Deutschlands KI-Zukunft am Scheideweg
ID: 2125023

(ots) - Studie von BearingPoint unter 700 C-Level-Führungskräften aus Europa, den USA und Asien zeigt die Schwachstellen deutscher Unternehmen und gibt Handlungsempfehlungen.
Die neueste Studie von BearingPoint, "AI-driven Transformation: Becoming an Augmented Organization", bringt es auf den Punkt: Im heutigen Wettbewerbsumfeld ist der Schritt zur 'Augmented Organization' eine strategische Notwendigkeit. Eine 'Augmented Organization' setzt auf Künstliche Intelligenz (KI) und andere moderne Technologien, um ihre Fähigkeiten und Effizienz zu maximieren, Kunden- und Mitarbeitererfahrungen neu zu gestalten und ihre Wertschöpfungskette zu transformieren. Die Studie liefert klare Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, um den Übergang zu einer 'Augmented Organization' erfolgreich zu meistern.
Die Studie von BearingPoint, in der 700 C-Level-Führungskräfte aus Europa, den USA und Asien befragt wurden, zeigt, dass 99 Prozent der Führungskräfte erwarten, dass KI im laufenden Jahrzehnt einen spürbaren Einfluss haben wird. Trotz dieser Erkenntnis haben jedoch nur 37 Prozent der Unternehmen eine umfassende und langfristige Strategie zur Implementierung von KI entwickelt.
Die skeptische oder zurückhaltende Haltung der Führungskräfte gegenüber KI-gesteuerter Transformation ist nachvollziehbar, da KI nach wie vor Risiken wie ungelöste Datenschutzprobleme und ethische Dilemmata birgt. Doch die Studie macht klar: Der potenzielle Verlust an Wettbewerbsfähigkeit im Falle einer verzögerten KI-Adoption überwiegt bei weitem die aktuellen Bedenken. 'Augmented Organizations' profitieren von starker Marktdifferenzierung, gesteigerter Produktivität und Innovationsgeschwindigkeit sowie überlegenen Kundenerlebnissen. Angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks bleibt KI-skeptischen Führungskräften keine andere Wahl, als sich mit den neuen Entwicklungen vertraut zu machen.
Deutschland: Technologischer Vorsprung, aber fehlende strategische Tiefe
150 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer aus Deutschland lieferten umfassende Einblicke in die Positionierung des Landes im internationalen Vergleich. Mit 76 Prozent übertrifft Deutschland den globalen Durchschnitt bei der KI-Implementierung in Unternehmen. Dennoch ist diese technologische Führungsrolle gefährdet: 60 Prozent der deutschen Unternehmen haben laut Umfrage noch keine fundierte Strategie für den Einsatz von KI entwickelt, um den langfristigen Erfolg ihrer Initiativen zu sichern. Dies könnte das Wachstumspotenzial erheblich beeinträchtigen und den technologischen Vorsprung gefährden. Zudem haben lediglich 27 Prozent der Unternehmen in Deutschland umfassende Richtlinien, Leitlinien und Best Practices für ihre KI-Initiativen etabliert. Dies verdeutlicht, dass viele Unternehmen ihre KI-Projekte ohne klare strategische Vorgaben umsetzen, was langfristig zu Ineffizienzen, rechtlichen Risiken und Problemen bei der Skalierbarkeit führen kann.
"Besonders bedenklich ist, dass lediglich 16 Prozent der deutschen Führungskräfte aktiv in die Entscheidungsprozesse zu KI-Initiativen eingebunden sind. Im globalen Durchschnitt liegt dieser Wert bei 36 Prozent. Das deutet darauf hin, dass sich viele deutsche Führungskräfte nicht ausreichend mit den Potenzialen und Herausforderungen von KI auseinandersetzen. Doch ohne das aktive Engagement der Führungskräfte laufen diese Initiativen Gefahr, langfristig an Wirkung zu verlieren", kommentiert Tobias Liebscher, Partner People & Strategy bei BearingPoint.
Hindernisse erschweren die KI-Adoption in Deutschland
Neben der fehlenden Transformationsstrategie stehen deutsche Unternehmen vor weiteren erheblichen Hindernissen bei der erfolgreichen Einführung von KI:
76 Prozent der deutschen Unternehmen betrachten die Sicherstellung der Datenqualität und -sicherheit als ein zentrales Hindernis bei der Implementierung von KI. Ein weiteres Problem stellt der Fachkräftemangel dar: 67 Prozent der Unternehmen fehlt es laut eigener Aussage an qualifizierten Fachkräften mit den notwendigen Kompetenzen im Bereich KI. Dieser Mangel könnte insbesondere nach der Implementierung zu Problemen führen, da das notwendige Fachwissen für die Betreuung und Weiterentwicklung der KI-Initiativen fehlt. Zudem kämpfen 76 Prozent der Unternehmen mit kulturellem Widerstand und berichten von internen Vorbehalten gegenüber Veränderungen und neuen Technologien, was die erfolgreiche Einführung von KI zusätzlich erschwert.
