Mitteldeutsche Zeitung zur FTI-Pleite

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(ots) - Ruhmlos geht der drittgrößte Reiseveranstalter Europas pleite, während rundum die Touristik boomt. Und der Bund muss wahrscheinlich Millionen abschreiben.

Die Gegenbeispiele sind allerdings nicht weit. Tui und die Lufthansa haben ihre Hilfen zurückgezahlt - diese Rettungen waren für den Bund profitable Geschäfte. Genau deswegen dürften die beiden Branchenriesen gegen weitere Nothilfen für FTI opponiert haben. Von einem mühsam kaschierten Schuldenerlass war die Rede, den die Bundesregierung am Ende offenbar doch nicht mitmachen konnte und wollte. Zu diffus war das Verkaufsgeschacher, zu vage die unternehmerische Perspektive.

Der Bund hätte FTI sicherlich mit überschaubarem Aufwand vor der Pleite bewahren können. Aber es sind weder schwere branchenweite Probleme noch andere übermächtige Notlagen zu erkennen - nur Investoren, die um ein Unternehmen pokern.

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Datum: 04.06.2024 - 18:12 Uhr
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