Streit um Kreisumlage: Landkreise aus Sachsen-Anhalts ziehen vor Bundesverfassungsgericht
ID: 2095881

(ots) - Halle. Im Finanzstreit um die sogenannte Kreisumlage ziehen Sachsen-Anhalts Landkreise vor das Bundesverfassungsgericht. Das sagte der Geschäftsführer des Landkreistages Sachsen-Anhalt, Heinz-Lothar Theel, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe). Demnach wollen der Kreis Mansfeld-Südharz und der Salzlandkreis als Kläger auftreten, die restlichen neun Kreise sagen ihre Unterstützung zu. "Das tragen wir gemeinsam", kündigte Theel an. Die Gerichtskosten würden solidarisch aufgeteilt.
Bei der sogenannten Kreisumlage geht es um Geld, dass die Landkreise von den untergeordneten Städten und Gemeinden einkassieren. Kreise haben keine eigenen Steuereinnahmen, brauchen aber Geld für eigene Aufgaben wie die Schülerbeförderung und örtliche Jugendhilfe. Für finanzielle Unsicherheit hatte im Dezember 2023 ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Magdeburg gesorgt: Das Gericht hatte entschieden, dass der Landkreis Mansfeld-Südharz über Jahre hinweg zu viel Geld von seinen Städten und Gemeinden einkassiert hatte. Der Kreis muss eine Millionensumme zurückzahlen und rechnet aktuell mit einem erheblichen Haushaltsdefizit. Ein Lösung auf politischer Ebene gibt es bisher nicht für das Problem.
Der Landrat in Mansfeld-Südharz, André Schröder (CDU), sagte der MZ mit Blick auf die geplante Verfassungsklage: "Wir suchen keinen Schuldigen, wir suchen einen Schiedsrichter." Immer mehr Landkreise in Sachsen-Anhalt müssten aufgrund der Lage dauerhaft Schulden aufnehmen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. "Wenn das so ist, kann im System etwas nicht stimmen", sagte Schröder.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
Telefon: 0345 565 4200
marc.rath@mz.de
Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.05.2024 - 02:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2095881
Anzahl Zeichen: 1894
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Deutschland/Kommunen/Finanzen/Bundesverfassungsgericht
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 430 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Streit um Kreisumlage: Landkreise aus Sachsen-Anhalts ziehen vor Bundesverfassungsgericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mitteldeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Halle. Zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richten zwei CDU-Urgesteine eine Mahnung an den aktuellen Parteichef und Spitzenkandidaten, Sven Schulze. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. In einem offenen Brief warnen die früheren CDU-Landesvorsitzenden Karl-
IHK-Präsident Gläßer warnt vor Abschottung ...
Halle. Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) warnt vor den Folgen einer Abschottungspolitik in Sachsen-Anhalt. "Die AfD nutzt eine Rhetorik, die die Weltoffenheit in Frage stellt", sagte IHK-Präsident Sascha Gläßer der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montag
Mehr landwirtschaftliche Betriebe geraten in Finanznot ...
Niedrige Preise und die jüngste Hitzewelle verschärfen die wirtschaftliche Lage vieler Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen-Anhalt. "Viele Höfe geraten in Liquiditätsengpässe", sagte Sachsen-Anhalts Bauernpräsident Olaf Feuerborn der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Frei
Weitere Mitteilungen von Mitteldeutsche Zeitung
Angriff auf SPD-Politiker: Es muss eine Warnung sein / Kommentar von Sebastian Kaiser ...
"Dass der Angriff auf den sächsischen Spitzenkandidaten der SPD für die Europawahl parteiübergreifend verurteilt wird, ist ein wichtiges Signal. Es ist zu hoffen, dass der Aufschrei laut genug ausfällt, um eine Debatte in Gang zu setzen, die sich mit den Ursachen solcher Gewaltexzesse besch
Berliner Morgenpost/Schluss mit Schulterzucken/Leitartikel von Jan Dörner ...
Fünf Wochen sind es noch bis zur Europawahl. Der Wahlkampf ist jetzt aus einem bedrückenden Anlass zum ersten Mal richtig in den Fokus gerückt. In den vergangenen Tagen mehrten sich die Berichte von Vorfällen, bei denen Politiker und Politikerinnen bei öffentlichen Auftritten bedrängt, beleidi
Berliner Morgenpost/Großer Fortschritt/Kommentar von Wolfgang Mulke ...
Mehr als 40.000 Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich schon nach kurzer Zeit einer Sammelklage der Verbraucherzentralen angeschlossen. Dabei geht es für den einzelnen Mitstreiter um relativ wenig Geld, fünf Euro im Monat. Dafür wäre früher wohl kaum jemand vor Gericht gezogen. Da gab es d
Stuttgarter Nachrichten - Kommentar zu Angriffen auf Politiker ...
Die Betroffenheit ist groß. Nach dem brutalen Überfall auf den sächsischen SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Matthias Ecke, melden sich Politiker aller Parteien mit Solidaritätsadressen zu Wort. Das ist richtig und wichtig, doch Betroffenheit alleine reicht nicht. Das Problem ist, dass




