Working-Capital-Studie: Deutsche Großkonzerne nach Krise wieder auf Erfolgskurs – im Ländervergleich hinkt Deutschland noch hinterher
• DAX-Konzerne verbessern Working Capital während andere deutsche Unternehmen sich verschlechtern
• Europäischer Gesamtvergleich zeigt: Deutsche Unternehmen auf den hinteren Rängen
Bernhard Wenders, REL-Direktor Deutschland(firmenpresse) - London/Düsseldorf/Frankfurt am Main, 23.06.2010 – Die DAX-Unternehmen haben bis auf wenige Ausreißer ihr Working Capital, also ihr Umlaufvermögen, verbessert. Das ergibt eine für das Handelsblatt erstellte Studie von REL Consultancy, in der 933 europäische Unternehmen untersucht wurden. REL ist eine Tochter des weltweit operierenden US-Beratungsunternehmens The Hackett Group. Während die untersuchten DAX-Konzerne ihren DWC-Wert (Days Working Capital – Kapitalbindung des Umlaufvermögens in Tagen) 2009 von 70 auf 62 Tagen verbesserten, verschlechterte sich die Kapitalbindungsdauer aller 133 von REL untersuchten deutschen Unternehmen im Durchschnitt von 64 auf 68 Tage. Dies verwundert kaum, „schließlich haben DAX-Unternehmen eine stärkere Marktmacht als kleinere Unternehmen“, erläutert Bernhard Wenders, REL-Direktor Deutschland. „Die Großen können bessere Konditionen mit Kunden und Lieferanten aushandeln. Hinzu kommt, dass die personellen und finanziellen Ressourcen für Projekte im Bereich des Working-Capital-Management bei den DAX-Konzernen einfach größer sind.“
Die Working-Capital-Experten von REL sehen noch deutliches Verbesserungspotential beim Working-Capital-Management deutscher Unternehmen. „Deutschland rangiert im europäischen Vergleich auf dem drittletzten Platz und damit ganz klar hinter den Spaniern, die mit rund 22 Tagen ihre Kapitalbindungsdauer im Nettoumlaufvermögen sehr gering halten und die Liste anführen“, berichtet REL-Direktor Wenders. „Ein klarer Wettbewerbsnachteil für Deutschland, denn das im Umlaufvermögen gebundene Kapital steht den Unternehmen für selbstfinanzierte Investitionen und andere Wachstumsmaßnahmen nicht zur Verfügung.“ In der Gesamtbetrachtung haben insgesamt 551 der 933 analysierten europäischen Unternehmen ihr Umlaufvermögen 2009 effizienter gesteuert als ein Jahr zuvor. Ein Trend, der vermutlich nicht anhalten wird. „Nach wie vor wird Profitabilität ein höherer Stellenwert eingeräumt als Liquidität“, resümiert Wenders.
Für die Studie wurden folgende Berechnungsmethoden angewendet: Das eingesetzte Umlaufvermögen der untersuchten Unternehmen errechnet sich auf seine Tagesreichweite (DWC) aus den Kenngrößen DSO (Days Sales Outstanding: Wie viel Tage Umsatz stecken in aufgelaufenen Forderungen) plus DIO (Days Inventory Outstanding: Wie viel Tage Bestandsreichweite) minus DPO (Days Payables Outstanding: Tagesreichweite der eigenen Verbindlichkeiten).
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The Hackett Group, Inc. (NASDAQ: HCKT), ein weltweit agierendes Beratungsunternehmen, gehört zu den Marktführern in den Bereichen Best Practice Advisory, Benchmarking und Transformationsberatungsdienstleistungen inkl. der Beratung für Shared Services, Offshoring und Outsourcing. Führungskräfte nutzen Hacketts empirischen Ansatz, der auf der Auswertung von Best Practices und Implementierungserkenntnissen von über 4.000 Benchmark-Aktivitäten basiert, um Initiativen schnell zu definieren und zu priorisieren und so eine herausragende Effizienz zu erreichen. Über seinen Geschäftsbereich REL bietet Hackett Working Capital-Lösungen mit dem Ziel an, bei Unternehmen signifikante Verbesserungen im Cash-Flow zu erreichen. Der Bereich Hackett Technology Solutions bietet Beratungsdienstleistungen für Unternehmensapplikationen an, die helfen, die IT-Kapitalrendite zu maximieren. Hackett war für 2.700 Großunternehmen und Behörden tätig, darunter 97 % der im Dow Jones-Index geführten Firmen, 73 % aus der Fortune 100-Liste, 73 % aus dem DAX 30- sowie 45 % aus dem FTSE 100-Index.
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Datum: 23.06.2010 - 09:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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Freigabedatum: 23.06.2010
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London/Frankfurt am Main, 6. Juli 2009 – Mit durchschnittlich 62 Tagesreichweiten liegt das Umlaufvermögen (DWC: Days Working Capital) deutscher Großunternehmen 2008 um ein knappes Drittel schlechter als bei den europäischen Wettbewerbern, bei denen die DWC-Ratio im abgelaufenen Geschäftsjahr
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