der sollte sich nach dem allseits beliebten Motto „So kurz wie möglich, so lang wie nötig“ richten.
Regel #2: Nie alles beantworten, sondern Fragen aufwerfen
Wer sich an die erste goldene Regel hält, hat schon einen gewaltigen Schritt in Richtung erfolgreicher Medienplatzierung gemacht. Seine Chancen auf Erfolg erhöht noch weiter, wer nicht alle Fragen direkt im Pitch-Text beantwortet. Im Gegenteil: Ein guter Medienpitch wirft bei den Redakteuren erst Fragen auf, die der fertige journalistische Text dann beantworten wird. PR-Agenturen sollten sich daher in die Empfänger hineinversetzen, wenn sie an ihrem Pitch arbeiten. Auf diese Weise können sie ihr Wording pointiert einsetzen, um sie auf eine Gedankenreise zu schicken – und ihren Wissensdurst zu wecken, den der fertige Text dann stillen kann.
Regel #3: Die Betreffzeile ist der wichtigste Pitch-Partner
Redaktionspostfächer laufen in der Regel sprichwörtlich über. Um aus der E-Mail-Flut hervorzustechen, ist ein knalliger Betreff obligatorisch: Nur wer die Aufmerksamkeit auf sich zieht, hat auch Chancen, dass der Medienpitch am Ende zur Erfolgsstory wird. Dabei ist allerdings nicht jedes Mittel recht, denn Clickbaits entlarven Journalisten mit geschultem Auge sofort. Auch die Verwendung von Emojis schreckt eher ab und wirkt im Zweifel unseriös. Die Empfehlung ist daher ganz klar, verbindlich und professionell zu bleiben. Dann landet die agentureigene E-Mail-Adresse auch nicht auf der Liste blockierter Kontakte oder im Spam-Ordner.
Regel #4: Finde das perfekte Match
Der beste Medienpitch bringt nichts, wenn er an die falsche Person gerichtet ist. Dieser höchst unangenehmen und unbefriedigenden Situation können PR-Agenturen entgehen, indem sie sich zunächst mit potenziellen Zielmedien und ihren Redakteuren vertraut machen. Ein Text zu KI in der Fertigungsbranche wird bei der Leserschaft eines Magazins für Entwickler, die in Telekommunikationsbranche tätig sind, wenig Begeisterung auslösen – das wissen natürlich auch die Redakteure der jeweiligen Medien. Die richtige Vorgehensweise ist daher, sich in deren Publikationen nach Texten zu ähnlichen Themen wie dem angebotenen umzusehen und auch die im Zielmedium verwendeten Formate genau zu studieren. Am besten ist natürlich der direkte Austausch mit der Redaktion, doch eine gute Vorbereitung ist auch dann dringend zu empfehlen.
Regel #5: Das richtige Werk zur richtigen Zeit
Zu guter Letzt kommt es auch immer auf das richtige Timing an. Oft legen Redaktionen die Schwerpunkte für ihre Publikationen Wochen oder gar Monate im Voraus fest. Diese oft auch in den Mediadaten hinterlegten Informationen sind Gold wert und verhindern peinliche Zwischenfälle – etwa das Angebot eines Fachartikels zu einem Schwerpunktthema, das im Vormonat bereits erschienen ist. Gerade Online-Portale sind an dieser Stelle etwas umgänglicher als Print-Medien und haben seltener feste Zeiten für bestimmte Themenkomplexe. Dann ist allerdings im Vorfeld zu checken, ob nicht genau zu dem angebotenen Thema ein anderer vergleichbarer Text bereits vor Kurzem veröffentlicht wurde.
„Selbst wirklich gut geschriebene Texte finden leider nicht allein ihren Weg in die Redaktionen und von da aus zu den Lesern“, sagt Franziska Fricke, Senior-Account-Managerin bei PR-COM. „Für einen erfolgreichen schriftlichen Medienpitch brauchen PR-Expertinnen und -Experten ein Skill-Set, das aus thematischem Fach- und Hintergrundwissen, Fingerspitzengefühl, Erfahrung sowie Empathie und Menschenkenntnis besteht – quasi ein individueller Mix, mit dem sie Wünsche der Redaktion und Anforderungen der Kunden bestmöglich zusammenbringen.“
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Datum: 03.04.2024 - 17:20 Uhr
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