Mitteldeutsche Zeitung zur Organspende
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(ots) - Eine fehlende Festlegung als Zustimmung zu deuten, ginge im Verhältnis zwischen Staat und Bürgern in fast allen Lebensbereichen zu weit. Beim Thema Organspende kann man zu einem anderen Ergebnis kommen - jedenfalls dann, wenn man den staatlichen Eingriff mit dem Ziel ins Verhältnis setzt. Es geht hier um das Retten von Menschenleben. Tausende Menschen, Unfallverletzte oder auch seit langem siechende Patienten, setzen ihre ganze Hoffnung darauf, dass ein anderer bereit ist, nach dem eigenen Tod ein Organ zu geben. Zusätzliche Spender würden mit dem Tod ringenden Menschen eine zweite Chance geben. Im Gegenzug verlangt das Gesetz von allen lediglich eine Entscheidung - ganz egal, wie diese ausfällt. Wer sich ehrlich selbst befragt, muss sich eingestehen: Unzumutbar ist das nicht.
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Datum: 24.06.2024 - 18:02 Uhr
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