Studie: Vier von fünf Bundesbürgern empfinden Spaltung der Gesellschaft – Kampagne #Verständigu

Studie: Vier von fünf Bundesbürgern empfinden Spaltung der Gesellschaft – Kampagne #VerständigungsOrte startet

ID: 2152103

(ots) - Gemeinsame Pressemitteilung von Diakonie Deutschland, EKD, midi-Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung:

Berlin, 13. Februar 2025 – 80 Prozent der Menschen in Deutschland nehmen eine Spaltung der Gesellschaft wahr. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt die Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“ von midi, der Zukunftswerkstatt von Diakonie und evangelischer Kirche. Die gefühlte Spaltung verläuft nach Ansicht der meisten Befragten zwischen einer kleinen Minderheit und einer großen Mehrheit.

Nur knapp die Hälfte der Befragten ist mit der Demokratie in Deutschland zufrieden. Zwei Drittel der Befragten sind über gesellschaftliche Entwicklungen oder Ereignisse verärgert, viele sogar wütend. Besonders gering ist das Vertrauen in politische Institutionen wie Parteien und die Bundesregierung.

Jeder dritte Befragte hat bereits erlebt, dass Diskussionen über polarisierende Themen unsachlich oder respektlos verlaufen, ein Drittel der Befragten hat schon einmal den Kontakt zu Menschen wegen kontroverser Themen eingeschränkt oder abgebrochen. Dies führt dazu, dass der Austausch über polarisierende Themen bewusst vermieden wird.

Hier setzt die Kampagne #VerständigungsOrte an, mit der Evangelische Kirche und Diakonie deutschlandweit Orte des Dialogs über gesellschaftliche Krisen und Konflikte schaffen.

Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland: „Die Ergebnisse der Studie kann man durchaus als alarmierend bezeichnen. Die meisten Menschen in unserem Land spüren eine Spaltung. Und viele ziehen sich in ihre Blasen zurück. Als Kirche und Diakonie leiten wir daraus – und auch aus unserer biblisch-geistlichen Tradition – einen Auftrag und eine Verpflichtung ab. Wir wollen uns für Verständigung, Dialog und ein respektvolles Miteinander stark machen. Mit der Kampagne #VerständigungsOrte wollen wir dafür Räume schaffen und sichtbar machen.“



Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland: „Es sind nicht nur äußere Faktoren wie der Krieg in der Ukraine, die vielen Menschen Angst machen. Auch rapide gesellschaftliche Veränderungen und eine zunehmende Einkommensungleichheit sorgen für Verunsicherung. Hier gilt es, genau hinzusehen und diese vielen Realitäten in den Blick zu nehmen, sie auszusprechen – und dann in einen Dialog zu kommen, auf Augenhöhe und mit Respekt. Denn: Wir brauchen weniger Konfliktarenen. Wir brauchen mehr Verständigungsorte!“

Dr. Klaus Douglass, Direktor der Zukunftswerkstatt von Diakonie und evangelischer Kirche (midi): „Die Herausforderungen sind groß. Mit der Kampagne #VerständigungsOrte wollen Kirche und Diakonie im Jahr nach der Bundestagswahl den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, der gefühlten Polarisierung entgegenwirken und tragfähige Antworten auf die Frage liefern: Wie wollen wir in Deutschland zukünftig gemeinsam leben?“

Weitere Informationen

Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“: https://www.mi-di.de/verstaendigungsorte#studie

Kampagne #VerständigungsOrte

Im Rahmen der Kampagne bieten Kirchengemeinden und andere kirchliche und diakonische Einrichtungen Orte zum Austausch über gesellschaftliche Krisen und Konflikte an. Die Kampagne unterstützt die Verantwortlichen vor Ort mit Tipps, Material, Praxisbeispielen und digitalen Coachings. Außerdem finden 2025 sechs #VerständigungsOrte-Dialogforen mit prominenten Gästen zu den Themen Migration, Frieden, Corona, Klima, Minderheiten und rechtsextreme Gewalt statt.

www.verständigungsorte.de (https://www.mi-di.de/verstaendigungsorte)

Das erste #VerständigungsOrte-Dialogforum findet am 17. Februar, 19.00 Uhr in der Marienkirche Hanau statt und steht unter dem Titel „Hanau und die Anschläge – was bleibt und wie geht es weiter?“. Weitere Informationen: https://www.kirchenkreis-hanau.de/2025/02/10/diskussionsrunde-mit-etris-hashemi-bischoefin-kirsten-fehrs-und-buergermeister-dr-maximilian-bieri/

Pressekontakte:

Verena Götze, stellv. Pressesprecherin Diakonie Deutschland, Tel. +49 30 65211-1780, E-Mail: pressestelle@diakonie.de, www.diakonie.de

Carsten Splitt, Pressesprecher Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Tel. +49 511 2796-264/268, E-Mail: presse@ekd.de, www.ekd.de

Louisa Gallander, Referentin für Kommunikation midi, Tel. +49 30 65211-1567, E-Mail: kommunikation@mi-di.de, www.mi-di.de

Pressekontakt:

Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: presse@ekd.de


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