Berliner Morgenpost: Nicht auf Kosten Afrikas / ein Kommentar von Christian Unger zu einem möglichen Migrationsabkommen
ID: 2123766

(ots) - Der Deal klingt verlockend. Deutschland bekommt Fachkräfte aus Staaten wie Kenia und Usbekistan - und schickt abgelehnte Asylsuchende zurück. Das, grob gesagt, ist die Idee der Migrationsabkommen. Der Sonderbevollmächtigte der Ampel-Regierung, Joachim Stamp von der FDP, reist seit knapp zwei Jahren um den Globus und verhandelt die Verträge.
Das Ergebnis ist bisher: eher Mittelmaß. Zwar gibt es erste Erfolge, etwa ein Abkommen mit Georgien, eine Partnerschaft mit Marokko, nun auch mit Kenia und Usbekistan. Doch wichtige Staaten fehlen: darunter Länder in Nahost und Afrika. Verhandlungen mit Afghanistan, wo die Taliban regieren, scheut die Bundesregierung. Zu Recht. Denn das Land wird von Steinzeit-Islamisten regiert. Ähnliches gilt für Syrien, wo Diktator Assad herrscht. Wer hier verhandelt, etabliert Radikale auf internationalem Parkett.
Die Abkommen bleiben in der "Abschiebe-Offensive" der Regierung bisher eher ein kleiner Schalter als ein wuchtiger Hebel. Und doch können sie funktionieren, wenn ein Netz an Beziehungen von Berlin in Richtung Nairobi, Taschkent oder Tiflis immer enger und vertrauter gesponnen wird.
Langfristig braucht es Partnerschaften auf Augenhöhe. Wenn Deutschland nur Fachkräfte "absaugt" und unerwünschte Ausländer abschiebt, wird die Bereitschaft für eine gemeinsame MigrationspoÂlitik in Kenia oder Georgien auf Dauer sinken. Notwendig sind Investitionen in die Staaten, mit deÂnen Abkommen geschlossen werden. Geld aber ist nicht genug. Es braucht gemeinsame Verantwortung für eine globale Asylpolitik. Das geht nicht mit Alleingängen. Das geht am besten mit europäischen Migrationsabkommen.
Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST
Telefon: 030/887277 - 878
bmcvd@morgenpost.de
Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.09.2024 - 18:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2123766
Anzahl Zeichen: 1918
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 379 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Berliner Morgenpost: Nicht auf Kosten Afrikas / ein Kommentar von Christian Unger zu einem möglichen Migrationsabkommen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BERLINER MORGENPOST (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
Weitere Mitteilungen von BERLINER MORGENPOST
Menschen hinter Zahlen ...
Die Toten in Gaza haben keine Gesichter und keine Namen. Es sind zu viele geworden, um sie fassen zu können. In der Medienöffentlichkeit werden sie zu blanken Zahlen. Das macht es beiden Seiten in diesem Krieg leicht, diese Zahlen für sich zu nutzen: Für die einen sind sie dann allesamt wehrlose
"nd.DerTag": Bildungsentzug - Kommentar zu dem israelischen Bombenangriff auf eine UN-Einrichtung im Nuseirat-Flüchtlingscamp ...
Zum wiederholten Mal hat die israelische Armee eine UN-Einrichtung bombardiert, in der Menschen Schutz vor dem Krieg gesucht haben. Die vom Palästinenser-Hilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA) betriebene Al-Dschaouni-Schule im Nuseirat-Flüchtlingscamp wurde zerstört, unter den Getöteten waren
Die Asylpläne der Ampel haben eine Chance verdient ...
Die Reformpläne der Ampel-Regierung scheinen die einschlägigen Gesetze und internationalen Verpflichtungen zu berücksichtigen, jetzt muss sich zeigen, wie wirkungsvoll sie sind. Merz und die Union jedoch wollen sich darauf nicht einlassen, schlichtweg jeder soll zurückgewiesen werden, der über
FR exklusiv: Juso-Chef Türmer beklagt Überbietungswettbewerb der Härte ...
Der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation Jusos, Philipp Türmer, lässt mit seiner scharfen Kritik an der Asylpolitik der Ampelregierung nicht locker. Der Frankfurter Rundschau (Freitagsausgabe, 13.9.2024) sagte Türmer, die Ampel lasse sich "in einen Überbietungswettbewerb der Härte gegenÃ




