Raucherquote in Deutschland: DEBRA-Umfrageergebnisse auf Achterbahnfahrt / DEBRA-Zahlen zum Rauchver

Raucherquote in Deutschland: DEBRA-Umfrageergebnisse auf Achterbahnfahrt / DEBRA-Zahlen zum Rauchverhalten 2024 verstärken Zweifel an Erhebungsseriosität

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(ots) - Neue Zahlen der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) zeigen für 2024 einen erheblichen Rückgang der Raucherquote insbesondere unter Minderjährigen in der Bundesrepublik. Zwei Jahre zuvor hatte DEBRA einen rapiden Anstieg des Raucheranteils festgestellt. Die wiederholten, massiven Abweichungen zu früheren Befragungsergebnissen unterstreichen die mangelnde Belastbarkeit der DEBRA-Studie. Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) sieht seine Kritik an der Befragung bestätigt und warnt erneut vor einer politischen Instrumentalisierung der DEBRA-Daten.

"Die Achterbahnfahrt der DEBRA-Zahlen zum Rauchverhalten der Deutschen verstärken die Zweifel an der Seriosität der Befragung", kommentiert BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke: "Offensichtlich trauen die DEBRA-Verantwortlichen ihrer eigenen Studie nicht mehr - sonst hätten sie über den bemerkenswert deutlichen Rückgang bei jugendlichen Rauchern breit informieren müssen."

Tatsächlich sind es auf den ersten Blick erfreuliche Nachrichten: 2024 rauchten gemäß der aktuellen Daten der an der Universität Düsseldorf durchgeführten DEBRA-Studie nur noch 6,2 Prozent der 14-17-Jährigen in Deutschland. Dies wäre ein rapider Rückgang, nachdem sich 2022 der Raucheranteil bei Jugendlichen gemäß DEBRA innerhalb eines Jahres auf 15,9 Prozent verdoppelt hatte.

Ein vergleichbares Auf und Ab liefert DEBRA auch zur Entwicklung der Raucherquote in der Gesamtbevölkerung. Von 2020 bis 2022 stieg gemäß der Befragung die Zahl der Raucher in Deutschland um fast die Hälfte auf über 36 Prozent an. Demnach hätten mehrere Millionen Menschen (wieder) angefangen zu rauchen. 2023 und insbesondere 2024 folgte wiederum ein massiver Einbruch der Raucherquote auf aktuell 28,2 Prozent. Jeder fünfte Tabakkonsument hat laut DEBRA in den letzten beiden Jahren mit dem Rauchen aufgehört.

Dass diese von DEBRA ermittelten spektakulären, kurzfristigen Veränderungen des Rauchverhaltens in Deutschland so stattgefunden haben, muss angesichts der realen Marktdaten jedoch bezweifelt werden. Die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Steuerzeichenbezug für Tabakwaren zeigen einen seit 2019 kontinuierlich rückläufigen Absatz von Zigaretten und Tabak in Deutschland, der erst im Jahr 2024 gebremst wurde. "DEBRA spiegelt beim Rauchverhalten der Deutschen offensichtlich nicht die Realität wider. Als Grundlage für eine evidenzbasierte Politik sind die Umfrageergebnisse vollkommen ungeeignet", erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.



Ende 2022 wurde der vermeintliche Anstieg der Raucherzahlen vom DEBRA-Leiter Professor Daniel Kotz alarmistisch kommuniziert und in den Medien zu Schlagzeilen wie "Hunderttausende Jugendliche fangen mit dem Rauchen an" verdichtet. Politische Verantwortungsträger ziehen seitdem die DEBRA-Daten wiederholt zur Rechtfertigung fehlgeleiteter Regulierungsforderungen heran.

Der BVTE warnt vor einer politischen Instrumentalisierung der DEBRA-Studie und begründet dies mit den methodischen Schwächen der Befragung. So basiert die vermeintliche Verdoppelung der Raucherquote unter Jugendlichen von 2022 genauso wie der aktuell in der Altersgruppe verzeichnete Rückgang auf einer Stichprobe von lediglich etwa 50 Minderjährigen pro Befragung. Auf Grundlage dieser Daten ist jeglicher Schätzwert zur Raucherprävalenz mit einer hohen Unsicherheit versehen. Zum Vergleich: Für die Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden regelmäßig ca. 7.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene befragt.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)
Jan Mücke
Hauptgeschäftsführer
Georgenstraße 25
10117 Berlin
Tel. +49 30 88 66 36 - 123
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