Libanon: Evakuierte Caritas-Mitarbeiterin: "Menschen verlieren das Letzte, was sie noch hatten."
ID: 2128132

(ots) - Christin Mothsche, Mitarbeiterin von Caritas international, wurde aus Sicherheitsgründen aus Beirut ausgeflogen. Jetzt koordiniert sie von Deutschland aus die Hilfen. Hunderttausende Menschen sind im Land vertrieben oder fliehen sogar nach Syrien.
Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, verstärkt seine Nothilfen im Libanon, wo hunderttausende Menschen auf der Flucht vor den Angriffen der israelischen Armee sind. "Insbesondere Menschen mit Behinderung, Frauen, Kinder und ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind, müssen dringend mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden", sagt Christin Mothsche, die bis vergangene Woche von Beirut aus die Hilfen von Caritas international koordiniert hat, bevor sie aus Sicherheitsgründen evakuiert wurde.
Jetzt steht sie von Deutschland aus mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Caritas-Partnerorganisationen vor Ort in ständigem Kontakt. "Viele erzählen mir, dass sie mit ihren Familien fliehen mussten. Trotzdem schaffen sie es, weiterhin für Menschen in Not da zu sein." Die Hilfen der Caritaspartner haben in den vergangenen Tagen an rund 40 unterschiedlichen Standorten mehr als 20.000 Menschen erreicht. "Verteilt wird, was Menschen brauchen, die durch die Flucht alles zurücklassen mussten: Essen, Wasser, Decken, Hygieneartikel", sagt Christin Mothsche und betont die Dringlichkeit für mehr humanitäre Hilfe im Libanon: "Ich bin in großer Sorge um meine Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem um die Menschen, im Libanon, die nach der langjährigen Wirtschaftskrise nun auch noch das Letzte, was sie hatten, verlieren."
Wie dramatisch die Lage im Land ist, zeigt, dass mehrere zehntausend Menschen nach Syrien geflohen sind. Die libanesische Regierung berichtet gar, dass eine Million Menschen auf der Flucht sind. "Das", sagt Christin Mothsche, "würde bedeuten, dass jeder fünfte Mensch im Libanon auf der Flucht ist."
Hinweis an die Redaktionen: Christin Mothsche steht für Interviews zur Verfügung.
Caritas international bittet unter dem Stichwort Libanon CY00108 um Spenden.
Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33XXX
SozialBank
www.caritas-international.de
Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Dariush Ghobad (verantwortlich -293), Sven Recker
( 030 284447-857 ).
www.caritas-international.de
Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.10.2024 - 09:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2128132
Anzahl Zeichen: 2924
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Freiburg/Beirut
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 194 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Libanon: Evakuierte Caritas-Mitarbeiterin: "Menschen verlieren das Letzte, was sie noch hatten.""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Caritas international (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Ebola-Epidemie im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus, es handelt sich um den schlimmsten und tödlichsten Ausbruch in der Geschichte des Landes. Nach den ersten Fällen im Mai, die die Provinz Ituri zum Hotspot der Seuche machten, sind jetzt Anfang August insgesa
Caritas: Wunden der Explosion in Beirut sind im Libanon immer noch spürbar / Caritas international leistet nach der Explosion umfangreiche Hilfen - Keine Erholung des Libanons in Sicht ...
Die Wunden der Explosion im Hafen von Beirut vom 4. August 2020 sind in der libanesischen Hauptstadt noch längst nicht verheilt. Darauf macht Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, anlässlich des wiederkehrenden Jahrestages aufmerksam. "Diese Katastrophe traf auf
Ukraine: Caritas-Mitarbeiterin kommt durch Raketenangriff in Charkiw ums Leben ...
Caritas international ist über den Tod einer Kollegin in Charkiw tief bestürzt - Vorfall zeigt die besonders schwierige Situation der Helfenden in diesem Krieg - 2025 haben mehr als 100.000 Menschen Hilfe der Caritas erhalten. Caritas international hat mit großer Bestürzung vom Tod einer ukrain
Weitere Mitteilungen von Caritas international
Meurer zum Pflegekompetenzgesetz: "Chance für dringend notwendige Entlastungen für Pflegeeinrichtungen nutzen." / bpa warnt vor einer fortschreitenden Deprofessionalisierung der Pflege ...
Mit dem Pflegekompetenzgesetz müssen endlich die dringend notwendigen Maßnahmen zur wirtschaftlichen Absicherung der Pflegeeinrichtungen ergriffen werden, um das Wegbrechen der pflegerischen Versorgung zu stoppen. Das fordert vor der morgigen Anhörung zum Referentenentwurf der Bundesverband priva
"Ein Raum voller Informatikerinnen. Das kenne ich aus dem Alltag nicht." / HPI beleuchtet Tech-Themen und Diversität. / empowerHER+ Konferenz am 14. und 15. November 2024 ...
Die empowerHER+ Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen eine kraftvolle Stimme zu verleihen: "Ein Raum voller Informatikerinnen. Das kenne ich aus dem Alltag nicht." Zitat einer Studentin, die bald ins Berufsleben startet. Ein Ungleichgewicht? Wir sagen: mehr als das. +Der Fr
SoVD fordert: Rückzahlung statt Beitragserhöhung ...
Bereits seit der Corona-Pandemie fordert der Sozialverband Deutschland eindringlich die Refinanzierung der aus dem Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung finanzierten Maßnahmen. Denn so steht es auch im Koalitionsvertrag. Ein aktuelles Gutachten der DAK Gesundheit belegt ebenfalls, dass di
FAIRFAMILY: Wie Teambuilding-Maßnahmen die Arbeitgeberattraktivität steigern ...
Um bestehendes Personal zu halten und neue Mitarbeiter anzuziehen, braucht es heute weit mehr als einen Obstkorb und kostenlose Getränke: Wer sich wirklich als attraktiver Arbeitgeber positionieren will, muss umdenken. Neben wirklich attraktiven Benefits wie einem umfangreichen Gesundheitsmanagemen




