Berliner Morgenpost: Der Staat muss handeln / Kommentar von Christian Kerl zu Reichsbürgern
ID: 2092113

(ots) - Man könnte schmunzeln - wäre es nicht so ernst. Eine Truppe um einen Prinzen, schon im Rentenalter, von der ein Teil von angeblichen "Eliten" eines "tiefen Staates" fabuliert, die Kinder in unterirdischen Tunnelsystemen gefangen halten und foltern. Eine Clique, die Pläne schmiedet für einen Angriff auf das Reichstagsgebäude in Berlin, den Sitz des Bundestags.
Klingt krude. Ist es auch. Vor allem aber sind es keine Spinnereien, keine harmlosen Rentner-Fantasien. Die Staatsanwaltschaft wirft den knapp 30 mutmaßlichen Putschistinnen und Putschisten die Gründung einer terroristischen Vereinigung vor. Bald soll der Prozess beginnen. Der Fall zeigt: Die Szene der "Reichsbürger" hat sich über Jahre vernetzt. Und sie konnte dies tun, weil die Sicherheitsbehörden diese Extremisten zu spät ins Visier nahmen. Den Blick in extrem rechte Subkulturen verpasste der Staat lange - und muss nun nachlegen.
Das Gefährliche: Die Szene ist groß, mehr als 20.000 Anhänger zählen die Behörden. Sie sind gut vernetzt, immer wieder tauchen Verbindungen in die Bundeswehr, in die Polizei auf. Mutmaßliche Rädelsführer wie Prinz Reuß besitzen zudem Geld und Immobilien. Das dient laut Ermittlern zur Organisation der Zellen.
Der Staat muss wachsam sein. Die Szene muss entwaffnet werden. Zugleich gilt es, Menschen in ihrem verschwörungsideologischen Wahn auch einen Ausstieg über Bildungsprogramme zu ermöglichen. Und es braucht mehr Gegenrede im Netz, auf den sozialen Plattformen: "Reichsbürger" pushen sich dort immer wieder mit antisemitischen, antidemokratischen Parolen. Razzien reichen nicht aus, der Kampf gegen Extremisten entscheidet sich auch im digitalen Raum.
Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST
Telefon: 030/887277 - 878
bmcvd@morgenpost.de
Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.04.2024 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2092113
Anzahl Zeichen: 1953
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 402 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Berliner Morgenpost: Der Staat muss handeln / Kommentar von Christian Kerl zu Reichsbürgern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BERLINER MORGENPOST (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
Weitere Mitteilungen von BERLINER MORGENPOST
Laumann: CDU-Parteichef auch Kanzlerkandidat ...
Laumann: CDU-Parteichef auch Kanzlerkandidat Bielefeld. Der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann rechnet CDU-Parteichef Friedrich Merz beste Chancen bei der Frage der Kanzlerkandidatur der Union zu. "Wer Vorsitzender der CDU in Deutschland ist, und auch noch der Fraktion im Bundestag, der
Mitteldeutsche Zeitung zur Bahn ...
Die Schuldigen sind einfach auszumachen: die Bundesverkehrsminister. Vier CSU-Ressortchefs in Reihe - Peter Ramsauer, Alexander Dobrindt, Christian Schmidt, Andreas Scheuer - haben durch fortgesetzte Untätigkeit ganze Arbeit geleistet, wenn es darum ging, die Elektrifizierung zu verhindern. Der akt
Mitteldeutsche Zeitung zu Nahost/Baerbock ...
"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch", schrieb einst Friedrich Hölderlin. Die Iran-Krise widerlegt ihn nicht. Es gibt Zeichen dafür, dass der Düsternis dieser Tage im Nahen Osten sogar etwas unerwartet Gutes folgen könnte. Denn das Regime in Teheran ist international isoliert
Kommentar von "nd.DerTag" zum Besuch Annalena Baerbocks in Israel ...
Es war Annalena Baerbocks siebter Besuch in Israel seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober. Das Mantra der deutschen Staatsräson ließ sie diesmal in der Tasche. Stattdessen riet sie der israelischen Regierung zur "klugen Zurückhaltung, die nichts weniger ist als Stärke". Das saß: Selbst




