Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Merz
ID: 2158738

(ots) - "Laut Kalender sind noch keine zwei Monate vergangen, und doch scheint dieser Satz einem gänzlich anderen politischen Zeitalter zu entstammen: "Mir ist es völlig gleichgültig, wer diesen Weg politisch mitgeht", polterte Friedrich Merz Ende Januar. Da ging es um Migrationsfragen, vor allem aber darum, wie knallhart der mögliche Bundeskanzler von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch machen wollte. Und heute? Musste sich der Macher Merz nicht nur den Grünen annähern, im nächsten Schritt droht sein epochales Finanzpaket noch im Bundesrat am Widerstand einer bayerischen Regionalpartei zu scheitern. Richtlinienkompetenz? In Berlin? Hubert Aiwanger und seine Freien Wähler dürften beherzt darüber lachen.
Gut möglich, dass dieser Stolperstart im historischen Rückblick dereinst eine Nebensächlichkeit sein wird. Begann nicht Angela Merkels sechzehnjährige Kanzlerschaft ebenfalls eher holprig, nachdem ihr ambitioniert geführter Wahlkampf mit einer ernüchternden Bruchlandung und in der GroKo endete? Und war das nicht schnell vergessen, als das Regierungsgeschäft dann endlich lief? Es wäre eine nette Pointe, wenn es Merz ebenso erginge wie seiner Erzkonkurrentin. Offensichtlich scheint schon jetzt: Den harten, kompromisslosen Kurs, für den er eigentlich angetreten war, wird er vermutlich nie durchsetzen können. Merz, der Konsenskanzler? Das wär' doch was."
Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.03.2025 - 20:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2158738
Anzahl Zeichen: 1620
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Heidelberg
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 472 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Merz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rhein-Neckar-Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Man kann Nina Warken nur viel Erfolg wünschen. Die CDU-Politikerin muss wohl die zweitgrößte Reform liefern, vor der Deutschland momentan steht: die Stabilisierung des Gesundheits- und Pflegebereichs. Die Pflege wartet noch auf ihre Reform - dabei ist ihre Lage noch prekärer. Viele von Warkens
"Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) zur Rolle Chinas im Irankrieg ...
China selbst hielt sich öffentlich auffällig im Hintergrund, doch es hat durchaus starke Interessen an einer schnellen und friedlichen Beilegung des Konflikts. Das Land bezieht die Hälfte seiner Ölimporte aus der Golfregion; trotz großer Reserven ist die Blockade der Straße von Hormus auch fü
"Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) über das Votum für die Todesstrafe in Israel ...
Justitia wird in Abbildungen stets mit einer Augenbinde dargestellt. Aus gutem Grund: Denn die Rechtssprechung soll ohne Ansehen des Angeklagten erfolgen. Alles, was zählt, ist die Tat. Nicht so in Israel. Dort misst die Justiz nach dem Willen der ultrarechten Regierungskoalition künftig ganz offi
Weitere Mitteilungen von Rhein-Neckar-Zeitung
CDU-Sicherheitsexperte Wadephul begrüßt Einigung mit Grünen: "Allen Beteiligten ist klar, was auf dem Spiel steht" / Außenpolitik-Chefverhandler der Union verteidigt Pläne für Aufrüst ...
Der CDU-Sicherheitsexperte Johann Wadephul hat die Einigung mit den Grünen auf ein Milliarden-Paket für Aufrüstung und Infrastruktur begrüßt. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte Wadephul: "Die gefundene Einigung zeigt vor allem auch: Es gibt einen Konsens in der demokrat
Merz will Kanzler werden - koste es, was es wolle ...
CDU-Chef Friedrich Merz gibt sich gerne wie der große Zampano. Den Ton angegeben haben aber andere im Zustimmungskrimi um die Schuldenbremse und Sondervermögen im Bundestag - ausgerechnet die Grünen. Merz als Schuldenkanzler statt Reformer, wer hätte das gedacht? (...) Das ganze Land sehnt sich
Bundestagswahl 2025: Endgültiges Ergebnis ...
Der Bundeswahlausschuss hat in seiner heutigen Sitzung das endgültige Ergebnis der Wahl zum 21. Deutschen Bundestag festgestellt. Anschließend gab Bundeswahlleiterin Ruth Brand das endgültige Wahlergebnis im Anhörungssaal des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin bekan
SPD und Grüne haben deutlich mehr Einfluss, als ihre mageren Wahlergebnisse es rechtfertigen würden ...
Demokratie ist die Kunst des Kompromisses, ja - aber weil die AfD heute doppelt so stark ist wie vor vier Jahren und die Union aus naheliegenden Gründen nicht mit ihr koalieren kann, haben Genossen und Grüne gerade eine wenig kompromissfördernde Sperrminorität. Ohne sie geht nichts mehr - im Bun