"Technologie allein reicht nicht aus", betont Tobias Liebscher. "Es braucht eine wirksame KI-Governance, die datenschutzrechtliche Vorgaben integriert, und die Optimierung von KI-Investitionen, um Ressourcen den Bereichen mit dem höchsten Potenzial zuzuordnen. Entscheidend sind zudem die Qualifizierung der Mitarbeitenden, um die KI-Kompetenz und -Fähigkeiten in der gesamten Organisation zu verbessern, sowie die Förderung des Vertrauens in KI durch eine transparente Kommunikation darüber, wie KI-Systeme Entscheidungen treffen und welche Auswirkungen sie auf Mitarbeitende und Kunden haben."
Über die Umfrage
Die Daten für die Vorliegende Studie wurden im Rahmen einer Online-Umfrage im Juni 2024 erhoben. Die Umfrage richtete sich an 700 Führungskräfte aus verschiedenen Sektoren aus dem privatwirtschaftlichen als auch aus dem öffentlichen Bereich. Die Umfrage umfasste 14 Länder in Europa, den USA und Asien. Die Untersuchung konzentrierte sich auf große Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 0,5 Mrd. EUR, wobei 84 Prozent der Befragten aus Unternehmen mit einem Umsatz von über 1 Mrd. EUR stammten. Die Umfrage wurde von dem globalen Marktforschungsinstitut Phronesis Partners durchgeführt.
Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit: https://ots.de/oeTGr9
Über BearingPoint
BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services für geschäftskritische Prozesse. Capital deckt die Aktivitäten im Bereich M&A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab.
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.
Weitere Informationen:
Homepage:www.bearingpoint.com
LinkedIn:www.linkedin.com/company/bearingpoint
Pressekontakt:
Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock@bearingpoint.com
Original-Content von: BearingPoint GmbH, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.09.2024 - 07:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2125023
Anzahl Zeichen: 7325
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Frankfurt
Kategorie:
Unternehmensberatung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 205 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutschlands KI-Zukunft am Scheideweg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BearingPoint GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Frankfurt am Main, 11. Juni 2026 – Der deutsche Markt für digitale Abonnements erlebt einen Paradigmenwechsel: Nicht mehr der beste Einzeldienst entscheidet über den Erfolg, sondern das stärkste Ökosystem. Gleichzeitig etablieren sich Social-Media-Plattformen als ernst zu nehmende Konkurrenten
Mehr Geld, mehr Abos, mehr Konkurrenz: So verändert sich der digitale Abo-Markt in Deutschland ...
BearingPoint Submix-Studie 2026 zeigt, warum das Zeitalter des Einzelabos enden könnte und Plattform-Ökosysteme übernehmen Der deutsche Markt für digitale Abonnements erlebt einen Paradigmenwechsel: Nicht mehr der beste Einzeldienst entscheidet über den Erfolg, sondern das stärkste Ökosystem
Elektromobilität entspannt die Tempo?30?Debatte ...
Frankfurt am Main (voices) Stefan Müller, Senior Manager Automotive (BearingPoint) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Alexander Bock Global Senior Manager Communications +4989540338029 alexander.bock@be
Weitere Mitteilungen von BearingPoint GmbH
Marcus Aßmuth zum anhaltenden Boom dualer Studiengänge / Wie Unternehmen bei Nachwuchskräften punkten können ...
Für Marcus Aßmuth, Mitglied des Vorstands der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und unter anderem für das Studienangebot verantwortlich, sind duale Studiengänge längst ein fester Bestandteil des deutschen Bildungssystems. Sie bieten einen Berufseinstieg ohne Umwege und die optimale Verzahnung
Innovationsindikator 2024: Deutschland rutscht auf Rang 12 von 35 Volkswirtschaften, hält aber Platz 2 unter den großen Industrieländern ...
- Kleinere Wirtschaftsnationen holen auf und führen das Ranking an - Deutschland stark bei FuE sowie Schlüsseltechnologien für Kreislaufwirtschaft, Produktion und Energie - Fachkräftemangel, fehlendes Wagniskapital und zu wenig öffentliche Gelder für FuE wirken innovationshemmend Deutschland
Zweiter Teil der German Mobility-Studie 2024 veröffentlicht / Trotz Subventionsende in Deutschland: E-Mobilität global weiter im Vorwärtsgang ...
Welche Auswirkungen hat die Rücknahme staatlicher Förderinstrumente auf den Markt für Elektrofahrzeuge in Deutschland? Wie entwickelt sich die Elektromobilität im weltweiten Vergleich? Unter anderem zu diesen Fragen bietet der zweite Teil der German Mobility-Studie 2024 Antworten. Die Management
Wie FM Sales die Principia MBS GmbH zum Erfolg führte ...
Marketing und Vertrieb sind die Treiber für erfolgreiches Unternehmenswachstum. Mit FM Sales hat es sich Maximilian Karpf zur Aufgabe gemacht, Start-ups und KMU mit individuellen Strategien auf Wachstumskurs zu bringen und ihren langfristigen Erfolg zu sichern. Am Beispiel eines Kunden verrät der




