Am morgigen Samstag: Welttag gegen Kinderarbeit

Am morgigen Samstag: Welttag gegen Kinderarbeit

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Am morgigen Samstag: Welttag gegen Kinderarbeit


IG BAU fordert Importverbot: Keine Grabsteine aus Kinderhand



(pressrelations) - Frankfurt am Main - Natursteine, die durch Kinderarbeit mit Ausbeutung hergestellt werden, sollen keinen Zugang mehr zum deutschen Markt erhalten. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt zum morgigen Welttag gegen Kinderarbeit (Hinweis für die Redaktion: Samstag, 12. Juni). "Wir brauchen ein Importverbot. Die Zahlen weltweiter Kinderarbeit sind alarmierend. Hier muss dringend der internationale Druck erhöht werden", sagt Andreas Steppuhn vom IG-BAU-Bundesvorstand.

Bundesregierung und Bundesländer sollten sich daher für eine Regelung im Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) stark machen - analog zum dort bereits verankerten Importverbot für Produkte, die in Gefängnissen hergestellt werden. Die IG BAU hat die Ministerpräsidenten aller Bundesländer zudem in einem Schreiben aufgefordert, sich gegen den Handel mit Natursteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit einzusetzen. "Solche Steine gehören weder auf das Pflaster der Marktplätze von Städten und Gemeinden noch auf die Friedhöfe. Hier können die Bundesländer einen Riegel vorschieben", sagt Andreas Steppuhn.

Vom Grab- bis zum Pflasterstein stammt nach Angaben der IG BAU ein Großteil der Natursteine, die im deutschen Handel angeboten werden, aus Steinbrüchen, in denen Kinder arbeiten und ausgebeutet werden. "Abgeschlagene Gliedmaßen, Haltungs- und Hörschäden, eine für immer geschädigte Gesundheit ... - Kinder erleben in diesen Steinbrüchen die Hölle", so Andreas Steppuhn.

Steppuhn ist innerhalb des IG-BAU-Bundesvorstandes für die Handwerkspolitik zuständig. Er apelliert an die Steinmetze, freiwillig auf Natursteine aus Kinderarbeit mit Ausbeutung zu verzichten. "Wenn sie ihre Kunden über die Verhältnisse - zum Beispiel in indischen Steinbrüchen - aufklären, dann wird der weitaus größte Teil Verständnis zeigen. Wer will schon einen Grabstein, an dem - im wahrsten Sinne des Wortes - Kinderblut klebt?", so Steppuhn.

Es gebe längst ein Zertifikat für "saubere Natursteine": XertifiX. "Jeder Kauf von Steinen, die das XertifiX-Gütesiegel tragen, ist ein Beitrag im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit weltweit", sagt Andreas Steppuhn. Ziel müsse es sein, ausschließlich zertifizierte Natursteine in den Handel zu bringen. Durch Kinderarbeit würden zudem Arbeitsplätze in der deutschen Natursteinproduktion über den Preis verdrängt.



Mehr zu dem Thema Kampf gegen Kinderarbeit im Internet unter: www.xertifix.de. Die IG BAU ist Mitglied bei XertifiX.


Jörg Herpich
Leiter der Abteilung
Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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Datum: 11.06.2010 - 19:33 Uhr
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