Berliner Morgenpost: Kanonenfutter für Putin / ein Kommentar von Jan Jessen zur Präsentation von n

Berliner Morgenpost: Kanonenfutter für Putin / ein Kommentar von Jan Jessen zur Präsentation von nordkoreanischen Kriegsgefangenen durch die Ukraine

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(ots) - Zwei junge Männer. Der eine mit geschwollener Unterlippe und einem Verband um das Kinn, der andere mit verbundenen Händen. Sie sehen verunsichert aus. Die beiden sollen nordkoreanische Soldaten sein, die in der russischen Kursk-Region von einer ukrainischen Spezialeinheit gefangen genommen wurden. Der ukrainische Präsident Wolodomyr Selenskyj hat ihre Bilder unverpixelt veröffentlicht. Das könnte ein Verstoß gegen die Genfer Konvention zur Behandlung von Kriegsgefangenen sein.

Die beiden, die jetzt in Kiew sein sollen, können möglicherweise Aufklärung über den Zustand und den Ausbildungsgrad ihrer Kameraden geben. Der russische Diktator Wladimir Putin setzt die Männer, die ihm der nordkoreanische Despot Kim Jong-un geschickt hat, skrupellos für selbstmörderische Angriffe ein, um die Gebiete in der Kursk-Region zurückzuerobern. Videos zeigen, wie nordkoreanische Soldaten über freie Felder stürmen, ohne Deckung, ohne Artillerieschutz.

Von den bis zu 11.000 nordkoreanischen Soldaten, die bislang entsandt wurden, sollen schon mindestens 1000 tot oder kampfunfähig sein. Die russische Führung verheizt sie, so wie sie Ende 2022 und Anfang 2023 Zehntausende Sträflinge in den Tod geschickt hat. Tote Nordkoreaner haben keinen negativen Einfluss auf die innenpolitische Stimmung in Russland.

Es ist das erste Mal, dass Nordkoreaner in Gefangenschaft geraten sind. Es heißt, normalerweise brächten sich die Soldaten aus Fernost eher um, als sich zu ergeben. Die Furcht vor möglicher Repression in der Heimat muss gewaltig sein. Die beiden Männer, die Selenskyj jetzt der Welt präsentiert hat, werden nie wieder nach Nordkorea zurückkehren können.

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Datum: 12.01.2025 - 18:27 Uhr
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